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Wie lernt man Jura?

Dies ist eine Diskussion zu Wie lernt man Jura? innerhalb des Forums Tipps für Erstsemester

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  #1 (permalink)  
Alt 06.03.2007, 21:30
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Wie lernt man Jura?

Hallo zusammen!

Nach vielen Gesprächen mit anderen Studierenden bin ich immer noch nicht auf die "ideale" Form des Jura-lernen gestoßen.

Bisher habe ich immer stumpf aus den einschlägigen Lehrbüchern rausgeschrieben, bis ich ein Skript von mehr als hundert Seiten hatte.
Parallel habe ich Karteikarten gemacht.
Kurz vor den Klausuren habe ich beides dann gelernt, und dir üblichen Fallsammlungen durchgearbeitet.

Das erscheint mir jedoch nicht sonderlich effektiv, und ich möchte meine Technik gerne ändern.

Wie macht ihr das so?
Welche Techniken habt ihr?
Lernt ihr nur durch Lesen oder macht ihr euch Skripte?
Wenn ja, wie sehen diese aus?

Geändert von TimoR (07.03.2007 um 00:09 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 06.03.2007, 23:44
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AW: Wie lernt man Jura?

Skripten anfertigen ist gut, Karteikarten für konkrete probleme...nur: Jura lernt man am Fall; daher möglichst viele Fälle bearbeiten. Und dabei das Gesetz lesen! Große, kleine, egal, nur so kann man einen gescheiten Aufbau der Fallbearbeitung reinkriegen und immernoch bei außerordentlichen Problemen außerhalb eines Schemas argumentieren.




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Nur meine Erfahrung
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  #3 (permalink)  
Alt 09.03.2007, 14:43
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AW: Wie lernt man Jura?

schließe mich meinem vorredner uneingeschränkt ein; das wichtigste ist der fall

im lehrbuch wird grundlegendes wissen vermittelt; bsp.: ist die gbr teilrechtsfähig....die individualistische traditionelle Theorie sagt nein...die heute h.M. - sog. Gruppenlehre - sagt ja....

das lehrbuchwissen ist z.T. für die klausur grundlegend...trotzdem brauchst du m.E. auch das "klausurwissen", d.h. wie du bestimmte probleme aufbaust bzw. in welcher reihenfolge, die tatbestandsmerkmale geprüft werden sollten...dies wird in den lehrbücher nicht immer hinreichend vermittelt...hier sind fälle am besten...insbesondere spart es in den klausuren viel zeit, wenn man weiß, wie man die klausur aufbaut bzw. aufzubauen hat (meine erkenntnis: klausuren sollten so geschrieben werden, wie der klausursteller es erwartet, nicht wie man persönlich die klausur lösen würde)
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  #4 (permalink)  
Alt 10.03.2007, 19:23
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AW: Wie lernt man Jura?

Ich habe dasselbe Problem!!! Habt Ihr noch weitere Vorschläge??? Ich lerne anhand von Fallbüchern und zu konkreten Problemen nehme ich dann die Lehrbücher.Ich löse komplette Fallbücher vor der Klausur durch, damit ich den Aufbau im Schlaf kann...Nur leider fällt es mir schwer für mehrere Klausuren gleichzeitig zu lernen wegen der Stoffmenge...Wie unterscheidet man, was wichtig ist und was eher weggelassen werden kann??? Danke

Gruß Dana
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  #5 (permalink)  
Alt 28.05.2007, 16:36
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AW: Wie lernt man Jura?

Moin,

meine bescheidene Meinung: man lernt es, indem man bezüglich des jeweiligen Lernstoffes versucht, die dahinter liegenden Strukturen zu erfassen.

Man erlernt es, indem man erstmal schaut, womit befasse ich mich hier gerade ? Was ist die Systematik und warum ist sie so ? Welche Lebensbereiche deckt sie ab ? Was für ein Verständnis dieser Lebensbereiche steckt dahinter ? Dann erschließt sich oft auch der Sinn mancher Prüfungsreihenfolge und was man versteht, bleibt besser hängen.

In den Lehrbüchern ist in der Regel Examenswissen aufbereitet, also sind sie für Studienanfänger nur bedingt geeignet. Es ist schlicht zu viel. Die Alternative sind Skripte. Denen fehlt aber der Tiefgang um auch einmal problematisieren zu können. Was bleibt, ist, so lange in verschiedenen Materialien herumzulesen (immer unter der Frage: wer gibt mir den besten Überblick über Strukturen?), bis man diese Strukturen verstanden hat. Dann diese an Fällen einarbeiten und den Blick für Problematisches schärfen (hier dann wieder Lehrbücher befragen).
Bei den Details von Problemen kann ich nicht alles lernen. Das ist eben der Mut zur Lücke. Aber ich kann man durch Auslegung (die muss man sich wirklich draufschaffen und die ist auch wirklich spannend) im Zweifel in der Klausur eher helfen, als wenn ich ausschließlich über Detailwissen verfüge und wenn's nicht drankommt, bin ich gesehen.

Auf diese Art ist es immer noch sehr, sehr viel Arbeit, aber die Chancen, dass man einerseits relaxed in die Klausur geht und andererseits auch noch etwas hängen bleibt, was man später leichter reaktivieren kann, ist einfach größer.

Viel Erfolg,
Holzi
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