Dies ist eine Diskussion zu Wenn ihr nochmal studieren könntet, was würdet ihr anders machen? innerhalb des Forums Tipps für Erstsemester
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| AW: Wenn ihr nochmal studieren könntet, was würdet ihr anders machen? Mein 1. Staatsexamen ist 18 Jahre her. Ich hätte damals gleich nach de ersten Staatsexamen promovieren sollen. Nach dem 2. Staatsexamen war die Luft raus, nun wollte ich arbeiten und Geld verdienen. Was aber die Studienwahl als solche betrifft: Hätte ich es heute nochmals zu entscheiden, würde ich meinen Neigungen folgen und - no matter what they say - eine Sprache studieren. Das Studium der Rechte hat mir gelegen, die Noten haben es bewiesen, aber es gab da einen kleinen Mann im Ohr, der damals sagte: Warum studierst du nicht, woran dein Herz hängt? Im Studium der Rechte selbst war ich sehr diszipliniert. Ich war zwar keiner dieser Lern-Zombies ohne soziale Kontakte, aber im Rückblick würde ich sagen, ich hätte heute mehr Freunde aus Studienzeiten, wenn ich damals öfter mal was anderes gemacht hätte als nur studieren. Wenn ich heute nochmals Jura studieren würde, würde ich auf jeden Fall nicht - wie ich es tat - die ganze Studienzeit an einer einzigen Universität verbringen, und sicherlich würde ich mir nicht nur einen Auslandsaufenthalt von 4 Wochen, wie ich ihn als Austauschstudent absolvierte, gönnen, sondern ein ganzes Semester ins Ausland gehen, auch wenn das für das Examen natürlich gleichgültig wäre. |
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| AW: Wenn ihr nochmal studieren könntet, was würdet ihr anders machen? Bin schon ein paar Tage alt, daher stellt sich aus heutiger Sicht eine solche Frage eigentlich nicht mehr. Und aus heutiger Sicht stellt sie sich ernsthaft auch nicht mehr nachdem man sich in jungen Jahren für eine Richtung entschieden hat. Es gibt keine zwei Leben sondern nur eines, auch im Beruf, der ja wohl mit dieser Frage gemeint ist. Man muß sich die Frage in der Jugend ernsthaft stellen, mit ihr auseinander setzen und wenn man sie entschieden hat muß man sich mit der notwendigen Ernsthaftigkeit in diesem Beruf bewähren. Alles andere erscheint mir Wunschdenken. Hätte, wäre, wenn. Bringt nichts, man macht sich nur mürbe. Jedem von uns ist bekannt, daß man sich zuerst nur die guten Seiten alternativer Möglichkeiten vorstellt und es gibt unweigerlich die weniger guten Seiten, sogar sehr schlechte Seiten auf anderen Wegen. Noch eine Einstellung von mir. Ich blicke immer nach vorne. Verfüge selbstverständlich über Erfahrungen der Vergangenheit, gute und weniger gute, die werden immer umfangreicher und damit wertvoller, denn sie sind Entscheidungsgrundlagen und daraus versuchte ich ständig die noch gegebene Zukunft zu gestalten. Für mich ist mein Beruf nicht nur eine Verdienstplattform gewesen, sondern gleichzeitig hat er mir die Möglichkeit gegeben helfen zu können. Daraus entwickelt sich Zufriedenheit und innere Zufriedenheit gibt Raum für Gestaltungsfreiheit. Wer hindert jemand daran neben seinem eigentlichen Beruf nicht auch kleine Zweigstellen aufzubauen, in denen man sich versucht dem zu widmen was man eigentlich immer wollte? Mit anderen Worten, sofern man die Möglichkeit hat sich eine zusätzliche Bühne zu schaffen, auf der man sozusagen aufgeht, also der Einseitigkeit nicht zu sehr zu verfallen. Das trägt vermutlich wiederum auch dazu bei in der Haupttätigkeit wenigstens gelegentlich über den Dingen stehen zu können. |
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| AW: Wenn ihr nochmal studieren könntet, was würdet ihr anders machen? Gute Frage. Würde Dir drei Dinge empfehlen: 1. Wechsele mindestens 1x die Uni, um mal einen Vergleich zu haben und mal eine andere Stadt zu sehen und neue Menschen kennenzulernen. Erweitert den Erfahrungsschatz und lässt Dich Deine alte Uni mit neuen Augen sehen. 2. Besuche SO FRÜH WIE MÖGLICH einen guten Repetitor und befasse Dich neben abstrakten Lehrbüchern mehr und mehr auch (!) mit Fallbearbeitung. Dass kann Dir ein Repetitor - so verschriehen er sein mag und was immer Dir Professoren und Kommilitonen sagen - einfach am besten beibringen. 3. Immer wieder "Kopf hoch!" - wenn Du stetig arbeitest kriegst Du Routine und blickst irgendwann mehr und mehr durch. Im Examen erwartet man nichts Unmögliches. |
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