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Notengebung krank...

Dies ist eine Diskussion zu Notengebung krank... innerhalb des Forums Tipps für Erstsemester

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Alt 16.05.2007, 17:23
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Notengebung krank...

Hi erstma.

Ich studiere nun mittlerweile im 2. Semester Jura.
Ich hab dabei ganz ehrlich keinen Plan wie ich das Studium einschätzen soll, vor allem die Notengebung finde ich irgendwie komisch.

Meine Noten sind im ersten Semester total durchwachsen gewesen udn ich hab keinen schimmer ob ich nun gut oder schlecht bin und wie das weiter laufen wird.

Hab in

Strafrecht 11 pts

Staatsrecht 10 pts

BGB AT 6 pts

Hausarbeit im BGB 4 pts

Dieses sehr durchwachsene Notenbild ist mir schleierhaft. Anscheinend ahb ich echt Schwächen im Zivilrecht und irgenwdie weißich nich ob Jura so das wahre ist.
Ich hatte mir bessere Noten, vor allem von der Hausarbeit erhofft.
Vllt kann jemand von euch mir dazu was sagen.

Wie wars bei euch im 1. Sem?

Heißt das automatisch, dass ich im Examen ab********n werde?



Naja im moment könnte ich kotzen wenn ich an Jura denke.

Das Fach macht mir sau viel Bock und ich bin echt mir ehrgeiz dabei, aber diese Kacknote in der Hausarbeit vermießt einem irgendwie alles.

MFG Ich
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Alt 16.05.2007, 18:59
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AW: Notengebung krank...

Das mit der Notenvergebung in Jura ist so ne Sache. Ist´n bißchen wie Aufsatz schreiben in Deutsch, man weiß nie, was man bekommt...

Es ist einfach so, dass der Lernaufwand in keiner Relation zu den Noten steht, gerade im Examen. Man lernt wie blöd und auch wenn man den ganzen Stoff eigentlich kapiert hat, kommen in den Klausure teilweise nur magere 4 Punkte raus. Deshalb gehört man mit einem vollbefriedigenden Examen, dass in anderen Studiengängen wohl höchstens Durchschnitt ist, in Jura schon zum elitären Kreis
Ich weiß auch nicht, ob es in Jura wirklich Leute gibt, die wirklich von Anfang an konstant Noten im zweistelligen Bereich schreiben. Dürfte wohl selten vorkommen.
Ob das automatisch heißt, dass man im Examen auch eher schlecht ist, kann ich nicht sagen. Aber wenn man sich die Statistiken ansieht, ist es eher unwahrscheinlich, eine zweistellige Punktzahl zu erreichen (wobei das von Bundesland zu Bundesland auch nochmal unterschiedlich ist). Umgekehrt bedeuten gute Noten in den Scheinen auch nicht unbedingt eine gute Note im Examen, da auch die Klausuren in den Fortgeschrittenenübungen meiner Meinung nach nicht ansatzweise Examensniveau haben. Das Problem ist halt, dass jeder Student sich dieser Situation bewusst ist aber jeder insgeheim hofft, dass gerade er mal zu denjenigen zählt, die ein Prädikatsexamen schreiben (ich natürlich eingeschlossen ). Viele werden dann eben wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt...
Ich hab auch den Eindruck, dass es bei den Noten auch oftmals auf den Korrektor ankommt. Bspw. kommt es oft vor, dass Leute Hausarbeiten zusammen schreiben (natürlich nicht wortwörtlich, aber man tauscht sich ja mit anderen aus, so dass man inhaltlich mehr oder weniger die gleichen Probleme und Lösungen hat) und die Noten aber teilweise stark auseinander gehen.
Ich hab auch schon öfter Klausuren erfolgreich geschrieben, bei denen ich gedacht hab, sie nie im Leben bestanden zu haben und umgekehrt gedacht, dass sie gut gelaufen sind aber dann eben doch nur mittelmäßig bewertet wurden. Aber ich kann dich verstehen, gerade bei Hausarbeiten ist das ziemlich deprimierend, einige Wochen dranzusitzen und dann 4 oder 5 Punkte dafür zu bekommen.

Also insgesamt ist es wohl normal, dass die Noten durchwachsen sind, aber im Examen eine überdurchschnittliche Note zu erzielen, ist sehr, sehr schwer. Da sollte man sich nichts vormachen. Das merkt man spätestens, wenn man in einem Klauurenkurs mal eine Übungsklausur auf Examensniveau geschrieben hat.
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Alt 16.05.2007, 19:47
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AW: Notengebung krank...

Hoi das macht ja richtig Mut.
Das Paradoxe ist ja, dass ich einer Freundin bei der HA Tips etc gegeben habe und so und teilweise ihre HA korrigiert habe und sie hat 14 Punkte....

Das stinkt doch zum Himmel...

naja egal

aufstehen

weitermachen...
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  #4 (permalink)  
Alt 16.05.2007, 20:06
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AW: Notengebung krank...

Solche Sachen kennt eigentlich jeder. Mal abgesehen davon, daß Bewertungen nach "Nase" vergeben werden, achtet man als Korrektor gerade bei den Anfängerarbeiten sehr auf die Form. Da kann es gut sein, daß sich die Schere zwischen zwei inhaltlich gleichen Arbeiten durch den Stil ergibt. Saubere Subsumtion, akkurater Gutachtenstil, gutes Problembewußtsein, saubere Streitdarstellung. Manchmal sind's Nuancen, und manchmal kann man's kaum anders als mit 'nem "schlechten Tag" erklären.

Die Jana
__________________
fiat iustitia et pereat mundus.

...ich meinte in welchem Kommentar oder so, wen juckt denn der Gesetzestext?
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  #5 (permalink)  
Alt 16.05.2007, 20:26
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AW: Notengebung krank...

Wobei wir hier wieder bei Jabko83 und der Aufsatztheorie wären.

Tatsächlich liegt vieles an der Lesebrille des Korrektors, um so mehr weißt hier Wunderlich richtigerweise auf den Stil und die Detaillierung hin.

Sodann zeichnet sich dem Korrektor eben, auch bei inhaltlich gleichenden Aufgabenstellungen ein Sympatiebild.

Welches allerdings,kann auch Glückssache sein!


Lg.


Ps. Frust lohnt kaum, wer hat derlei nicht schon mal??? Dauerfrust allerdings sollte ein Überdenken lohnenswert machen.

Kopf hoch und durch !!!
__________________

Gott soll all die mit Blindheit beschlagen, welche meine Meinung ernst nehmen. oder mich gar positiv bewerten >freu
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.

Kritik oder Beschimpfungen werden sinngemäß abgearbeitet
http://www.youtube.com/watch?v=e2Qpmie5Gd0&NR=1
oder
http://www.youtube.com/watch?v=XkiqvPsaKAQ&NR=1
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  #6 (permalink)  
Alt 16.05.2007, 20:57
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AW: Notengebung krank...

was, dazu gibt´s sogar ne Theorie?
Wobei es in der Schule wohl eher darauf ankommt, ob man bei seinem Deutschlehrer beliebt ist....

Aber das mit der unterschiedlichen Bewertung stimmt schon. Es ist teilweise schon erschreckend, wie krass die Unterschiede im Korrekturstil sind. Während viele Korrektoren auf 10 Seiten Geschriebenem 4 Wörter mit der Randbemerkung "schön!" unterstreichen und man den Eindruck nicht los wird, sie fliegen nur über den Text und wenn sie ein Schlüsselwort erblicken, gibt´s dafür eben Punkte, fassen die anderen (die wohl offensichtlich mehr Zeit haben) wirklich datailgenau zusammen, was vergessen wurde und was den besonders gut ist.
Bei der Benotung speilt der äußere Eindruck der Klausur wie schon gesagt wohl auch eine wichtige Rolle. Als schlecht bezahlter, unter Zeitdruck stehender Korrektor hätte ich auch keine Lust, schwer entzifferbare, völlig zusammenhangslose Klausuren durchzulesen und meine Laune wäre dementsprechend mies. Der Grund dafür, warum ich mir selbst immer 0 Punkte geben würde
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  #7 (permalink)  
Alt 17.05.2007, 17:12
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AW: Notengebung krank...

Hi...

Ich finde Deine ersten Noten super!!! Auch wenns in der HA "nur" 4 Punkte sind...Gerade bei den HA werden oft wenig Punkte vergeben...Ich hatte mal einen super netten Prof, der hat sich alle Klausuren und HA persönlich durchgelesen und der hat meine Klausur hochgepunktet..Der Korrektor gab mir 6 Punkte und der Prof 9...Es ist einfach so, dass sich die HA oft nicht durchgelesen werden...Es wird nach Stichwörtern gesucht etc...Also Kopf hoch, weiter fleißig sein und dann packst Du es!!!

Gruß Dana
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  #8 (permalink)  
Alt 17.05.2007, 19:46
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AW: Notengebung krank...

Die Klausuren und Hausarbeiten werden von Korrekturassistenten benotet, die nur wenig Zeit dafür haben. Sie unterstreichen die richtigen Sätze und wenn alles einigermassen stimmt, gibt es zwischen 4 und 8 Punkten.

Sind Fehler vorhanden, werden sie unangenehm und je nach Laune ist die Arbeit dann unter dem Strich.

Im Examen soll dies alles ganz anders sein, da dann Professoren korrigieren und die Kreativität der Studenten belohnen. Doch das ist eine Theorie, die ich noch nicht bestätigen kann (Examen im Januar, das lange Warten ist noch nicht beendet).

Da die Notengebung aber bundesweit einheitlich ist, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Die künftigen Arbeitgeber kennen das, schon aus eigener Erfahrung.
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  #9 (permalink)  
Alt 17.05.2007, 20:31
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AW: Notengebung krank...

Naja das Korrektoren wohl manchmal leicht genervt sind kann ich wohl verstehen, aber dass dann teilweise solche Ergebnisse rumkommen finde ich irgendwie krank....
Die bekommen halt einen recht mageren Hungerlohn, so um die 7 euro pro Hausarbeit glaub ich.
Das ist eigentlich nichts, wenn man bedenkt, dass meine HA z.B. 40 Seiten umfasst hat.

@Dana

Danke sowas baut auf....

@Rest

Auch euch einen herzlichen Dank.

Nachdem ich gestern ordentlich einen Drauf gemacht habe gehts mir gleich viel besser und ich bin noch motivierter

Das wäre doch gelacht wenn ich das nicht besser könnte....

MFG

Ich
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  #10 (permalink)  
Alt 17.05.2007, 20:44
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AW: Notengebung krank...

Zitat:
Zitat von Remby:
Da die Notengebung aber bundesweit einheitlich ist, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Die künftigen Arbeitgeber kennen das, schon aus eigener Erfahrung.
Wobei die verschiedenen Staatsexamina in den einzelnen Bundesländern (inoffiziell) wohl auch nicht unbedingt als gleichwertig angesehen werden. Bspw. gelten Examina in Hessen oder Bremen im Gegensatz zu den gefürchteten Examina in BW oder Bayern wohl eher als "leicht". So zumindest der Ruf...
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