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Alt 08.06.2006, 06:20
alexpkoeln alexpkoeln ist offline
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Das Jurastudium!

Aus meinen reichhaltigen Erfahrungen, möchte nun auch ich ein paar nützliche Tips für Interessierte abgeben!

Bevor man mit dem Jurastudium anfängt, sollte man sich über einiges im Klaren sein.

1) Wie finanziere ich das Studium
2) Reich mein Intellekt überhaupt
3) Werde ich es durchstehen
4) Wer werden meine Freunde sein

Zu 1)

Sich das Studium zu finanzieren ist freilich nicht einfach. Oft wurde ich gefragt, was denn so teuer ist. Vielleicht die Bücher? Oder ein Repititorium? Mag es gar die Jura-Mensa sein, die extra für Juristen eingerichtet wurden ist, weil mit denen sonst niemand am Tisch sitzen mag? Das alles ist natürlich völliger Blödsinn! Die meisten Mittel, vorhanden oder nicht, wird man dafür aufwenden müssen sich anzupassen. Denn nichts ist schlimmer als wenn man nicht direkt als Jurist identifiziert wird. Angefangen vom FAZ Abo, bis hin zu den - absolut elementaren - Timberland Schuhen und der natürlich obligatorischen Barbourjacken. Von extremer Wichtigkeit ist ferner, dass man sich schon vor dem Studium mit ca. 120 verschiedenen Polo Shirts (pro Farbe) eindeckt. Wichtig hierbei: Sie müssen Qualität haben, damit der Kragen auch beim zweiten tragen noch steht (falls man überhaupt die Frechheit besitzt, die Uni zwei Mal im Laufe des Studiums mit ein und denselben Shirt zu betreten). Für die Damenwelt ist freilich unerlässlich, dass die passenden Ohrringe getragen werden. Sie sollten klein und perlenförmig sein. Die Handtasche natürlich aus dem Repetoir von "Sex and the City". Alles darunter wird an der Gaderobe nicht angenommen. Und dann müsste man sein Gut ja ins Schliessfach tun. Aber der gute Jurist weiss: Das wird sowieso aufgebrochen, weil alle Pädagogik Studenten Diebe sind und stets um die Schliessfächer rumschlawänzeln und nur darauf warten, dass die Juristen mal gerade mit Prosecco-Trinken beschäftigt sind, weil sie ihre erste Anfängerklausur beim 2. Versuch mit 4 Punkten geschafft haben. Beherzt man diese Tips, dann kann nichts schief gehen. Zur Finanzierung: Einfach am Essen sparen. Denn: Wer keine Wespentaille hat, der ist sowieso schon mal unten durch!

Zu 2)
Selbstverständlich haben alle Juristen vor dem Studium 120 Fortbildungskurse in sämtlichen Variationen der neuen deutschen Rechtschreibung absolviert. Bestenfalls wurde ohnehin schon ein Philosophie- Germanistik- und Linguistikstudium per Fernuni vorher studiert. Darunter sollte man lieber nicht anfangen. Immerhin könnte man in die peinliche Situation kommen, mal ein ernsthaftes Gespräch mit einem Komilitonen führen zu müssen. Dies passiert eher selten, sind die Lieblingsthemen eher neue Kollektionen von Boss oder Manolo....Trifft man an einen sehr gebildeten Juristen, könnte es aber auch mal um den Marktwert diverser Fussballspieler gehen. Immerhin geht es dort auch um Verträge. Kann man all dies nicht vorweisen, sollte man zumindest 2 Jahre vor Beginn des Studium den Brockhaus auswendig lernen. Man muss zwar nicht verstehen was man lernt, aber es muss sich zumindest gut anhören.

Zu 3)
Nein.

Zu 4)
Solltest Du dir ein Repititorium leisten können, nachdem du adäquat gekleidet bist, ist der Repititor Dein Freund. Vorausgesetzt, du zahlst jeden Monat pünktlich. Solltest Du dir keinen Repititor leisten können, weil Du neben den Timberlands noch Daniel Hechter für dich entdeckt hast, könntest Du es in einer Studentenverbindung probieren. Dort hast Du auf einen Schlag ganz viele neue Freunde. Es sei denn, Du trittst ein. Wenn Dir ganz langweilig ist, kannst Du, aber nur wenn es keiner sieht, mal bei den anderen Fakultäten vorbeisehen. Solange keiner merkt, das Du Jurist bist, könnte es klappen. Verplappere dich bloß im Suff nicht. Sonst stehst Du wieder alleine da. Daher am besten zu den Pädagogen gehen und immer brav bei Räucherstäbchen Tee trinken.

Zu 5)
Immer wenn Du denkst, dass du etwas geschafft hast, merkst du, dass etwas Neues kommt mit dem DU nicht gerechnet hast. Zum Beispiel ein Punkt 5.

Viel Spass dabei.
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Pugna et vince!
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