Dies ist eine Diskussion zu Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? innerhalb des Forums Tierrecht
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| Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? Tierfreundin (T) erfuhr über das Internet, dass in den USA jedes Jahr einige Millionen Hunde, Katzen und Kaninchen in Tierheimen getötet werden durch Einschläfern oder Vergasen, das allerdings oft nicht fachgerecht durchgeführt wird. (Erschlagen von Streunern gibt es leider auch in süd- und südosteuropäischen Ländern.) T findet das schrecklich. Sog. puppy mills in den USA züchten massenweise Welpen, die dann sogar in Zoohandlungen in Einkaufszentren (!) verkauft werden. Die Tiere werden dort z.B. in etwa 50 x 50 x 50 cm großen Boxen präsentiert. Tiere scheinen in extremer Weise zum consumer good verkommen zu sein. Ist man sich ihrer überdrüssig, werden sie ausgesetzt, streunen; die Tierheime werden von Tieren überschwemmt, haben kein Geld und töten die Tiere. In Deutschland gibt es auch Tierquälerei und es werden Tiere ausgesetzt, aber es werden doch keine Tiere im Tierheim getötet. In D gibt es wenigstens ein Tierschutzgesetz, wobei jedoch die Einhaltung nicht immer in dem gewünschten Maße kontrolliert wird (z.B. Tiertransporte). T findet es bedauerlich, dass z.B. Kaninchen oder Meerschweinchen auch in deutschen Tierhandlungen verkauft werden und allzu oft zu Spontankäufen verleiten. Nach Ostern werden die Tierheime regelmäßig von Kaninchen überschwemmt, weil die Eigentümer auf einmal Zeitmangel haben. T erinnert sich, dass noch etwa Anfang der 80 er Jahre z.B. in bayerischen Gartenzentren auch Welpen und kleine Katzen verkauft wurden. Mittlerweile beobachtet T dies nicht mehr. Somit kann man wenigstens Hunde nicht mehr spontan kaufen. Frage: Gibt es mittlerweile eine Norm, die den Verkauf speziell von Hunden in Geschäften verbietet? Oder ist das eine regional begrenzte Beobachtung? Oder machen das die Tierhandlungen freiwillig? Vielen Dank für Ihre Antworten! T macht sich auch Gedanken, über welche positiven Erfahrungen zum Thema Tierschutz man aus dem deutschen Rechtssystem amerikanischen Tierfreunden berichten könnte, ohne natürlich anmaßend zu sein. Denn letztendlich muss die Nachfrage unterbrochen werden, damit das Angebot der puppy mills zurückgeht. In D wird das Eigentumsrecht § 903 BGB ja durch § 90a BGB und das Tierschutzgesetz eingeschränkt. Aber mehr weiß T auch nicht. Der Eigentumsbegriff und somit die Konsumfreiheit ist wahrscheinlich im amerikanischen Rechtssystem nicht so eingeschränkt. Ein ökonomisches Instrument zur Steuerung der Hundehaltung wäre ja die Hundesteuer, aber als ordnungspolitisches Instrument wird sie anscheinend in D nicht mehr gesehen. Die Sätze variieren auch sehr von Gemeinde zu Gemeinde. Viele Grüße Dinkelkeks |
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| AW: Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? Es ist übrigens nicht nur in Amerika so, dass Hunde und Katzen in Tierhandlungen angeboten werden, sondern auch in europäischen Staaten weit verbreitet! Selbst dort, wo man vermutet, dass es nicht so sei und Tierschutz eine wichtige Rolle spiele - so z. B. in Frankreich gesehen! Tiertransporte sind übrigens Angelegenheit der EU und werden durch diese kontrolliert. Da es zu wenig Personal gibt, ist es seit der EU-Osterweiterung jedoch schwer, die zahlreichen Transporte zu überwachen! In Deutschland, der Schweiz und Österreich engagieren sich aber zahlreichen private Tierfreunde, die die Grenzen "überwachen". Jeder hat die Möglichkeit bei auffälligen Transporten die Polizei zu rufen, damit diese den Transport kontrolliert! Dem Körnerfutter-Phänomen kann ich uneingeschränkt zustimmen! Grundlage der Nager ist Heu und Stroh, darüber hinaus sollte man Obst und Gemüse füttern - Kraftfutter braucht wirklich kein Kaninchen!! www.megazoo.com >> habe gerade ein bißchen recherchiert... Hunde und Katzen werden auch in Deutschland in Zoohandlungen angeboten. Dies ist nur ein Beispiel - dahinter steht Fressnapf!! |
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| AW: Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? statt des deutschen tierschutzgesetzes, welches nicht mal im grundgesetz verankert ist, würde ich mal in österreich schauen! dort ist tierschutz seit einigen jahren im gg verankert! infos finden sich auch unter www.vgt.at ich denke dort finden sich schon interessante informationen, mit denen man arbeiten kann. betreff germany: auflagen für zoogeschäfte gibt es inzwischen schon, diese werden kontrolliert und einigermaßen durchgesetzt durch die ansässigen veterinärämter. es gibt dort eine vorgeschriebene ( manchmal denke ich, sie meinen eher vorgeschlagene ) qm zahl, welche für so und soviele kaninchen und meerschweinchen etc eingehalten werden sollen. in nrw gab es in den späten 70ern und frühen 80ern auch tierhandlungen, welche welpen zum kauf angeboten haben. da es aber dort in den kleinen boxen im schnitt 10-15 welpen hockten ( z.t. waren diesen nicht mal größer als 2,5 m x 1 m!!) viel zu viele verletzungen gab, ebenso enorme krankheitsausbrüche, wurde diese art der haltung und der verkauf verboten. lediglich eingetragene züchter und auch private "vermehrer" haben das recht, hunde zu verkaufen. über die dort zu findenden "wölfe im schafspelz", sogenannte profittis, brauch ich jetzt nicht zu schreiben. und da diese ach so "süßen" kleinen hundis ja hinter scheiben für alle möglichen passanten zu sehen waren, schrien sie alle Ihhhh, ohhh nein ohh jehh....und sie waren verschwunden. in meiner stadt hat eine zooh. es sogar versucht, gänse zu verkaufen. der gleiche händler, wie auch damals mit den hunden. wie diese ausgeschaut haben, denke ich mal, ist jetzt nicht relevant zu berichten. man kann es sich vorstellen. dies war in den 90ern!! die gänse ( bzw. der rest, welcher überlebt hat ) waren, nachdem unsere schulklasse bei einem ausflug dort vorbei kam, binnen 14 tagen auf sämtliche höfe in der umgebung verteilt, der laden endlich dicht! leider nur ein kleiner erfolg, denn in den sog. legebatterien, kaninchenfarmen und sonstigen brut/zucht und tötungsanstalten sieht es mit der vorgeshiebenen qm zahl leider etwas anders aus! dort drücken sich auch keine mutties mit ihren kindern die nase an den scheiben platt und rufen "nein wie schlimm" nutztiere bzw. masttiere haben ( da tiere gesetzlich sowieso als sache gelten) nochmal einen anderen status, was ihre lebensqualität angeht, da ihre zeit recht kurz bemessen ist im vergleich zu anderen nutztieren, welche einen anderen zweck erfüllen sollen. eben ein ding, was zu funktionieren hat! in österreich ist z.b. seit 2006/07 die käfighaltung für alle zucht/mast-betriebe verboten! auch dort gibt es leider trotz verankerung im gg noch lücken in der art der formulierung der jeweiligen paragraphen, wo hindurch geshlüpft werden kann. aber imerhin ein ansatz zur verbesserung. die letzten farmtiere, welche ebenso vor der extrem unwürdigen käfighaltung beschützt wurden, waren die kaninchen. pelztiere, hühner etc wurden vor gezogen, die kaninchen aber vergessen. unter dem o.g. link gibt es einen ca. 3 min. abspann, der ziemlich erschütternd demonstriert, was den sog. nutztieren so "blühte". sorry, nix für schwache nerven! auf diesen und auch auf andere proteste haben in österreich alle supermärkte geschlossen kaninchenfleisch aus dem handel genommen. somit haben sie die züchter mit ihren mammut-farmen in die knie gezwungen, der staat handelte und verbot nun auch die massenkäfighaltung für die nachzügler kaninchen. umgestiegen wurde auf so genannte bodenhaltung, boxen etc...noch nicht o ganz nach geschmack, aber ein vielfaches beser als der schund vorher. wie o.g., finden sich immer noch formulierungsschwächen und lücken in den regelungen, welche es gilt, in zukunft ab zu ändern/zu verbessern. es ist noch ein langer und steiniger weg bis alle tiere, welche wir nutzen und auch lieben, nicht mehr als sache gelten, sondern endlich gesetzlich als wesen verankert und geschützt werden. wenn man hier und auch in einer menge anderer staaten/länder überhaupt dieses einsehen bekommt. geht ja auch um immens viel profit. man solle niemand verdammen, wer fleisch isst, jedoch muss ein umdenken statt finden, das jedes lebenween, vor allem wenn wir es schon auffressen, das minimale recht hat, in würde zu sterben! denn wenn der mensch noch nicht mal es schafftt vor der kleinen kreatur würde zu waren und auch zuteil kommen zu lassen, wird das auch nie klappen, diese jemals vor der eigenen spezies zu waren! |
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| AW: Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? huups- sorry lg kleinefee |
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| AW: Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? @ Oliverk71: Eher negative Erfahrungen mit Veterinärämtern habe ich auch schon gemacht. Ich bin gespannt, wie sich die steigenden Getreidepreise auf das Angebot der Futtermittelindustrie auswirken. Das mit den Verlagen habe ich mir schon gedacht. Die Lobbygruppen sind überall. @Jurastudentin82: Auf den Kanarischen Inseln habe ich Hunde in Zoohandlungen auch schon gesehen. Auf eine europäische Richtlinie werden wir da wohl noch etwas warten müssen . . Animals´ Angels machen Kontrollfahrten und schulen Polizisten in ganz Europa vor Ort. Die Vorschriften sind so kompliziert, dass die Einhaltung im Polizeialltag nur sehr schwer zu kontrollieren ist und die Dienstherren schulen diesbezüglich praktisch nicht. Habe mal mit einem Fahrer eines Rindertransporters gesprochen und der meinte, schuld sei die EU, weil alle kleinen regionalen Schlachthöfe geschlossen werden, die den Tieren längere Transporte ersparen würden. Und es gibt halt leider Leute in Europa, die stehen auf billiges und frisches Rind-, Pferde- und Eselfleisch, daher auch die Lebendtiertransporte. Den Megazoo finde ich bedenklich. @ kleinefee: Danke für die Info über Österreich! das mit der Kaninchen-Massenhaltung ist so schlimm. Und die Leute sind immer noch so unverbesserlich und kaufen Jacken mit Pelzbesatz. Undercover-Recherchen aus England zum Handel mit Kaninchenpelzen in Europa habe ich mal auf http://www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.org/ gefunden. Letztes Jahr gab´s doch bei uns auch einen Kaninchenmastskandal: http://www.vier-pfoten.de/website/ou...184&language=1 Zwei Supermarktketten haben daraufhin Kaninchenfleisch aus ihren Regalen genommen und der Supermarkt bei uns um die Ecke hat´s Gott sei dank noch immer nicht wieder in das Sortiment genommen. Bin selbst marktwirtschaftlich geprägt, aber manchmal verzweifle ich schon, wenn Gewinnstreben solche Auswüchse annimmt. Und neue Gesetze werden von hochbezahlten Lobbygruppen vereitelt. |
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| AW: Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? hi dinkelkeks, ja mit dem mode-accessoire pelz wird man wohl nie richtig von der backe kriegen! die schaffen es aber auch immer wieder dies in allen varianten dem käufer unter zu jubeln. so erblickte ich einst haarschmuck in form von plüschigen pompoms....süß dachte ich erst, beim anfassen dann der schock: wackelnasenfell! auch sollte man mal ein auge drauf haben, was denn mit den schon produzierten pelzen, welche ab nd an aus dem handel genommen werden oder die auf lager liegen. diese werden dann kurz geschoren und als anderes material deklariert, weil es kaum noch erkennbar ist, dass es ursprünglich pelz ist. im schlimmsten falle steht drinnen "schurwolle" und man weiß nicht, dass sich mal locker 120 tote nerze an mich schmiegen! den skandal gab es schon mal, da verkauften alle nur noch "fake fur"...schön nd gut, aber die meisten der klamotten waren vom innenfutter mit dem o.g. ausgestattet! von wegegn fake.... bei den links habe ich fast !zu mehr fehlen mir grad die worte.... und zu dem getreide-thema: da kann ich froh sein und sagen, dass ich diesen ganzen aparat nicht stütze, meine fellbälle sind körnerfrei!!! hab nämlich keine lust auf nierenkranke zucker kanins.... lg kleinefee |
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| AW: Warum verkaufen Tierhandlungen keine Hunde aber Kaninchen? Es wird z. B. auch aus Katzenfellen Pelz hergestellt, der dann anschließend als Kunstpelz verkauft wird! Daher entsteht auch immer wieder Unruhe, wenn plötzlichen Katzen nach dubiosen "Altkleidersammlungen" verschwunden sind. Kommt leider gar nicht so selten vor! Zu Österreich fällt mir allerdings trotz der Verankerung des Tierschutzes im GG etwas nicht so schönes ein. Pferdefleisch wird dort als Delikatesse angesehen und fleißig importiert und exportiert (z.B in Handelbeziehung mit Italien). Als Pferdefreund finde ich das besonders schrecklich!! Zudem ist Tierschutz doch auch im deutschen Grundgesetz verankert - in Art. 20 a GG! Geändert von Jurastudentin82 (28.04.2008 um 18:11 Uhr). |
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