Dies ist eine Diskussion zu Hund wird ständig allein gelassen, bellt stundenlang innerhalb des Forums Tierrecht
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| Hund wird ständig allein gelassen, bellt stundenlang folgender fiktiver Fall: Person A wohnt in einem Haus mit Balkon den diese Person oft zum Rauchen nutzt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnt (vermutlich) eine WG, von der sich ein Mitbewohner einen Labrador anschafft. Nun wechseln ständig die WG-Mitglieder und das ursprüngliche Herrchen ist auf einmal nicht mehr zu sehen. Das "neue" Herrchen/Frauchen nimmt es mit der Tierpflege nicht so genau: sagen wir, sie gehen mit dem Hund vielleicht einmal in der Woche gassi, lassen ihn stundenlang allein - auch nachts!, so dass der Hund seinen Kummer mit etremem Bellen, das Person A sogar auf der anderen Straßenseite hört und Kratzen am Fenster kundtut. Frage: Person A weiss nicht, was sie tun soll, da der Tierschutzverein der Stadt auch nach mehrmaligen Versuchen nicht zu erreichen ist. Das Ordnungsamt ist nachts nicht besetzt. Sollte Person A dort tagsüber anrufen und der Hund bellt gerade nicht, steht A dann als Spinner da? Die gleiche Frage lässt sich auch in Bezug auf die Polizei stellen. Hoffe, jemand hat einen guten Ratschlag, das arme Tier tut einem bitterlich leid! Vielen Dank, Sandra |
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| AW: Hund wird ständig allein gelassen, bellt stundenlang Hallo ;-) Wenn niemand zu erreichen ist (hat der TSV nicht vielleicht im Internet seine Öffnungszeiten angegeben?) und der Hund ist gerade am bellen (nachts) - würde ich in diesem fiktiven Fall die Polizei rufen. Dann kann man dieser auch gleich von seinen Beobachtungen berichten - und vielleicht wäre sogar eine Anzeige gegen den/die Tierhalter möglich. Diese wird dann normalerweise an den TSV weitergeleitet und dieser muss dann auch einschreiten und sich von dem Wohlergehen des Tieres überzeugen. Kann man nicht direkte Nachbarn fragen ob sie auch etwas bemerkt haben und dies auch bezeugen würden? Vielleicht wäre es auch möglich, eine andere Tierschutzorganisation (vielleicht in einer grösseren, nah gelegenen Stadt) über die Zustände informieren - die können dann entweder den eigentlich zuständigen TSV verständigen oder selbst tätig werden - oder wie wäre es mit der Tierschutzorganisation TASSO? Es wäre auch nicht schlecht wenn man präzise Vorfälle (wie oft, wie lange alleine gelassen) angeben kann. Ich hoffe, dem armen Tierchen kann in diesem fiktivem Fall geholfen werden. cateyes |
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| AW: Hund wird ständig allein gelassen, bellt stundenlang Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich in der Nacht normalerweise niemand darum kümmert. Man sollte seine Beschwerden protokollieren und tagsüber weitergeben.
__________________ Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz. Albert Einstein Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: Hund wird ständig allein gelassen, bellt stundenlang Vor allem sollte man die Vorfälle protokollieren. Jeweils mit Uhrzeit und wenn möglich Zeugen. Das kann man auch ein paar Tage im Nachhinein machen, wenn man ein gutes Gedächtnis hat. Die herbei gerufene Polizei kann ebenso als Zeuge fungieren. Geht es dem A eigentlich um den Tierschutz oder um seine Ruhe? Ich fürchte letzteres ist wesentlich einfacher durchzusetzen. Wenn es um den Tierschutz geht, so ist das Ordnungsamt der richtige Ansprechpartner. Das kann aber auch von der Poizei informiert werden. Jedenfalls sollte sich der Amtsveterinär ein Bild von der Lage machen. Meiner Erfahrung nach haben die Amtsveterinäre aber eine recht hohe Schmerzgrenze. Ich halte den direkten Weg - ohne Beteiligung von Beamten - für den besten: das direkte Ansprechen der Verantwortlichen. Wenn man zufällig noch jemanden kennt, der gerne einen Labrador hätte... um so besser. Obwohl der Tierschutz in Deutschland im weltweiten Vergleich Spitzenklasse ist, gibt es da noch viel zu tun. Das größte Problem ist m.E., dass Tiere zu schnell und unüberlegt angeschafft werden. Und dann kriegt der Halter auf einmal doch einen Job oder die Kinder interessieren sich nicht mehr für das Tier. Die vom TierSchG eigentlich geforderte Sachkunde ist nur in den seltensten Fällen vorhanden und je nach Tier ist auch die vorgeschriebene artgerechte Haltung kaum erfüllt. Ist ja auch kein Wunder, da Tiere selbst im Baumarkt verkauft werden und natürlich besonders gerne junge Tiere (bei Hunden: Welpen) angepriesen werden. Die sind ja sooo süß und wer denkt da schon dran, dass das Vieh viel größer wird und auch mehr als nur Streicheleinheiten braucht? Der Händler kümmert sich einen feuchten Kehrricht um die Sachkunde des potenziellen Käufers und verkauft einfach noch ein schlechtes Buch dazu - zack, Sachkunde vermittelt?! Bei Kleintieren werden oft auch noch viel zu kleine Käfige dazu verkauft und auch werden die Tiere oft einzeln abgegeben, obwohl Einzelhaltung oft Tierquälerei ist. Zucht und Handel sollten m.E. enorm eingeschränkt werden, dann gibt es auch weniger Probleme bei den Haltern. Unüberlegte Spontankäufe sollten unterbunden werden. Leider kümmert sich der Tierschutz in erster Linie um die Tiere und kaum um die Beseitigung der verursachenden Umstände auf politischer Ebene (auch lokal), was wohl daran liegt, dass die meisten Tierfreunde eher emotionale Menschen sind.
__________________ Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht. (Hagen Rether) |
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