Dies ist eine Diskussion zu Exoten mit Viruserkrankung innerhalb des Forums Tierrecht
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| Exoten mit Viruserkrankung zuerst wünsche ich einen schönen Tag. Mich würde eine grobe Meinung zu folgendem fiktiven Sachverhalt interessieren. Angenommen ein Privater Züchter von Schlangen fängt sich eine unheilbare hochinfektiöse Viruserkrankung ein die fast ausnahmslos tödlich verläuft und sich durch kleinste Staubpartikel etc. aerogen von einem Tier zum nächsten verbreitet und bekanntermaßen ganze Exotenbestände in relativ kurzer Zeit dahinrafft. Nun hat das sterben bei diesem Züchter begonnen und er bekommt durch ein Labor eine Befund. Nachdem er nun weiß das seine Tiere krank sind veräußert er infizierte Tiere und deklariert sie nachweislich aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustand als frische Importe und betäuert das Wilfänge immer schlecht aussehen etc. Im Nachhinein stellt sich dann für den neuen Besitzer raus das es gar keine Wildfänge waren sondern eigene Nachzuchten die ihr böses Beipack natürlich schon bei öffnen des Behälters mit der Luft verbeitet haben und nach und nach sterben dem neuen Besitzer sagen wir mal 20 Tiere, unter anderem auch legal gehaltene unter Artenschutz stehende Arten. In dem Fal hätten wir folgende Fakten: 1. der Verkäufer wußte lange vor dem Verkauf von der tödlichen Infektion. Nachweislich. 2. er deklariet die kranken Tiere als Importe, nachweislich! 3. er gesteht, nachweislich das er wußte das in seinem Qurantäneraum ein Virus die Runde macht. Was sagt das Recht dazu? Fällt sowas nicht nebenbei auch unter vorsätzliche Tierqualerei? Anmerkung: Sollte irgendwas an dem fiktiven Fallbeispiel nicht Regelkonform sein bitte einfach editieren. MfG Geändert von Phoneus (24.01.2010 um 15:59 Uhr). |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Zitat:
Dazu kommt eventuell noch mehr Ärger auf ihn zu. Ich kenne mich im Reptilienbereich nicht so aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass das erkrankte Tier illegal nach Deutschland verbracht worden ist und eventuell auch illegal aus dem Herkunftsland ausgeführt wurde. Des weiteren könnte es sich um eine Urkundenfälschung handeln, wenn der Verkäufer z.B. amtliche Papiere fälscht, um sie falsch zu deklarieren. Ziemlich sicher dürfte hier aber ein Betrug vorliegen. Im Tierschutzgesetz habe ich dagegen nichts passendes gefunden. Es sei denn, der Händler handelt gewerblich. Dann müsste ich noch mal nachschlagen. |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Hi, erstmal danke für deine Einschätzung. In obigem Beispiel waren es ja keine Importe sondern stellten sich als selbst gezüchtete in D geschlüpfte Tiere raus die nur aufgrund ihres Gesundheitszustand als Importe deklariert worde. Mit verstoß gegen das Tierschutzgesetz meinte ich das der Verkäufer ja davon ausgehen mußte das sich weitere Tiere anstecken und Qualvoll verenden. |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Ich habe keine Ahnung, ob es das Virus in Deutschland überhaupt gibt oder ob es aus dem Ausland eingeschleppt wird. Daher die Vermutung, dass ein Tier nach Deutschland geschmuggelt wurde und die anderen angesteckt wurden. Wenn es nicht so ist, dann fällt diese Möglichkeit eben weg. Die Sorge des Betroffenen wird doch in erster Linie sein, ob er seinen Schaden ersetzt bekommt, oder nicht? In Bezug auf das TierSchG gehe ich davon aus, dass Vorsatz vonnöten ist und nicht nur Fahrlässigkeit. Das sollte ggf. noch jemand bestätigen. |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Hi, der Virus wurde zum ersten mal in einem europäischen Serpentarium festgestellt. Bis auf wirklich wenige (ine handvoll) nachweise stammen alle aus privaten Zuchten. Jeder gewerbliche Händler bestätigt das die Chance sich das Virus über frische Naturentnahmen einzufangen sehr sehr gering sind. In obigem Fallbesipiel, hatter der Verkäufer zuvor nachweislich Tiere von jemandem übernommen der bekanntermaßen schon mehrfach wegen diesem Virus in Veruf bekommen ist. |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Das bringt allerdings wieder andere Möglichkeiten. Ein fahrlässiges verbreiten des Virus kann unter wirklich ungünstigen Umständen auch für die einheimische Reptilienfauna relevant werden. Ähnliches ist schon mit einem Amphibienpilz passiert der über Exotische Tiere eingeführt wurde und nachweislich schon einheimische Tiere befallen hat. Aber wie du sagst geht es hauptsächlich um einen Schadensersatz. Manche Halter sind lediglich der Meinung das Verkäufer die solche Krankheiten fahrlässig bis vorsätzlich verbreiten dafür auch richtigt bestraft werden sollten. |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Wenn Bedenken bezüglich der Einhaltung des TierSchG bestehen, so könnte man den zuständigen Amtsveterinär verständigen. Hier scheint dann aber eher doch das Tierseuchengesetz TierSG einschlägig zu sein. Habe ich aber gerade auch nur gegoogelt. http://www.gesetze-im-internet.de/viehseuchg/index.html Schau einfach mal selbst, dürfte interessant sein. Schaut auch übersichtlich aus, nicht so wie das Monster BGB. Hier nur mal ein Beispiel: Zitat:
Ob bestimmte Krankheiten nun meldepflichtig sind oder nicht, musst du ebenfalls selbst nachschlagen: http://bundesrecht.juris.de/tierseuc...011780991.html |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Hi, jetzt wirds doch spannend. Fast alle Paramyxoviridae sind da gelistet. Leider stehen keine wissenschaftlichen Namen dabei, aber ich werde mich reinarbeiten. Aus einer wissenschaftlichen Arbeit geht hervor das eigentlich alle paramyxoviridae theoretisch in der Lage sind ihren Wirt zu wechseln und demnach theoretisch die Möglichkeit besitzen humanpathogen zu werden. Paramyxoviridae sind für wirklich schlimme Tierseuchen verantwortlich. http://de.wikibooks.org/wiki/Medizin...aramyxoviridae Vielen Dank an der Stelle nochmal. Edit: Fast alle Paramyxoviren sind gelistet. Der Schlangenparamyxovirus konnte allerdings noch keiner genauen Gattung zugeordnet werden und ist demnach auch nicht wirklich gelsitet. allerdings sind wie gesagt alle anderen Viren de Taxons dort enthalten. Wie das genau bewertet wird kann ich nicht beurteilen. |
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| AW: Exoten mit Viruserkrankung Zitat:
Gerade ist schlagartig mein Verständnis für den sehr strengen australischen Zoll gestiegen. Die seriösen Reptilienhalter (bzw Terraristik allgemein) sollten sich organisieren (falls sie es nicht schon sind) und entschieden gegen die schwarzen Schafe vorgehen. Im Grunde habe ich ein sehr gutes Bild von denen, da i.d.R. sehr fachkundig und bemüht, ebenso wie Halter von Spinnentieren oder Amphibien. Leider hört man immer wieder von schwarzen Schafen, die z.B. lebende Tiere leichtsinnig mit der Post versenden oder eben sowas wie geschildert. Was man da alles machen könnte: wichtige Aufklärungsarbeit leisten (geschieht, denke ich), Workshops geben (z.B. zum Töten von Futtertieren), Seminare (z.B. Rechtliches vermitteln), Partnerschaften (z.B. mit wissenschaftlichen Einrichtungen) bilden u.v.m. Zitat:
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