"Ware kommt nicht an -Fall"

Dieses Thema ""Ware kommt nicht an -Fall" - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Aedudc, 24. März 2012.

  1. Aedudc

    Aedudc Neues Mitglied 24.03.2012, 18:49

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    "Ware kommt nicht an -Fall"

    Guten Tag allerseits,

    ich hab eine frage, mal angenommen man verkauft auf amazon etwas als privater verkäufer und versendet es als standard versand weil der käufer nicht mitgeteilt hat es versichert zu senden und tage später kommt es nicht an und ich habe kein beleg aber ein zeuge indemfall mutter oder freund wäre ich da im recht?

    Danke im vorraus.
  2. Kataster

    Kataster V.I.P. 24.03.2012, 20:07

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    AW: "Ware kommt nicht an -Fall"

    Ich denk mal, der Warenwert war gering, sonst hätte man es ja in jedem Falle versichert versendet. Sendungsverfolgung auch bei Päckchen möglich, aber nicht unbedingt aussichtsreich. Zeugen für Versand wenig hilfreich, das Problem ist ja, dass es nicht angekommen ist.

    Regulierung gemäß Bedingungen Amazon. Ist Lehrgeld, damit, dass eine unversicherte Sendung nicht ankommt, muss man rechnen. Man muss sich als Verkäufer schon Gedanken machen, ob und wie Ware ankommt.
  3. Aedudc

    Aedudc Neues Mitglied 24.03.2012, 22:43

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    AW: "Ware kommt nicht an -Fall"


    ich habe das was gefunden das belegt, dass ich im Recht stehen würde:

    Bei einem Versendungskauf versendet der Verkäufer auf Wunsch des Käufers die Kaufsache an einen anderen Ort als den Erfüllungsort (dies wäre der Wohnsitz des Verkäufers) schickt. In der Regel wird mit dem Transport ein Drittunternehmen wie DHL beauftragt. Nach § 447 BGB geht die Gefahr der Lieferung mit der Übergabe an das Transportunternehmen auf den Käufer über.

    Deshalb haftet der Verkäufer nicht mehr für Lieferung der Ware, wenn er diesen ordnungsgemäß zum Transport abgegeben hat.

    Beim Versand im Internet ersteigerter Waren trägt in der Regel der Käufer das Verlustrisiko bzw. Versandrisiko. Das gilt aber nur bei privaten Verkäufern. Dann stellt sich die Rechtslage wie folgt dar: Bei einem Kauf über die Internetplatform ebay reicht es aus, wenn der Verkäufer die Ware ordnungsgemäß der Post oder einer “zur Versendung bestimmten Person” übergibt. Es handelt sich um einen sogenannten Versendungskauf. Das Risiko des Verlustes oder der Beschädigung der Ware geht damit auf den Käufer über. Wenn der Verkäufer allerdings nicht beweisen kann, dass er die Ware der Post bzw. dem Versandunternehmen zumindest übergeben hat, ist er zum Schadensersatz verpflichtet.
    Nicht viel anders sieht es bei dem Angebot des versicherten Versands aus. Auch dann haftet grundsätzlich der Käufer für den Verlust des Paketes. Allerdings erwirbt er gegen den Verkäufer einen Anspruch auf Übertragung (Abtretung) des Versicherungsanspruchs gegen das Versandunternehmen. Dieser Anspruch kann einen vollwertigen Ersatz darstellen, muss es aber nicht.
    Fraglich ist die Rechtslage bei dem Angebot des kostenlosen und unversicherten Versands. Hier wird dem Käufer praktisch die Möglichkeit genommen, ohne eigenes Risiko die Ware abzuholen, weil der Versandkostenanteil praktisch schon im Kaufpreis enthalten ist. Hier lässt sich nach unserer Auffassung erfolgreich argumentieren, dass der Verkäufer durch das Angebot des kostenlosen Versands auch das Risiko übernommen hat, dass die Ware auch tatsächlch ankommt.

    ich habe mich da auch schlau gemacht, dass zeugen als beweis dienen und der käufer müsste auch beweisen das er die ware nicht bkommen hat, wie sehen sie/ihr das? da ist die rechtslage doch klar?
  4. Kataster

    Kataster V.I.P. 25.03.2012, 13:30

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    AW: "Ware kommt nicht an -Fall"

    Tja, da hat der Käufer demnach Pech gehabt. Da das Päckchen ohne Beleg ausgeliefert wird, kann er das wohl vergessen. Juristisch ist das dann so.
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