vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag

Dieses Thema "vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag - Arbeitsrecht" im Forum "Arbeitsrecht" wurde erstellt von thomass64, 8. August 2007.

  1. thomass64

    thomass64 Neues Mitglied 08.08.2007, 17:29

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    vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag

    arbeitnehmer x hat einen befristeten arbeitsvertrag. kurz vor dem zeitpunkt zum ablauf des vertrags findet ein gespräch statt, in dem der arbeitnehmer mit geteilt bekommt, dass die firma seinen vertrag befristet verlängert. das im arbeitsvertrag festegesetzte ende des arbeitsverhältnisses ist nun überschritten, ohne das der arbeitnehmer einen neuen vertrag bekommen hat. der arbeitgeber hat aber zur kenntnis genommen das der arbeitnehmer weiterhin seiner arbeit nach geht. kann der arbeitnehmer nun auf einen unbefristeten vertag bestehen?
    vielen dank für eure hilfe...
  2. Pro

    Pro V.I.P. 08.08.2007, 18:08

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    AW: vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag

    Hallo

    Sollte X tatsächlich ohne AV weiter arbeiten, dann kann er einen unbefristeten Vertrag anstreben bzw diesen verlangen. Denn ein befristetes AV bedarf zur Wirksamkeit der Schriftform, siehe § 14 Abs. 4 TzBfG. Den unbefristeten AV bekommt man allerdings nicht einfach so, man muss schon eine Entfristungsklage innerhalb von 3 Wochen nach Beendigung des schriftlichen AV einreichen. Hierbei sollte man sich an einen Fachanwalt wenden.


    Gruß

    Pro
  3. RATom

    RATom V.I.P. 09.08.2007, 11:06

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    AW: vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag

    Dies ist grundsätzlich richtig, beantwortet aber eigentlich die Frage nicht:

    Der AN braucht nicht auf einen unbefristeten Vertrag zu bestehen, weil er ihn längst hat (keine Schriftformerfordernis). Was er machen kann, um Sicherheit zu erlangen ist zunächst auf einer schriftlichen Ausfertigung gemäß § 2 NachwG zu bestehen. Erst wenn das nicht erfolgen sollte, ist imho der Zeitpunkt, die Hinweise von Pro aufzugreifen.
  4. Pro

    Pro V.I.P. 09.08.2007, 12:56

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    AW: vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag

    Hallo,

    Sehe ich leider nicht so, wenn der AG eine schriftliche Erklärung zur Beendigung des AV dem AN mitteilt. Siehe § 17 TzBfG. Bekommt der AN keine schriftliche Erklärung des AG, dann hat er natürlich den Anspruch auch ohnen ein Schriftformerfordernis.

    Man hat zwar unumstritten einen Anspruch auf ein unbefristetes AV, jedoch kann der AG (ich glaube da gab es eine 4 Wochen-Frist)dem AN die Beendigung des befristeten AV mitteilen. und dann muss man folglich klagen. Allein durch ein paar Tage ohne AV arbeiten, dürfte, sofern der AG eine gute Begründung für den verspätete Aushändigung des AV hat, keinen Anspruch auf Entfristung begründen.

    Deshalb ist gerade bei Entfristungen Vorsicht geboten und eine anwaltliche Beratung unumgänglich.

    Gruß

    Pro
  5. RATom

    RATom V.I.P. 09.08.2007, 14:04

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    AW: vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag

    Was er aber laut SV eben nicht getan hat - aber ich habe früher auch gerne den SV gequetscht :rolleyes:

    Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
    1. Das unbefristete AV kommt zustande, indem der AG den AN unbeanstandet weiter arbeiten läßt. Dabei geht es natürlich nicht um Sekunden, sondern um einen "unverzüglichen Widerspruch", den der AG führen muß, wenn der AN "vertragswidirig" weiterarbeitet. Unverzüglich bedeutet aber in einem Fall, in dem die Befristung nach § 15 I TzBfG nach dem Kalender befristet ist, aber sicherlich nicht 4 Wochen, sondern im Zweifel höchstens "während des ersten Arbeitstages nach Ende der Befristung".
    2. Wenn der AG später auf der Beendigung des befristeten Vertags beharrt, dann muß der AN selbstverständlich die gerichtliche Klärung nach § 17 herbeiführen. Die besteht dann aber darin, genau das, was ich unter 1. gechildert habe, festzustellen.
  6. Pro

    Pro V.I.P. 10.08.2007, 08:45

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    AW: vertragsverlängerung in unbefristeten vertrag

    Hallo
    Ich glaube ich habe etwas vergessen bzw etwas verwechselt. Natürlich geht dies aus dem SV nicht hervor, könnte jedoch noch folgen.

    Anders sieht es aus, wenn der AN vor der Unterzeichnung des schriftlichen Arbeitsvertrags bereits seine Arbeit aufgenommen hat und der AG vorher mit ihm mündlich keine Befristung vereinbart hat. In diesem Fall bezieht sich die Vereinbarung nicht auf eine unwirksame mündliche Absprache. Dann kann die zeitliche Befristung gerechtfertigt sein, wenn der AG dafür sachliche Gründe hat. Aber gut, dass ist hier nicht der Fall.

    Ansonsten gebe ich Ihnen natürlich recht. :)

    Gruß

    Pro
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