Urheberrecht von Katalogbildern in geschlossener Datenbank

Dieses Thema "Urheberrecht von Katalogbildern in geschlossener Datenbank - Urheberrecht" im Forum "Urheberrecht" wurde erstellt von BjuR, 13. September 2017.

  1. BjuR

    BjuR Neues Mitglied 13.09.2017, 07:33

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    Urheberrecht von Katalogbildern in geschlossener Datenbank

    Hallo in die Runde,

    eine Firma A bastelt eine Software, mit dessen Hilfe deren zahlenden Kunden B Inventar verwalten können. Das ist für den Kunden auch recht einfach, wenn z.B. eine Artikelnummer eines Anbieters vorliegt, werden die Daten automatisch vervollständigt, also Beschreibungen, Bilder oder Datenblätter.

    Die Bilder, Datenblätter und Artikeldaten stammen vom Hersteller / Lieferanten C, dort liegen sie öffentlich auf der Webseite. Es wird also ein kleiner Crawler durch das Netz geschickt, der alles zusammen stellt.

    Der Kunde B selbst nutzt die Datenbank nur für sich in seiner Firma intern, es besteht also kein Zugriff von außen, die Bilder werden also nicht veröffentlicht.

    Ist sowas rechtlich gesehen schon eine Urheberrechtsverletzung am Bild, Datenblätter bzw. eventuell sogar an den Katalogdaten der Artikel?

    Alternativ kann B die Daten auch selbst von der Homepage per Copy&Paste zusammen stellen und in der Datenbank von A speichern. Also ohne Crawlen.

    Was kann C rechtlich verbieten lassen?
    Nachteile hat C eigentlich nicht, weil Kunde B eigentlich nur das Inventar in der Datenbank speichert, was er zuvor von Hersteller/Lieferant C gekauft hat.

    Warum könnte Hersteller/Lieferant C was dagegen haben?
    Ganz klar: Er bietet ebenfalls eine solche Software nur für seine Artikel an und möchte diese natürlich mit seinen "exklusiven" Produktdaten als Verkaufsvorteil gegenüber Firma A anbieten. Firma A ist aber vielfältiger und vereint alle Produktdaten unterschiedlichster Hersteller/Lieferanten und macht die Software dadurch für den Kunden B flexibler (und ist auch günstiger).

    Wie kann Firma A sich rechtlich einwandfrei verhalten?

    Möglichkeit 1:
    Firma A speichert nicht das Bild/Dokument, sondern ausschließlich den Link auf das Bild bzw. Datenblatt und bietet das seinen Kunden B an.
    Die Produktdaten werden kopiert.

    Möglichkeit 2:
    Firma A bietet keine solche Möglichkeit an und der Kunde B speichert die Bilder/Datenblätter und Produktbeschreibungen per Copy & Paste in seiner Datenbank.

    Ich würde mich freuen, wenn ein paar Stellungnahmen / Hinweise kämen.
    Das diese Frage natürlich für Firma A einen Anwalt erfordert, ist verständlich.
    Jedoch sollte Firma A auch nicht unvorbereitet sein.

    Danke
    Frank
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.09.2017, 11:59

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    Das ist grundsätzlich eine Veröffentlichung im Sinne des UrhG.

    Die Wiedergabe ist öffentlich, wenn sie für eine Mehrzahl von Mitgliedern der Öffentlichkeit bestimmt ist. Zur Öffentlichkeit gehört jeder, der nicht mit demjenigen, der das Werk verwertet, oder mit den anderen Personen, denen das Werk in unkörperlicher Form wahrnehmbar oder zugänglich gemacht wird, durch persönliche Beziehungen verbunden ist.]
    §15 Abs.3 UrhG

    Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind untereinander nicht durch persönliche, sondern durch berufliche Beziehungen verbunden.
    Die Fotos sind auf jedenfall als "einfache Lichtbilder" (§72 UrhG), meistens aber als "Lichtbildwerke" (§2 UrhG) geschützt.

    Allerdings ist es laut aktueller Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, 21.10.2014 – C-348/13) so, daß das "Embedding", also das Einbinden mittels img src, eines Inhaltes von einem fremden Server keine Vervielfältigung darstellt, sondern rechtlich wie ein Link auf die entsprechende URL des Inhalts zu werten ist. Und so ein Link ist urheberrechtlich zulässig.

    Wer fremde Inhalte "embedded" läuft allerdings immer Gefahr, daß
    a) ein Serverbetreiber das abblockt, indem der Server solche Requests von fremden Seiten nicht ausliefert - dann hat man lauter Fehlermeldungen auf der eigenen Seite
    b) der Serverbetreiber URLs ändert, dann hat man falsche Inhalte auf der eigenen Seite
    c) dieses Einbinden nicht mag und z.B. Fotos nackter behaarter Männergesäße statt der eigentlich erwarteten Bilder ausliefert.

    Letzteres macht sich dann nicht so gut auf der eigenen Seite. (Ich schreibe das jetzt, weil wir mal mit dieser Methode durchschlagenden Erfolg gehabt haben...:D)

    Das wäre eindeutig unzulässig, weil eine unzulässige Vervielfältigung und Veröffentlichung.
    Letzteres.
    Außerdem wäre zu prüfen, ob hier eine fremde Datenbank unzulässig vervielfältigt wird. Siehe dazu §§ 87a bis 87e UrhG. Darüber mag ich jetzt nicht weiter gründeln, käme wohl darauf an, was da wie ganz konkret im Detail genutzt wird.

    Wenn man die genutzte Quelle bei C als Datenbank im Sinne des UrhG einstuft, wäre es unzulässig, ob man das so einschätzen kann... ? :kA:

    Wenn man C aus welchem Grund auch immer nicht einfach fragen will, ob er Einwände hat, dann sollte man das vielleicht mit einem auf die Materie spezialisierten Rechtsanwalt klären, es gibt ja mittlerweile etliche Rechtsprechung zum Datenbankschutz.

    Der Knackpunkt wäre aber, daß B Nutzer ist, und im Streitfall eher B Ärger mit C bekommen würde als A.
    Dann bewegen wir uns auf das Gebiet des unlauteren Wettbewerbs zu. Da könnte A u.U. Ärger bekommen. Er übernimmt ungefragt und unzulässig einfach eine Leistung eines Wettbewerbers...
    Die ganze Idee konkret von einem auf Urheberrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.
    Alles andere könnte u.U. sonst teuer werden.
    Das dürfte deutlich unproblematischer sein. Für B allerdings natürlich auch deutlich unbequemer.
  3. BjuR

    BjuR Neues Mitglied 13.09.2017, 14:49

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    Hallo,

    erstmal danke für Deine zusammenstellung und umfassende Antwort.

    Natürlich habe ich schon in etwas geahnt, dass ein Bild problematisch ist, was Sie ja auch ausgeführt haben.
    Jedenfalls wäre dann die URL auf das Bild/Datenblatt eine mögliche Lösung, mit den entsprechenden Konsequenzen.

    Aber die Daten zu einem Gerät (das sind ja Artikelbezeichnung, Beschreibung, technische Daten) wären auch ein Problem im Sinne des Urheberrechts?

    Wo wäre denn da die Schöpfungshöhe? Es handelt sich ja um Katalogdaten nüchtern betrachtet.

    Wenn ich also eine Software schreibe, mit der ich mein Inventar inventarisiere und die Produktdaten des Herstellers nehme, meine Anwendung Mehrbenutzerfähig wäre, ist das urheberrechtlich ein Problem?

    Auch bei einer geschlossenen Datenbank, firmenintern?
    Was ist wenn die Firma z.B. eine Universität oder Schule ist, die ihr Inventar inventarisiert?

    Gruß
    Frank
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2017
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.09.2017, 23:12

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    Wenn dadurch eine fremde Datenbank unzulässig übernommen wird: ja.
    Datenbanken brauchen keine "Schöpfungshöhe", das UrhG schützt nicht nur "Werke", es enthält auch Leistungsschutzrechte.
    Wenn man eine Datenbank übernimmt, die ein anderer erstellt hat: ja.
    Ja. "Firmenintern" gibt's im Urheberrecht nicht. Es gibt nur Schrankenrechte bezüglich "einzelner Kopien zu ausschließlich privaten Zwecken".
    Genauso. Für bestimmte Unterrichtszwecke dürfen urheberrechtlich geschützte Werke in bestimmten Umfang kopiert werden, aber keine Datenbanken, und außerdem steht den Urhebern dafür eine Vergütung zu, die über die zuständigen Verwertungsgesellschaften entrichtet wird.
  5. BjuR

    BjuR Neues Mitglied 15.09.2017, 07:09

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    Hallo,

    das klingt so, als ob ich schon das Urheberrecht bzw. den Leistungsschutz damit verletze, wenn ich Artikeldaten und Beschreibungen von einer fremden öffentlich zugänglichen (Shop-)Webseite kopiere und diese zwecks interner Inventarisierung zur Beschreibung meiner gekauften und vorhandenen Geräte zusammen mit meinen Arbeitskollegen nutze.

    Wenn ich das noch im Rahmen der Lehre mache, z.B. ich inventarisiere wissenschaftliche Geräte als Arbeitsmittel kann man als Firma/Einrichtung Probleme bekommen.

    Greift das so weit?

    Übernimmt man damit eine Datenbank, wenn nur Teile daraus kopiert werden? z.B. der Anbieter hat 15000 Geräte, man selbst besitzt aber nur 500 und inventarisiert die?

    Ich weiß, Fragen über Fragen, aber im Moment klingt das so, als ob man keine Möglichkeit hat, sein Firmeninventar zu inventarisieren.

    Einzige Möglichkeit wäre vielleicht, dass man die Mitarbeiter unterschreiben lässt, dass man eine intensive Freundschaft pflegt, bevor der Zugang gewährt wird. Aus der Funktion "Neuen Benutzer anlegen" wird dann "Neuen Freund anlegen" ...

    Jedenfalls vielen dank für deine Ausführungen.

    Gibt einige Denkansätze.

    Lieben Gruß
    Frank
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 15.09.2017, 11:10

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    Nein. Das ist ja keine Übernahme einer fremden Datenbank.
    Wenn man Teile aus der Datenbank kopiert - ja. Der Datenbankschutz ist nicht nur auf die Gesamt-Datenbank beschränkt.
    Aber Daten einer fremden Datenbank zu nutzen ist bei weitem nicht automatisch die Übernahme einer Datenbank.

    Die ganze Idee muss man ganz konkret in ihren technischen Details mit Hilfe eines auf die Materie spezialisierten Rechtsanwalts prüfen, ob und wenn ja wo rechtliche Fallstricke liegen (können).
  7. BjuR

    BjuR Neues Mitglied 15.09.2017, 12:10

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    Letzteres, also die Überprüfung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt, wäre sowieso Pflicht, alles andere wohl zu naiv. In jedem Fall vielen lieben Dank für deine Denkansätze, haben mir sehr geholfen.

    Ich vermute mal, dass eine Lösungsansatz folgender wäre:

    Firma A stellt die Software zur Verfügung mit der Möglichkeit, dass die Nutzer B mit Angabe einer Katalognummer und dem Hersteller C,D,E,... sich die Artikeldaten für einzelne Artikel vervollständigen lassen können. Der Zugriff erfolgt in dem Moment vom Rechner des Nutzers B auf das Shop-Systems des Herstellers C, D, E, ....

    Bilder werden als Link gespeichert, Anleitungen auch. Wenn der Hersteller halt die Links ändert, ist das ein Problem des Nutzers B.

    Der Nutzer B kann aber entscheiden, ob er die Daten der Bilder und der Anleitungen für sich in seinem privaten Bereich kopieren lassen möchte.

    Der Nutzer B entscheidet ebenfalls eigenständig, wem er die eigene Inventarsammlung zusätzlich zugänglich macht, ob nur seinen Freunden oder Kollegen.

    Firma A nennt die Funktion "Neuen Benutzer anlegen" einfach in ein "Einen Freund einladen" um...

    Geräte, die der Hersteller C,D,E,... aus seinem Sortiment genommen hat, pflegt Firma A selbst, Bilder dann nicht oder macht die Bilder selbst und stellt diese Nutzer B zur Verfügung. Oder der Nutzer B kopiert sie sich selbst und fügt sie seinem Inventareintrag zu.
    Zusätzlich erstellt Firma A eine Datenbank mit aktuellen Geräten und fügt dem noch einige zusätzliche Informationen hinzu (Kompatibilitäten zwischen unterscheidlichen Herstellern, Zubehör, Ersatzteile, ...)

    Wenn also das Urheberrecht in irgendeiner Form tangiert wird, wäre Nutzer B dafür verantwortlich. Problem für die Hersteller C,D,E, ... wäre dann aber, dass sie gegen ihre eigenen Kunden vorgehen müssten.

    Firma A wäre eigentlich nur zu belangen, dass sie so eine Schnittstelle in deren Software haben. Aber das wäre weniger das Problem des Urheberrechts als des Wettbewerbsrechts.

    Lieben Gruß
    Frank
  8. zabki

    zabki Junior Mitglied 15.09.2017, 12:20

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    Vielleicht kann noch eine kleine Formulierungsungenauigkeit mißverständlich sein.

    Im UrhG ist von "Teilen der Datenbank" die Rede, nicht von "Teilen aus der Datenbank". Bei letzterer Formulierung könne man auch an pure Daten denken. Ich vermute mal, daß mit der Formulierung des Gesetzes aber mindestens irgendwie vorstrukturierte Daten gemeint sind.

    Achtung! Vorstehendes ist eine nicht-fachkundige Meinungsäußerung!
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