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Untervermietung Absetzbarkeit

Dieses Thema "Untervermietung Absetzbarkeit - Steuerrecht" im Forum "Steuerrecht" wurde erstellt von Angela987, 30. Mai 2009.

  1. Angela987

    Angela987 Boardneuling 30.05.2009, 09:35

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    Untervermietung Absetzbarkeit

    Hallo Forum, hier meine Fragen:
    Wenn jemand von seiner Mietwohnung einen Raum untervermietet, zu einem relativ geringfügigen Preis (wie z.B 200 €) - ist das in der Einkommenssteuerklärung anzugeben? Wenn ja, was kann er dann steuerlich absetzen, und wie ist das in der Anlage V einzutragen?
    In der Anlage V gibt es lediglich den Punkt 31: Andere Einkünfte , Einkünfte aus Untervermietung von gemieteten Räumen.
    Was ist tatsächlich absetzbar, und wo trägt man das ein?
    Zusatzfrage:
    Der Untermieter ist Hartz4 Empfänger. Der Mietzuschuss, den er erhält, beinhaltet keine anderen Kosten, wie Strom, Telefon etc.
    Kann der Hauptmieter, der den Hartz4 Empfänger nicht zusätzlich belasten will(Hartz4 ist wenig genug) , in privater Absprache dessen Mietanteil kürzen und den Rest den Strom - etc - Kosten zurechnen? Geht diese private Abmachung das Jobcenter sowie das Finanzamt etwas an?
    Vielen Dank
  2. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 30.05.2009, 10:57

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Ja das ist anzugeben. Es handelt sich um Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach § 21 EStG. Abzusetzen sind anteilige Kosten wie Heizung, Grundsteuer, Müll-, Straßengebühren, eben alles, was der Vermieter einem in Rechnung stellt, dann anteilig auf die Wohnfläche reduziert. Zur letzten Frage, das kann der Hauptmieter machen, aber das wäre dann Sozialbetrug (§ 263 StGB), weil ,wie Sie ja selbst wissen und sagen, Stromkosten etc. nicht vom Amt getragen werden. Sie müssten dann aber logischerweise die Mietkosten höher angeben als sie tatsächlich sind und nicht "kürzen". Wahrscheinlich meinten Sie das aber auch so. Ich bin übrigens der Meinung, dass man von 345 Euro plus Miete und Heizung gut über die Runden kommen müsste, wenn man alleinstehend ist, ich habe als Student jedenfalls erheblich (!) weniger zur Verfügung und habe keinerlei finanzielle Probleme. In anderen Ländern wäre das der Himmel auf Erden den deutschen Hartz IV Satz zu bekommen. Aber das nur am Rande.

    p.s. Falsche Angaben beim Sozialamt gehen alle etwas an, vor allem den Staatsanwalt.
  3. Angela987

    Angela987 Boardneuling 30.05.2009, 12:14

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Vielen Dank für die Antwort.
    Es ging nicht um Falschangaben, es waren Fragen DAMIT nichts falsch gemacht wird aus Unkenntnis.
    Also wird man anteilige Stromkosten der Miete zurechnen, wenn ich das richtig verstehe. Können dann diese anteiligen Stromkosten, um die sich die Miete erhöht, ebenfalls abgestzt werden?
    Zur Anlage V: Welches sind die entsprechenden Zeilen, in denen die Kosten der Wohnung eingetragen werden - oder muss man das auf einem gesonderten Papier erläutern? Die Gesamtmiete der Wohnung ist nicht aufgeschlüsselt in Kosten für Grundsteuer, Müll etc., es wird ein Betriebskostenvorschuss bezahlt, der Teil der Kaltmiete ist. Lediglich der Heizkostenvorschuss ist als Summe erkennbar. Wie macht man das nun? Kann man beim Hausbesitzer eine Aufschlüsselung der Pauschalmiete verlangen? Ist das überhaupt möglich, da es seit einigen Jahren keine Betriebskostenabrechnung mehr gibt - dafür wurde dieser Betriebskostenvorschuss eingeführt.
    Ich bin dankbar für jede Info.
  4. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 30.05.2009, 12:55

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Ich meine, es kommt drauf an, was mietvertraglich vereinbart wurde!

    Das Steuerformular können wir Ihnen hier auch nicht ausfüllen....

    Was ist ein "Betriebskostenvorschuss"? Ist nun eine Pauschal- oder eine Kaltmiete mit BK-Vorauszahlungen vereinbart? Wenn nicht eine Pauschalmiete vereinbart wurde, dann haben Sie Anspruch auf eine jährliche Abrechnung der Betriebskosten, § 556 Abs. 3 BGB. Das kann man alles ohne Kenntnis des genauen Wortlautes des Mietvertrages nicht sagen.
  5. Angela987

    Angela987 Boardneuling 30.05.2009, 13:16

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Ist mir schon klar. dass niemand hier Formulare ausfüllen kann.
    Ich find einfach keine entsprechenden Rubriken ,wo man die Kosten der Wohnung eintragen könnte, deswegen meine Fragen an jemanden, der sich vielleicht besser auskennt.
    Es ist eine Kaltmiete mit BK-Vorauszahlungen vereinbart. (laut Zusatz zum Mietvertrag 'um die Abrechnung zu vereinfachen und jährliche Veränderungen der Daueraufträge zu vermeiden') Die BK-Vorauszahlungen sind seit einigen Jahren konstant geblieben. Seitdem haben die Mieter des Hauses keine Betriebskostenabrechnungen mehr gesehen - was die meisten als gutes Zeichen nehmen, da sich überall die allg. Kosten eher erhöhen.
    Kann man diese monatl. BK-Vorauszahlung als Grundlage zur steuerlichen Absetzung der Vermietungskosten ansetzen? Plus der Stromkosten?

    Tut mir leid, dass ich unwissend bin, aber darum bin ich ja auf dieses Forum gekommen.

    Danke
  6. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 30.05.2009, 14:49

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Das ist nicht in Ordnung, dass der Vermieter nicht abrechnet, dazu ist er wie gesagt verpflichtet. Haben Sie den Paragraphen gelesen? Sie haben jetzt wohl den Nachteil, dass Sie die Betriebskosten steuerlich nicht absetzen können. Denn es ist steuerlich so: Was einem zufließt, dass muss man dem Finanzamt erklären. Aber absetzen kann man nur das, was man nachweisen kann und deshalb anerkannt wird vom FA und letztlich den Finanzgerichten. Insofern bleibt es dabei, dass der Hauptmieter hier nichts absetzen kann, meiner Meinung nach, weil keine Abrechnung vorliegt, aus der sich die anteiligen Betriebskosten ergäben. Vorauszahlungen sind Vorauszahlungen auf Kosten und keine Kosten, deshalb muss ja gerade regelmäßig abgerechnet werden, ob ein Guthaben oder eine Nachzahlung entstanden ist. Das mit dem Strom vergessen Sie unabhängig davon ganz schnell! Das sind weder Betriebskosten noch wird das vom Amt getragen. Stromkosten eines Privathaushaltes sind steuerlich wie sozialrechtlich reines Privatvergnügen. Einzige Ausnahme sind die für die Heizung anfallenden Stromkosten, die sind aber Teil der Heizkosten (HeizKostenVO).

    FAZIT: Der Hauptmieter muss also die 200, - Euro mtl. in seiner Steuererklärung angeben (in welcher Spalte auch immer), und damit hat es sich bis auf weiteres.

    p.s. Wenn es für die Werbungskosten/Betriebskosten keine Spalte im Formular gibt, dann gibt es wohl keine, d.h., man muss eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellen auf einem separaten Blatt und dann das Ergebnis als erzielte Einkünfte angeben. Aber ehrlich gesagt verstehe ich bei 2.400 Euro im Jahr die ganze Aufregung nicht, weltbewegend wird die steuerliche Auswirkung jedenfalls auch so nicht sein.
  7. Angela987

    Angela987 Boardneuling 30.05.2009, 15:34

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Vielen vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Wenn ich alles richtig verstanden habe, kann man aber wenigstens den Heizkostenvorschuss, zu dem es ja jährlich eine Abrechnung inkl. Nachzahlung oder Gutschrift gibt, absetzen....?
    Würde es helfen, evtl. vom Hausbesitzer eine Bescheinigung zu bekommen, dass er den Betriebskostenvorschuss im vollen Umfang gebraucht hat - denn im anderen Fall hätte er doch ganz sicher eine Nachzahlung gefordert.

    Aber ich versteh schon, es könnte auch sein, dass es ein Guthaben gibt, dass der Hausbesitzer zurückhält, und somit sind die tatsächlichen Kosten nicht bekannt.

    Aber die Heizkosten sind möglich, nicht war?

    Wenn man in ELSTER 2400 € Mieteinnahmen eingibt, ohne jegliche Absetzung, kommt eine Steuerzahlung von über 900 Euro heraus. Das ist schon ne Menge, oder?

    Zur Anlage V: Es hagelt Fehlermeldungen, wenn man auf Seite 1 nur die Adresse einträgt. Dann werden Daten verlangt Anschaffung - Fertiggestellt - Veräußerung.....wenn man einfach nur geschätzte Werbekosten einträgt, werden andere Einträge verlangt, und all das ist für eine Mietwohnung nicht relevant .
    Wenn man eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellen würde - wo würde man den Endbetrag dann eintragen können, wenn es nur Fehlermeldungen gibt?

    UND NOCH ETWAS. HAB ICH GRAD GEFUNDEN. IST DAS RICHTIG? SCHEINT MIR AUF JEDEN FALL LOGISCH ZU SEIN :
    "Die Mieteinnahmen einschließlich Nebenkosten angeben und als Aufwand die selbst gezahlte Miete einschließlich Nebenkosten für den anteiligen Wohnraum angeben . Sind die Beträge gleich hoch, dann ist es ein Null-Summen-Spiel. Wird von dem Untervermieter eine höhere Miete verlangt, dann sind das positive Einkünfte, die zu versteuern sind"

    Das ist in diesem Fall der Fall. Die 200€ entsprechen exakt dem Verhältnis ziwschen den vermieteten Quadratmetern und dem entprechenden Mietanteil. Es wird kein Gewinn gemacht.
    Vielleich gibst noch einmal eine Antwort, mit etwas Geduld? :)
    Vielen Dank
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2009
  8. Oerdiz

    Oerdiz Senior Mitglied 30.05.2009, 16:29

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass Betrug vorliegt, wenn es sich beim Mieter um einen evtl. Lebensgefärten o. dgl. handelt und man hier nur einen Mietvertrag vorgaukelt, damit das Amt mehr leisten muss.

    Denn im Grunde sind ja die Zeiten vorbei, wo arme Studenten im Studienstädten wie bspw. Frankfurt am Main bei älteren Rentnerinnen ein Zimmer bewohnten, die sich so etwas zur Rente dazuverdienten.

    Zudem kann der Hartz IV Empfänger sich selbst eine eigene Wohnung anmieten, soweit die Größen die nach den Sozialgesetzen zulässigen Werte nicht übersteigen.

    Daher verwundert es mich etwas, dass man hier Bad und Küche sich teilen will und ein wenig von seiner Privatsphäre aufgibt. Deshalb, ich will natürlich nichts unterstellen, kommen mir da so einige Gedanken.
  9. Angela987

    Angela987 Boardneuling 30.05.2009, 20:20

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Ich find das gut, dass Sie nichts unterstellen wollen. Es handelt sich nicht um Lebensgefährten, und es gibt auch keinen 'vorgegaukelten' Mietvertrag.

    Ich bin hier, weil es ein Forum ist, wo man Fragen stellen kann, wenn man etwas nicht versteht, und wenn man obendrein Schwierigkeiten hat, Formulare zu verstehen.

    Nebenbei gesagt, gibt es meines Wissens heutzutage viele Menschen, die sich Bad und Küche in WG's teilen, da sie sparen müssen.
    Danke
  10. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 30.05.2009, 22:38

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Da muss man auch gar nichts unterstellen. Das Amt wird hier in der Tat prüfen, ob eine bloße Wohn- oder doch eine Lebens- und damit Bedarfsgemeinschaft iSd SGB II vorliegt. Der Hinweis ist somit durchaus praxisrelevant.
  11. Tiger63

    Tiger63 V.I.P. 31.05.2009, 02:37

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    In diesem Fall sollte man die Steuererklärung in Papierform machen.... ;)

    In Zeile 7 der Anlage V ist dann die Fläche der ganzen Wohnung sowie der eigengenutzte Anteil einzutragen, bei den Mieteinnahmen in Zeile 9 die Fläche des vermieteten Zimmers.
    Die selbst (anteilig) für dieses Zimemr gezahlte Miete einfach in Zeile 48 unter sonstige Werbungskosten eintragen...Mietverträge kopieren und beilegen...Übertrag auf Zeile 19 ... Überschuss in Zeile 20....und fertig!
  12. Oerdiz

    Oerdiz Senior Mitglied 31.05.2009, 21:08

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Das mag so sein aus Sicht des Vermieters, aber was veranlasst den Hartz IV Emfpänger, sich eines Untermietverhältnisses zu bedienen?

    Wie ich oben schon schrieb, wundert mich es mehr, dass der Hartz IV Empfänger ein paar Zimmer anmietet statt einer kompletten Wohnung, die ihm ja bezahlt wird, wenn sie, m.W. 55 m², nicht überschreitet.

    Ich bin natürlich in diesem Sozialrecht nicht zu Hause aber soweit mir bekannt ist, bezahlt das Amt Nettomiete und Heizkosten. Warum also ein ALG 2 Emfpänger nun in eine Art WG einziehen möchte, ist mir schleierhaft. Er zumindest muss nicht sparen, da die Kosten zusätzlich zum Bedarf bezahlt werden.

    Daher vermute ich, es handelt sich hier um eine Lebensgemeinschaft.

    Aber, eine Vermutung ist keine Unterstellung. Fühlen Sie sich also bitte nicht angegriffen.

    :)
  13. Angela987

    Angela987 Boardneuling 02.06.2009, 00:24

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Ich fühl mich nicht angegriffen, die vermutungen stören aber doch.
    Zur klärung: Es handelt sich um ein ex-ehepaar, dass nach der scheidung beschlossen hat, die gemeinsame wohnung zu behalten zugunsten des gemeinsamen kindes ( schwer chronisch krank, schon erwachsen aber noch in der ausbildung ). Da für die ex-ehefrau kein unterhaltsanspruch mehr besteht, hat sie hartz4 bewilligt bekommen. Laut Arbeitsamt handelt es sich um eine bedarfsgemeinschaft.
    Bezüglich meiner eingangsfrage denke ich inzwischen, dass es sich wohl gar nicht um eine untervermietung handelt ( was einen Gewinn einschliesst, nicht wahr?). All die steuerformulare haben mich auf die möglichkeit gebracht, und ich wollte nichts falsch machen. Aber es wird ja lediglich die gesamtmiete von beiden anteilig bezahlt. Wie auch immer, das soll das finanzamt beurteilen.
    Um weiteren 'vermutungen' vorzubeugen - sie sind kein Paar mehr, sonst hätten sie sich wohl nicht scheiden lassen. Die scheidung hat beiden, finanziell gesehen, nur grosse nachteile gebracht (vor allem der frau, die für den arbeitsmarkt zu alt ist), war aber unvermeidbar aus gründen, die hier in einem forum bestimmt nicht erklärt werden.
    Trotzdem, danke für die antworten.
  14. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 02.06.2009, 15:49

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Laut Arbeitsamt handelt es sich um eine bedarfsgemeinschaft.

    Dann ist eine Untervermietung zwischen den Beiden nicht möglich, Sie Witzpille!!!!

    Warum haben Sie das nicht früher gesagt? Den ganzen Quatsch mit den Steuern können Sie sich sparen....

    Zwei Hartz IVler wollen Steuern sparen - der Witz des Jahrhunderts...

    Wenn man keine Steuern zahlt, kann man auch nichts von der Steuern absetzen!!!
    Tiger63 gefällt das.
  15. Oerdiz

    Oerdiz Senior Mitglied 02.06.2009, 20:32

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    AW: Untervermietung Absetzbarkeit

    Naja, Bedarfsgemeinschaft heißt ja nicht, dass beide Bedarf haben. Soweit ich das lese bekommt nur die Ex-Ehefrau Hartz IV. Und der Ex-Ehemann bekommt die anteilige Miete für die von der Exfrau genutzten Räume vom Amt bezahlt. In diesem Fall ist das kein Fall für das Steuerformular Anlage V. Es liegt keine Vermietung vor, weil ja nur anteilig die Kosten bezahlt werden. Anders wäre es, wenn der Exmann höhere Zahlungen verlangt als ihn selbst die Räume kosten. Im Übrigen könnten hier sogar für den Exmann außergewöhnliche Belastungen absetzbar sein. Dazu bedarf es aber weiterer Ausführung, ob denn nun wirklich eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt.

    Gruß vom Oerdiz

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bedarfsgemeinschaft
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