Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

Dieses Thema "Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren - Familienrecht" im Forum "Familienrecht" wurde erstellt von Milka2012, 1. Mai 2012.

  1. Milka2012

    Milka2012 Boardneuling 01.05.2012, 17:36

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    Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Mal angenommen Frau X führt mit Herrn Y eine Beziehung. Herr Y verlässt sie und Frau X behauptet daraufhin, um ihn zurückzubekommen, sie sei schwanger. Es bleibt für ihn trotzdem bei der Beendigung der Beziehung, jedoch kommt es noch einmal zu intimem Kontakt zwischen beiden. Da Herr Y jedoch davon ausging, dass sie ja nicht "noch schwangerer" werden konnte, hatte er ungeschützten Verkehr mit ihr. 3 Jahre später erhält Herr Y ein Schreiben vom Jugendamt m. d. B. um Vaterschaftsanerkennung. Das Geburtsdatum des Kindes belegt jedoch, dass das Kind erst während der Zeit nach der Beziehung entstanden ist, sprich zwei Monate nach der Behauptung von Frau X schwanger zu sein.

    Hat Herr Y Chancen, durch dieses "Reinlegen" gegen Frau Y anzugehen? Wie handelt das Jugendamt gegenüber Frau X, die ja somit wissentlich 2,5 Jahre den Vater des Kindes verschwiegen hat?

    Vielen Dank für die Antworten!
  2. Kerzenlicht

    Kerzenlicht V.I.P. 01.05.2012, 18:58

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Inwiefern "anzugehen"? Was möchte Herr Y erreichen?

    Da kann sicher nur spekuliert werden, aber woher weiß denn Herr Y, dass dem so ist?
  3. Milka2012

    Milka2012 Boardneuling 01.05.2012, 19:06

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Es ist davon auszugehen, dass Herr Y nicht gewillt ist (in voller Höhe) Unterhalt zu zahlen, weil er sich durch das gezielte Herbeiführen der Schwangerschaft ungerecht behandelt fühlt.


    Gegenüber einer dritten Person könnte dies kurz nach der Geburt des Kindes eindeutig geäußert worden sein durch Frau X. Sprich, dass sie sich bewusst ist, dass Herr Y der Vater ist, sie dies aber gegenüber dem Jugendamt nicht angibt.
  4. Angelito

    Angelito V.I.P. 01.05.2012, 19:10

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Das mag sein das Herr Y nicht gewillt ist, dann wird er sein nicht wollen eben ändern müssen oder mit sämtlichen juristisch möglichen Schwierigkeiten rechnen müssen. Er ist dem Kind gegenüber zum vollen Unterhalt verpflichtet.

    Das Frau X den Vater nicht angegeben hat hat, wenn überhaupt, nur für sie Konsequenzen, für den Erzeuger ändert das rein gar nichts
    Humungus gefällt das.
  5. Milka2012

    Milka2012 Boardneuling 01.05.2012, 19:15

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Angelito, zunächst einmal danke für deine Antworten!

    Ist denn davon auszugehen, dass Herr Y auch nur den Bruchteil einer Chance hätte gegen die nun im Raum stehende Unterhaltsverpflichtung vorzugehen?

    Würde es sich bei Frau X um eine Hartz IV-Empfängerin handeln, müsste sie trotzdem mit Konsequenzen für ihr Handeln rechnen?
  6. Kerzenlicht

    Kerzenlicht V.I.P. 01.05.2012, 19:19

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Da war Angelito schneller - und natürlich alles richtig.

    Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass Herr Y sich von dem Gedanken frei machen sollte, dass der Unterhalt für die Mutter des Kindes ist - der Unterhalt ist für das Kind, welches im übrigen auch noch weitere Rechte dem Vater gegenüber hat.
  7. Milka2012

    Milka2012 Boardneuling 01.05.2012, 19:24

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Dank auch an Kerzenlicht für die Antworten!

    Was für Rechte hätte das Kind noch gegenüber Herrn Y abgesehen von der Unterhaltszahlung?
  8. Kerzenlicht

    Kerzenlicht V.I.P. 01.05.2012, 19:31

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  9. Milka2012

    Milka2012 Boardneuling 01.05.2012, 19:40

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Danke Kerzenlicht.

    Ich gehe davon aus, dass Herr Y in jedem Fall juristischen Beistand hinzuziehen wird, um keine Fehler zu machen.

    Schwierig wird für ihn vermutlich noch das Umgangsrecht, da er unter den Umständen des "Entstehens" des Kindes keinen Kontakt mit Frau X haben möchte, welcher durch das Umgangsrecht automatisch nötig wäre. Ebenfalls könnte er die Problematik sehen, dass das Kind durch die späte Mitteilung der Mutter keinen Bezug zu ihm hat.
  10. Kerzenlicht

    Kerzenlicht V.I.P. 01.05.2012, 19:50

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    AW: Unterhaltsverpflichtung nach über zwei Jahren

    Das bleibt Herrn Y allein vorbehalten dies zu entscheiden. Es ist aber erwähnenswert, dass auch das Jugendamt diese Aufklärung und die Berechnung der Unterhaltsverpflichtung leistet. Und dies unentgeltlich.

    Ob es sinnvoll ist noch einen kostenpflichtigen Anwalt zu beauftragen ist eine Frage, die nur Herr Y sich selbst beantworten kann. Persönlich würde ich diese Gelder lieber dem Kind zukommen lassen; aber das ist nur eine subjektive Ansicht.
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