Umgangsrecht / Wechselmodell

Dieses Thema "Umgangsrecht / Wechselmodell - Familienrecht" im Forum "Familienrecht" wurde erstellt von Meluha2011, 14. September 2017.

  1. Meluha2011

    Meluha2011 Neues Mitglied 14.09.2017, 18:33

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    Umgangsrecht / Wechselmodell

    Hallo zusammen!

    Es geht um die Anwendung/Durchsetzung des Wechselmodells.
    Seit 4 Jahren leben der Vater der Kinder (bald beide 6 Jahre alt) und die Mutter getrennt.
    Er lebt ca. 30 Km entfernt. Nach der Trennung ist sie in ihre alte Heimat gezogen weil hier alles sozialen Kontakte der Kinder und ihr leben.
    Bisher haben sich die PArteien uns immer außergerichtlich geeinigt; sei es wenn es um den Unterhalt geht oder um die Betreuung der Kinder. Gerade in Sachen Betreuung spielt auch der Vater eine große Rolle für die Kinder. Die Mutter hat immer versucht, dass die Bindung zum Vater sehr eng ist und keine Entfremdung entsteht, gerade weil die beiden zur Trennung noch sehr klein waren.
    In der Regel sind die Kinder am Wochenende beim Vater. Mal jedes zweite, mal zwei Wochenenden am Stück, mal auch in der Woche einen Tag, Das wurde bisher immer sehr flexibel abgestimmt. In den Ferien natürlich auch. Mal die Hälfte der jeweiligen Ferien mal etwas weniger.
    Die Kinder haben ihren Schwerpunkt dennoch bei der Mutter. Kindergarten, Freunde, Sport, Musik. All diese Aktivitäten nimmt die Mutter mit den Kindern wahr.
    Wenn die Kinder in der Woche beim Vater sind, weigert er sich die Kinder zum Sport oder zur Musik zu fahren. Weil ihm natürlich auch der Aufwand mit der Entfernung zu groß ist. Zum leidwesen der Kinder, die sich immer bei der Mutter beschweren.
    Seit einigen Monaten liegt Vater der Mutter in den Ohren, dass die Kinder doch 2 Wochen bei ihm und 2 Wochen bei ihrr leben könnten.
    Arbeitstechnisch ist das bei ihm sehr schwer , aber angeblich machbar. Da er aber beruflich auch viel unterwegs ist, müsste die Mutter wieder einspringen wenn es ihm nicht passt. Also schonmal nahezu unmöglich. Hinzu kommt, dass die Kinder dann ihre heißgeliebten Hobbies nicht ausführen können (die die Mutter bezahlt) weil er sie nicht fahren will. Selbst wenn er das machen würde, müsste er 3 mal in der Woche nach dem Kindergarten mit den Kindern eine Stunde Zeit tot schlagen, irgendwo hin fahren um dann die Kinder zu ihren Aktivitäten zu bringen. Das kann doch nicht im Sinne der Kinder sein?
    Und selbst im Wechselmodell kann er doch dann nicht wieder machen was er möchte oder wie es ihm gerade passt? Hier fehlen doch absolut die Ruhepunkte die sie normal im Alltag haben?
    Die Kindsmutter richtet sich im Umgang schon immer sehr nach ihm, weil es wichtig ist, dass die Kinder mit ihrem Vater Zeit verbringen. Auch kennt er den Allatag mit den Kindern kaum, bisher hat er sich immer die Rosinen rausgepickt.
    Die Mutter ist genauso berufstätig wie er. Heißt sollten die Kinder mal krank sein, hat wir jeder 10 Kinder Kranktage pro Kind, die man sich ja prima teilen könnte. Solche Pflichten nimmt er auch nicht wahr.
    Beide das Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht.
    Seine Ambition des Modells war "Na dann ich ja auch ordentlich Unterhalt sparen!" Keine anderes Argument hat er je vorgetragen- Dazu kommt, dass die Mutter ihm in Sachen Unterhalt sehr weit entgegen gekommen ist. Er müsste nach der Stufe 4 der DD Tabelle zahlen. Es wurde sich auf Stufe 2 geeinigt; er soll ja auch noch was zum Leben haben und den Kindern auch mal ein Eis oder einen Ausflug spendieren können.
    Seit 4 Jahren befürchtet die Mutter, dass er versucht ihr die Kinder weg zu nehmen, er hat es öfter auch "angedroht". Jetzt ist zu befürchten, dass er es wirklich umzusetzen versucht.
    Gibt Möglichkeiten, dieses Modell zu verhindern? In wie weit werden die Kinder befragt? Die sollen (noch) nicht mit dem Thema belastet werden.
    Der Vater droht, er würde dann mal die Kinder befragen und dann würde man schon sehen was die wollen. Sprich der Vater wird versuchen die Kinder zu beeinflussen,
    Wenn die Gegebenheiten stimmen ist das Modell durchaus sinnvoll. Aber er wohnt zu weit weg, kümmert sich nicht um Hobbies oder soziale Kontakte. Im nächsten Jahr geht für die beiden Kinder die Schule los.
    Muss man 2 Kinder die zufrieden sind wie es ist; Mama und Papa um sich haben könen, aus dem Modell herausreißen, welches 4 Jahre lang wunderbar funktioniert hat?

    Vielen lieben Dank
    Meluha2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. September 2017 um 10:57 Uhr
  2. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 14.09.2017, 23:58

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    Musste das nur mal raus, oder gibt es eine konkrete sachbezogene Frage?


    Wenn man den Wechselmodell nicht freiwillig zustimmen möchte, hat man gegebenenfalls vor dem Familiengericht Gelegenheit seine Argumente darzulegen.

    Wenn die dann so rüberkommen, wie im obigen Text, könnte das Probleme geben.
    Die typische einseitige Sicht gegen den Expartner und nicht für die Kinder.

    Es kommt meist nicht besonders gut an, wenn man meint, dass irgendwelche Hobbys tatsächlich höhere Priorität vor dem ausgeglichenen Umgang mit den Eltern haben.
    Diese Priorität müssten tatsächlich die Kinder legen, und nicht die Mutter vorbeten.

    der Vater kann darstellen wie er sich die Betreuung vorstellt, und die Mutter kann ihre Zweifel anbringen.
    Dann wird der Vater seine Gründe anbringen warum die Kinder besser nicht zu viel bei der Mutter sind, die wird ganz geschockt wieder entgegnen und so weiter und so weiter...
  3. Meluha2011

    Meluha2011 Neues Mitglied 15.09.2017, 08:04

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    Es ist nicht gesagt, dass das Wechselmodell schlecht ist. Im Gegenteil. Wenn sich das aber organisatorisch schon kaum für den Vater umsetzen lässt finde ich es eher unangebracht. Dort versucht der Vater lediglich a) der Mutter eins rein zu würgen und b) geht es nur um den Unterhalt
    Auserdem kann es für ein Kind doch nicht gut sein zwei völlig verschiedene leben zu fphren. Eine gewisse beständigkeit sollte doch bestehen bleiben.
  4. Frustati

    Frustati Star Mitglied 15.09.2017, 11:37

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    Das Wechselmodell hat Befürworter und Gegner. Das Wechselmodell kann nur gelingen wenn die Kommunikation unter den Eltern gut ist und wenn räumliche Nähe vorhanden ist.
    Außerdem wird bei derartigen Änderungen auch eine Stellungnahme von z.b. Jugendamt angefordert wenn die Eltern sich nicht gemeinsam einvernehmlich auf ein Wechselmodell einigen können.
    Das Wechselmodell muss gut organisiert sein. Unterhalt ist Nebenkriegsschauplatz. Denn beide Elternteile müssen in der Zeit der Betreuung alle Aufgaben die damit zusammen hängen erledigen. Also auch Arzt, Friseur, Verein etc.
    Man sollte sich als bislang Hauptbetreuender nicht einschüchtern lassen vom anderen. Oftmals kommen derartige Ideen z.b. bei höherer Altersstufe und danach wird nicht wieder verhandelt. Gegen den Willen eines Elternteils einfach machen geht auch nicht. Dann entscheiden notfalls Gerichte. Für die Kinder ist eine verlässliche Routine wichtig. Wenn es in die Schule geht noch viel mehr. Dann wird ein Wechselmodell oder auch Tage innerhalb der Woche immer schwieriger. Spätestens wenn Fachlich unterrichtet wird und jeweils Material für die Fächer täglich neu gepackt werden müssen, Hausaufgaben und Wochenaufgaben zu erledigen sind, Unterricht ständig ausfällt oder geändert wird...
  5. railwaysenginee

    railwaysenginee Star Mitglied 15.09.2017, 17:04

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    Die typischen Muskelspielchen von Vätern, die hauptsächlich den Kindesunterhalt minimieren möchten.
    Leider lassen sich da viel mehr Mütter, als man meinen könnte, einwickeln und machen auf Kosten ihrer Kinder Zugeständnisse.
    Wenn dieser Vater schon Probleme mit den üblichen sozialen Aktivitäten seiner Kinder zu seinen Umgangszeiten hat, wie will er denn die kommende Schulpflicht seiner Kinder stemmen ?
    Mit der (unmöglichen, wäre ja noch schöner . . .) Anmeldung an jeweils einer Schule für jeweils zwei Wochen ?
    Es ist positiv zu werten, dass die Mutter im Beispielfall die Umgangsregelung positiv fördert. Das hat aber Grenzen. Zunächst mal sollte der einkommensgerechte Unterhalt für die Kinder gefordert werden.
    Mit einer Beistandsschaft oder beim zuständigen FamG. Da wird dem Vater spätestens aufgehen, dass er mit seinen kleinen Launen und Mätzchen nicht mehr die Führung der Angelegenheit hat. Das brauchen erfahrungsgemäss derartige Vertreter des männlichen Geschlechtes zum Runterkommen und erkennen, wo der Hammer hängt und (vor allem) wie hoch . . .
    Die Mutter des Beispielfalles sollte sich mal mehr kompetent beraten lassen (JuA in einer Beistandsschaft, Anwalt für Familienrecht etc.), wie hier überhaupt die Grenzen für diesen Vater gezogen werden müssen.
    Sonst geht genau das üble Spielchen der Väter auf, die die Mütter ihrer Kinder mit fortgesetzten Mätzchen mürbe machen, auf dass sie dann völlig nach ihrer Pfeife tanzen.
    Wehret den Anfängen . . .
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