tarifvertrag nach bza dgb - zuschläge

Dieses Thema "tarifvertrag nach bza dgb - zuschläge - Arbeitsrecht" im Forum "Arbeitsrecht" wurde erstellt von borderline, 29. März 2013.

  1. borderline

    borderline Junior Mitglied 29.03.2013, 15:48

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    tarifvertrag nach bza dgb - zuschläge

    mal angenommen:

    arbeitnehmer AN hat einen tarifvertrag nach bza dgb mit arbeitgeber AG geschlossen. die vereinbarte arbeitszeit beträgt 50 stunden im monat.

    - ab wann müßten zuschläge bezahlt werden? (nacht, feiertag, sonntag)

    - wieviel urlaubs- und weihnachtsgeld würde dem AN zustehen?


    laut §7.1 müßten erst ab der 58. stunde die zuschläge gezahlt werden. ist dies korrekt?

    laut §7.2 und §7.3 richten sich die zuschläge nach der zuschlagsregelung des kundenbetriebes

    1. würde dies bedeuten das der AG überhaupt nicht gesetzlich
    dazu verpflichtet wäre auch nur irgendeinen zuschlag zu
    zahlen wenn der kunde es nicht bezahlen würde?

    2. könnte der kundenbetrieb einfach sagen das er es nicht zahlt
    oder gibt es einen mindestprozentsatz den er zahlen müßte?


    laut §3 liegt eine teilzeitarbeit vor wenn die arbeitszeit pro monat unter 151,67 stunden liegt.

    3. wie viel urlaubs- und weihnachtsgeld würde dem AN anteilig
    zustehen wenn es je 150 euro geben würde?



    danke
    Zuletzt bearbeitet: 29. März 2013
  2. Cloakmaster

    Cloakmaster V.I.P. 29.03.2013, 21:51

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    AW: tarifvertrag nach bza dgb - zuschläge

    Die Zuschläge für Samstags/Sonntags/Feiertags/Nachtarbeit richten sich starkt nach dem Entleihbetrieb - Im Krankenaus anders, als auf der Baustelle etc. Hier kann es auch ortsbezogene Regelungen geben, die zu beachten wären.

    Der Mehrarbeits-zuschlag von 25.0% je Stunde (auf das GRUNDgehalt!) wird fällg, wenn durchschnittlich mehr als 8 Stunden je Werktag gearbeitet werden. Im Durchschnitt also bei 8/7 von 50 Stunden, das wären schon mal 57.14 Stunden im Monat. Tatsächlich geht es aber nach Anzahl der Werktage im betreffenden Monat: Bei 20 Werktagen im Monat also ab 160.0 Stunden, bei nur 17 Werktagen schon ab 136.0 Stunden und bei 23 Werktagen erst bei 184.0 Stunden - jeweils gerechnet auf eine Vollzeitstelle. Weniger als 17 bzw. mehr als 23 Arbeitstage kann ein Kalendermonat nicht enthalten.

    Teilzeitkräfte teilen ihre vertraglich vereinbartes Monatssoll durch die 151.67 Stunden einer Vollzeitstelle und erhalten damit ihren persönlichen Wert, der bei einem 50-Stunden-Vertrag also je nach Kalendermonat zwischen 44,84 und 60,66 Stunden. Für Urlaubs- und Weihanchtsgeld gilt das gleiche: sprich knapp unter 50€ für eine 50-Stunden-Kraft, wenn eine 151.67-Stunden-Kraft 150€ bekommt.
    Zuletzt bearbeitet: 30. März 2013
  3. borderline

    borderline Junior Mitglied 30.03.2013, 11:48

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    AW: tarifvertrag nach bza dgb - zuschläge

    danke.

    wo kann sich denn dann der AN informieren wie viel ihm denn zusteht für nachtarbeit etc.? darf er von der entleifirma solche daten anfordern? wobei man da ja auch nicht sicher sein könnte das die einem das richtige mitteilen würden. bzw. wo könnte sich der AN informieren wie viel die entleichfirma zahlen müßte?
    und wenn diese entleihfirma auch nur ein zwischenkunde ist, wo setzt man denn dann an?


    nach deiner aussage kann der AN bei einem 50 stunden vertrag gar keine mehrarbeit haben auch wenn er 60 stunden arbeitet? wenn es mind. 17 tage sein müßen? hab ich das so richtig verstanden?

    wenn aber nun der AN in einem monat zb. 20 tage je 10 stunden arbeiten würde, dann bekäme er diese 25% zuschlag für die mehrarbeit? ist dieser zuschlag PFLICHT für den AG? könnte man dies einklagen? auch rückwirkend? und ab welcher stunde würde dann der zuschlag angerechnet werden? ab der 58. oder ab der 136.?
    und warum steht aber allgemein in dem tarifvertrag 15% und keine angaben von stunden? woher kommt denn diese information von dir?
  4. Cloakmaster

    Cloakmaster V.I.P. 01.04.2013, 14:54

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    AW: tarifvertrag nach bza dgb - zuschläge

    Ich beziehe mich hauptsächlich auf den Tarifvertrag der IGZ, den kenne ich (da selbst betroffen) nämlich wesentlich genauer. Wobei BZA und IGZ sich im Allgemeinen kaum unterscheiden.

    Mehrarbeit:
    Wenn der Monat nur 17 Arbeitstage hat (Bsp. Dezember 2012) dann hat eine Leihkraft mit einem 50-Stunden Vertrag einen tarifvertraglichen, und damit einklagbaren Anspruch auf den Mehrarbeitszuschlag für jede Minute, die im Dezember 2012 mehr als (17*8*50/151,67=) 44,85 Stunden gearbeitet wurde. Im Juli 2013 aber würde der Mehrarbeitszuschlag erst ab (23*8*50/151,67=) 60,66 Stunden fällig werden, da in diesem Monat 23 Arbeitstage zu leisten sind. Dies kann die Verleihfirma aber relativ leicht umgehen, indem sie mit dem MA eine Zusatzvereinbarung schliesst, welche die zu leistenden Arbeitsstunden (zeitweise oder dauerhaft) anhebt, und damit natürlich auch die Grenzen der Mehrarbeitszuschläge verschiebt. Dieser Vereinbarung muss der MA natürlich nicht unbedingt zustimmen. Wie der AG auf eine solche Weigerung reagieren könnte, dürfte aber leicht zu erahnen sein.

    Es ist für den Mehrarbeits-Zuschlag unerheblich, ob die Gesamtzahl der Stunden eines Kalendermonats in (übertrieben) 3 Tagen zu je 22 Arbeitsstunden, oder an 30 Arbeitstagen zu je 2,2 Stunden zustande kam. Wobei eine Leiharbeitskraft gemäss Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz nur maximal 10 Stunden je Arbeitstag arbeiten darf, und zwar (theoretisch) ohne jede Ausnahme.

    Eine fehlerhafte Lohnabrechnung müsste innerhalb von zwei Monaten beanstandet werden, danach verjährt ein Anspruch auf Korrektur einer fehlerhaften Abrechnung. Dies ist im BZA-Tarifvertrag festgehalten (bei IGZ ist es sogar nur ein Monat, einer der wenigen Unterschiede in den Tarifen)

    Zuschläge für Samstags/Sonntags/Feiertags/Nachtarbeit:
    zunächst sollte man sich den BZA-Tarifvertrag genau durchlesen. In erster Linie ist dieser bindend, und dort müssen auch Ausnahmen vermerkt sein. Ortsabweichungen (zB: Land Bremen: Mindestlohn = 8,50€ je Stunde, gegen Tarif-Mindestlohn West in EG 1 von 8,19€) sowie Branchen-mindestlöhne bzw. Branchenzuschläge kann man sich zB auch aus dem Internet zusammen suchen, oder sich bei der zuständigen Branchen-Gewerkschaft wie zB IG Metall, NGG, BCE oder auch Ver.Di, da Leiharbeit immer auch Dienstleistung ist . erkundigen.
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