"Spassbieter" bei Ebay

Dieses Thema ""Spassbieter" bei Ebay - Internetrecht" im Forum "Internetrecht" wurde erstellt von sparhawk, 27. September 2011.

  1. sparhawk

    sparhawk Aktives Mitglied 27.09.2011, 16:38

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    "Spassbieter" bei Ebay

    In praktisch jeder zweiten Ebayauktion findet man einen Text wie "Spassbieter müssen mindestens N% des Kaufbetrages leisten".

    Ich frage mich immer wieder, wie wirksam so eine Formulierung ist, denn was soll ein "Spassbieter" überhaupt sein und wer bestimmt das der BEgriff zutrifft?
  2. zeiten

    zeiten V.I.P. 27.09.2011, 19:17

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    AW: "Spassbieter" bei Ebay

    der text ist mmn völlig unsinnig. über die gewonnene auktion kommt ein kaufvertrag zustande und dieser ist zu erfüllen und zwar von käuferin und verkäuferin. fertig.

    wenn eine seite dann nicht erfüllen will-kann-sonstwas, kann sie nur mit zustimmung der anderen partei aus dem vertrag entlassen werden. das ist dann verhandlungssache zwischen beiden.
  3. onkelotto

    onkelotto V.I.P. 27.09.2011, 19:25

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  4. Alex_W

    Alex_W Star Mitglied 24.10.2011, 10:28

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    AW: "Spassbieter" bei Ebay

    Ja klar, aber wenn die Käuferpartei nur "zum Spaß bietet" und nach beendeter Auktion den Verkäufer anschreibt und vom Kaufvertrag zurücktreten will weil man anscheinend kein Geld hat o.ä.???

    "Spaßbieter" ist doch auch nur ein Begriff der sich "eingedeutscht" hat...

    Ob man nun den Begriff "Spaßbieter" oder "Bieter der eigentlich kein wirkliches Interesse an dem Artikel hat und nur aus Lust und Langeweile mitbietet" in seiner Auktion benutzt ist doch eigentlich Piep-Egal... Nur ist eben "Spaßbieter" um Welten kürzer und jeder weiß was damit gemeint ist...

    mfg
  5. sparhawk

    sparhawk Aktives Mitglied 24.10.2011, 14:24

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    AW: "Spassbieter" bei Ebay

    Tja, wenn ich mir den Begriff ansehe, dann würde ich meinen dass damit Leute gemeint sind die halt nur aus Langeweile geboten haben, ohne dass sie das Teil wirklich kaufen wollten. Ich würde meinen, dass es schwierig sein könnte jemand auf Schanderesatz zu klagen mit dieser Klausel, weil er dann den Nachweis führen müsste dass das tatsächlich so war.
    Biete ich z.B. auf mehrere gleiche Auktionen und und sage dann die anderen ab, dann dürfte ich eigentlich, nach dieser Definition, kein "Spassbieter" sein, weil ja die Kaufabsicht tatsächlich vorhanden war. Und da man in der Regel nie vorher weiss ob man einen Artikel bekommen wird, ist es eine ziemliche Zeitverschwendung, wenn man dann jedesmal eine Woche warten muss, bis man den nächsten Versuch starten kann.
    Deshalb biete ich persönlich auch normalerweise im letzten Moment, weil ich dann auch gleich weiss ob es geklappt hat.
  6. Casa

    Casa V.I.P. 25.10.2011, 02:09

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    AW: "Spassbieter" bei Ebay

    Wer aber auf mehrere Auktionen bietet, muss dann ggf. alle ersteigerten Artikel kaufen, sofern kein Widerrufsrecht besteht.


    Spaßbieter die nicht zahlen, müssen dann mittels rechtlicher Schritte belangt werden, also Verurteilung auf Zahlung ggf. Vollstreckung.

    Haben sie in dem Wissen, dass sie zahlungsunfähig sind Waren kaufen, ist dies höchstewahrscheinlich der Tatbestand des Eingehungsbetrug
    zeiten gefällt das.
  7. once

    once V.I.P. 25.10.2011, 15:17

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    AW: "Spassbieter" bei Ebay

    1. Das könnte als Vereinbarung zu sehen sein, daß der Käufer für den Fall der Nichtabnahme eine Vertragsstrafe zu leisten haben soll.

    2. Es wäre auch denkbar, daß dies als Vereinbarung verstanden werden müßte, daß bei einem dem Verkäufer aus einer Nichtabnahme entstanden Schaden Schadensersatz in Höhe einer Pauschale X geleistet werden soll.

    3. Sobald diese Spaßbieterklausel jedoch eine "für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierte Vertragsbedingungen [ist], die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrags stellt", gilt sie als AGB im Sinne von § 305 BGB.

    Als AGB wäre jedoch eine Vertragsstrafen-Klausel bei Nichtabnahme unwirksam, § 309 Nr. 6 BGB.

    Als AGB wäre eine Schadensersatz-Pauschalen-Klausel unwirksam, § 309 Nr. 5 BGB, wenn a) eine den "gewöhnlichen" Nichtabnahme-Schaden viel zu weit übersteigende Schadensersatz-Pauschale vereinbart würde, und wenn b) dem Käufer nicht die Möglichkeit eingeräumt würde, im Einzelfall einen viel geringeren Schaden als die Pauschale nachweisen zu dürfen.

    Was mit dieser Spaßbieter-Klausel gemeint ist, ergibt sich aus ihrer Auslegung, § 133 BGB:

    Bei der Auslegung einer Willenserklärung ist der wirkliche Wille zu erforschen und nicht an dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften.

    ---> Als "Spaßbieten" gilt das als vereinbart, was der Klauselverwender damit als gemeint verstanden wissen wollte, und wie es vom Käufer als gemeint verstanden werden durfte/mußte.

    Wer also keinen berechtigten Grund für die Vertragsanfechtung / Nichterfüllung / Nichtabnahme hätte, sich aber trotzdem nicht an seine eingegangene Verbindlichkeit halten möchte, der wird in diesem Sinne als Spaßbieter gelten.

    Umgekehrt: es war ja bezüglich jedes Gebots von vorneherein eine Nicht-Kaufabsicht vorhanden - es sei denn, das Gebot würde sich anschließend als das "günstigste" herausstellen ...

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