Selbstladebüchse: Nutzung von Platzpatronen für Sportschützen von Bedürfniss gedeckt?

Dieses Thema "Selbstladebüchse: Nutzung von Platzpatronen für Sportschützen von Bedürfniss gedeckt? - Waffenrecht" im Forum "Waffenrecht" wurde erstellt von OpaHoppenstett, 11. Januar 2017.

  1. OpaHoppenstett

    OpaHoppenstett Boardneuling 11.01.2017, 16:04

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    Selbstladebüchse: Nutzung von Platzpatronen für Sportschützen von Bedürfniss gedeckt?

    Ein Sportschütze besitzt eine Selbstladebüchse und eine MUN Erwerbserlaubnis dafür. Fraglich ist, ob der Besitz oder die Benutzung von Platzpatronen irgendwie vom sportlichen Bedürfniss gedeckt sind? Daher:

    1. Darf man Platzpatronen beliebiger Kaliber, zb .308, besitzen und verbringen? Solche für Schreckschusswaffen sind ja frei erwerbbar. Gibt es da eine Unterscheidung zwischen "scharfen" Kalibern und Schreckschusskalibern?

    2. Falls NEIN bei 1): fallt der Erwerb von Platzpatronen für Sportschützen unter die MUN Erwerbserlaubnis? Die Selbstladebüchse repetiert (= nachladen) nicht beim Verschießen der Platzpatronen! (Stichwort: Ausprobieren der Mechanik)

    3. Ändert sich etwas am Ergebnis, wenn zur Selbstladebüchse "Manöverpatronengeräte" (MPG), welche auf die Laufmündung aufgeschraubt werden, existieren und verwendet werden, die ein Repetieren ermöglichen?

    4. Darf man dann auf Schießständen Platzpatronen verschießen?

    Insbesondere steht also die Frage im Raum: Wie subsumiert man "Platzpatronenverballern" unter das sportliche Bedürfniss?
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2017
  2. Pirate

    Pirate Senior Mitglied 11.01.2017, 16:34

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    Mit Munitionserwerbsberechtigung kann man Platzpatronen u.a. als .308 kaufen. Solche werden auch tatsächlich angeboten, wenn man mal in das einschlägige Auktionshaus schaut.

    Auf dem Schießstand darf man damit schießen. Außer natürlich der Betreiber hat was dagegen.
  3. Volker4

    Volker4 Star Mitglied 12.01.2017, 01:23

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    Kartuschenmunition, die aus erlaubnispflichtigen Waffen verschossen werden kann, ist erlaubnispflichtig.

    Eine in die WBK eingesiegelte MEB berechtigt grundsätzlich zum Erwerb der zu der Waffe passenden Munition. Wegen des Bedürfnisses siehe unten.

    Bedürfnistechnisch nicht.

    Wenn die Betriebserlaubnis des Schießstandes und der Betreiber dies zulassen, ja.

    Gar nicht, sportliches Schießen ist jegliches Schießen nach einer genehmigten Sportordnung. Da mir kein Schützenverband bekannt ist, der in seiner Sportordnung eine Disziplin für Kartuschenmunition hat, ist meines Erachtens weder der Besitz, noch das Schießen damit vom Bedürfnis umfasst.
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  4. OpaHoppenstett

    OpaHoppenstett Boardneuling 12.01.2017, 09:48

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    Danke, lieber Volker4, für die präzisen Antworten! Wie befürchtet, fallen also MUN Erwerbserlaubnis und das Bedürfnis nach Deinen Ausführungen auseinander.

    Es bleibt für mich lediglich die Frage offen, ob das Ausprobieren der Mechanik, Handhabung, etc. unter ein "erweitertes Bedürfnis" fallen, ähnlich wie ja auch der Transport zum Büchsenmacher oder potentiellen Käufer - zusätzlich zum unmittelbar mit dem Sport in Zusammenhang stehenden Weg zum Schießstand.
  5. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 12.01.2017, 13:10

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    So pauschal? Dann müssten Platzpatronen für Schreckschuss-Revolver Kal. 9mm erlaubnispflichtig sein.:sick:
    Die kann man ja aus erlaubnispflichtigen Revolvern Kal. 9mm, .357 und .38 verfeuern...
    Irgendwo muss es da noch spezifischere Regelungen geben. Denn die 9mm-Platzpatronen kann man frei kaufen.
  6. OpaHoppenstett

    OpaHoppenstett Boardneuling 12.01.2017, 13:59

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    Siehe Anlage 2:
    Erlaubnisfreier Erwerb und Besitz:
    ...
    1.3
    Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, die ....;
    1.4
    Kartuschenmunition für die in Nummer 1.3 bezeichneten Schusswaffen;

    Einfach ausgedrückt, was in Schreckschusswaffen passt, ist frei. Da es keine .308er Schreckschusswaffe gibt: .308 Platz nicht frei!

    Offen ist dann noch das Thema Theaterwaffen:
    1.5
    veränderte Langwaffen, die zu Theateraufführungen, Foto-, Film- oder Fernsehaufnahmen bestimmt sind (Salutwaffen), wenn sie entsprechend den Anforderungen der Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 1 Nr. 1.5 abgeändert worden sind.
    Munition für diese ist nach 1.11 frei:
    1.11
    Kartuschenmunition für die nach Nummer 1.5 abgeänderten Schusswaffen sowie für Schussapparate nach § 7 des Beschussgesetzes;

    Dabei irritiert mich nur die Verwaltungsvorschrift (http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_05032012_BMJKM5.htm):
    "Munition nach Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 Nummer 1.11 umfasst nur solche Kartuschenmunition, die tatsächlich in veränderten Langwaffen nach Nummer 1.5 geladen werden kann. Demnach fällt Kartuschenmunition z.B. in den Kalibern .308 Win. (= 7,62 mm x 51) oder 8 x 57 IS nicht unter diese Befreiung."
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2017
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  7. Volker4

    Volker4 Star Mitglied 12.01.2017, 20:01

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    Kann man das nicht alles unter Verwendung scharfer Munition auf einem Schießstand prüfen? Ich kann gerade keinen Grund erkennen, wozu man da Kartuschenmunition benötigt (außer "haben wollen";)).
  8. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.01.2017, 13:23

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    Okay - so herum formuliert macht es Sinn.:)
    Ich stolperte eben nur über "Kartuschenmunition, die aus erlaubnispflichtigen Waffen verschossen werden kann, ist erlaubnispflichtig" - und es gibt halt Kartuschenmunition, die sowohl aus erlaubnispflichtigen als auch aus erlaubnisfreien Waffen verschossen werden kann.
    Das ist logisch - aber wenn es eine Schreckschusswaffe im Kaliber 0.308 gäbe, dann würde man dafür auch erlaubnisfrei Platzpatronen kaufen können, unbeschadet des Umstandes, daß es auch erlaubnispflichtige Waffen in dem Kaliber gibt.
    (Wobei das rein technisch m.E. eh nur bei Revolvern Sinn macht, und auch da nur eingeschränkt - die Platzpatronen für 9mm Schreckschuss-Revolver sind ja deutlich kürzer als .38 oder .357 blank, was zu einer argen Putzerei führen wird. In Repetiergewehren wäre das Hantieren mit deutlich verkürzten Platzpatronen gegenüber der Originalmunition ein arger Krampf.
    .38 blank Revolverpatronen habe ich übrigens nur in US-amerikanischen Munitionsshops gefunden - die einschlägigen deutschen Anbieter haben das anscheinend nicht mal im Angebot. Okay.. die Nutzungsmöglichkeiten sind ja auch relativ begrenzt, eigentlich braucht das höchstens eine Revolver benutzende Polizeibehörde, wenn sie mal eine "Show" für Politiker oder Öffentlichkeit veranstalten will. In TV-Produktionen o.ä. werden in Deutschland der Einfachheit halber ja ohnehin praktisch nur noch Schreckschusswaffen mit der dazugehörigen Platzpatronen-Munition verwendet.)
    Wenn Kriegswaffen - G3, G36, AK-47, MGs usw. - für Film- und TV-Aufnahmen gebraucht werden, kommen Spezialanbieter ins Spiel, die die nötigen Erlaubnisse haben und ihren Krempel am Set auch bewachen. Vielleicht auch deshalb, weil die normale Requisite da an entsprechenden Vorschriften scheitert.
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