Rezeptfälschung

Dieses Thema "Rezeptfälschung - Betäubungsmittelrecht" im Forum "Betäubungsmittelrecht" wurde erstellt von tcu46049, 31. Dezember 2004.

  1. tcu46049

    tcu46049 Neues Mitglied 31.12.2004, 09:12

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    Rezeptfälschung

    Hi,

    habe neulich in einer Internetzeitung von einem Mann in Deutschland gelesen, der wohl in einer
    Apo über mehrere Rezepte Medikamente für über 5000 Euro erstehen wollte. Dieser wurde am
    nächsten Tag verhaftet, da er die Medikamente bestellen musste, und die Rezept in der Apotheke
    verblieben, die Apotheke hat dann bei den Ärzten angerufen, es waren definitiv Fälschungen.

    Meine Fragen dazu:

    Was blüht eigentlich diesem Mann ?
    Angenommen, er braucht diese Medikamente für den Eigenbedarf, sprich er ist süchtig und
    ihm kann nicht nachgewiesen werden, dass er die Medikamente zu einem früheren Zeitpunkt
    schon verkauft hat.
    Es macht denke ich mit Sicherheit auch einen Unterschied, ob er die Medikamente auf
    einem Kassenrezept erstehen wollte (sprich, zusätzlich Betrug an der Krankenkasse), oder
    auf einem Privatrezept (also hätte er die Medikamente selber gezahlt).

    Was bedeutet Rezeptfälschung eigentlich juristisch ? Urkundenfälschung auf jeden Fall denke
    ich (Unterschrift "vom" Arzt), Betrug (auf Kassenrezepten), und was sonst noch ?

    Bin ja mal gespannt was mit Mann so blüht.

    Grüße
    tcu46049
  2. Monodome

    Monodome V.I.P. 31.12.2004, 11:48

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    AW: Rezeptfälschung

    Nun bei einer Rezeptfälschung bezüglich eines Privatpatienten kommt nur eine Urkundenfälschung in betracht, bei einem Kassenpatienten, wie du richtig erkannt hast, Betrug.

    Nach dem BtMG hat er sich ja ebenfalls strafbar gemacht §29 ff. Da der Betrag für den Erwerb für die BtM bei 5000 Euro lag, gehe ich von einer nicht geringen Menge aus, was sich strafschärfend auswirkt => min. 1 Jahr Freiheitsstrafe.
  3. JHS

    JHS V.I.P. 02.01.2005, 20:10

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    AW: Rezeptfälschung

    No, no Monsieur. :)

    Zum einen wissen wir nicht ob die "bestellten Medikamente" dem BtmG unterliegen. ( Diazepam-Tabletten -sehr beliebt in Junkie-Kreisen- mit nicht mehr als 10mg Wirkstoff pro Tablette unterliegen z.B. nicht dem BtmG) Außerdem können "BtmG-Arzneimittel" nicht einfach so auf Privat- oder Kassenrezept verordnet werden. Dazu ist ein spezielles Betäubungsmittelrezept notwendig.

    Bleibt also -wie Du schon sagtest- die Urkundenfälschung beim Privatrezept zzgl. ggf. des Betruges beim Kassenrezept, wobei das schon zieml. däml. wäre, denn den Arzt möchte ich sehen, der solche Mengen verordnet (es sei denn die Summe kommt dadurch zustande, daß es ist ein sehr mega-teures Medikament ist.)
  4. tcu46049

    tcu46049 Neues Mitglied 02.01.2005, 20:36

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    AW: Rezeptfälschung

    Hi,

    dass mit den BTM-Medis stimmt. Aber Ärzte können BTMs auch auf
    "normalen" Rezepten verordnen, sowohl Privat als auch Kasse.
    Sie müssen dann ein "N" auf das Rezept drucken für "Notfall". Allerdings macht
    das kein Arzt, von daher fliegt man mit BTMs auf normalen Rezepten sofort in den
    Apos auf.

    Wie der Mensch das in der Apo gemacht hat wurde aus dem Beitrag nicht klar,
    jedenfalls ist er mit mehreren Rezepten in die selbe Apo gegangen.
    Selbst bei teuren Medis, um auf eine vierstellige Summe zu kommen, müssen
    das schon eine Menge Rezepte gewesen sein.
    Wobei hier auf ein Rezept max. drei Medis passen.

    Entweder war der Mensch sehr blöde, total verzweifelt oder ihm war alles egal.

    Aus einschlägigen Kreisen weiss ich, dass es fast schon zu leicht ist, ein
    Privatrezept zu fälschen, da sowohl Apotheken als auch Lieferanten für
    Blanko-Rezepte wirtschaftlichen Zwängen ausgesetzt sind (Miete, Mitarbeiter...).

    Viele Firmen hinterfragen gar nicht erst, ob man ein Arzt ist wenn man Blankorezepte
    bestellt. Und einen "Dr"-Titel muss man hierfür nicht angeben, da auch nicht jeder
    Arzt einen "Dr" vor seinem Namen hat.

    Wenn Apotheken Medikamente über Privatrezepte abgeben, werden keinerlei
    Beweise zurückgelassen, wie zum Beispiel bei Kassenrezepten (dort verbleibt
    ja das Rezept in der Apotheke zu Abrechnungszwecken).
    Ein Verkauf von Medikamenten über Privatrezepten wird als normaler Verkauf
    verbucht, oder als Privatrezept, aber wie gesagt ohne Dokumente, da die
    Apotheken hier das Geld sofort vom "Patienten" bekommt.

    Deswegen drücken viele Apotheken auch bei stümperhaft gefälschen Privat-
    rezepten ein Auge zu, da sie ohne Risiko das Geld sofort vom Kunden be-
    kommen.

    Von einem Kollegen aus einer kleineren Stadt als der in der ich wohne, habe
    ich erfahren das er eine Apotheke "um die Ecke" kennt, bei der es reicht,
    für ein RP-pflichtiges Medikament (zum Beispiel halt Diazepam) ein einziges
    Mal ein gültiges Rezept vorzuzeigen, die Abgabe danach erfolgt ohne
    Rezept, dies ist zwar nicht lega, aber wie gesagt drücken die Apotheker
    vor allem heutzutage gerne ein Auge zu, da das Geld bei Privatrezepten sofort
    in die Kasse geht.

    Außerdem ist man nicht wirklich auf das Risiko "angewiesen" ein Rezept
    zu fälschen, viele Ärzte geben Rezepte für Patienten aus, die einfach nur
    nach einem Medikament fragen (Herr Doktor, mein frühere Arzt hat mir das
    auch immer verordnet).
    Wunder wirkt in diesem Falle auch, wenn man unbedingt ein Medikament
    haben will, wenn man dem Arzt vorschlägt, er solle einem dies auf ein
    Privatrezept aufschreiben.

    Immer merken: Sowohl Ärzte als auch Apotheker, sind im Prinzip nichts
    anderes als Geschäftsleute, die auch Miete zahlen müssen, Steuern,
    Löhne etc.

    Je teurer ein Medikament ist (Viagra, Cialis) desto leichter ist es, an
    dieses mit wenig Mühe zu gelangen.
    Zumal rezeptpflichtige Medikamente seit 2004 sowieso alle minimal
    10 Euro kosten. Früher gab es z. B. eine N3 Packung Diazepam 10mg
    für weniger als 5 Euro, heute kostet die Packung ungefähr 14 Euro,
    je nach Firma.
    Das "Orginal" der Firma Roche, "Valium" kostet sogar noch mehr.

    Grüße
    tcu46049
  5. Monodome

    Monodome V.I.P. 02.01.2005, 21:02

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    AW: Rezeptfälschung

    Oh, das hatte ich fälschlicherweise angenommen :o
  6. nasenbesen

    nasenbesen Boardneuling 22.02.2014, 20:12

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    AW: Rezeptfälschung

    Hallo,


    bei 5000 Euro in BTM mit "normalen" Rezepten wirst Du Dir Mühe geben müssen - da hättest Du wirklich ein paar Tüten voll.
    Bei dem Betrag würde ich eher z.B. auf Wachstumshormone für Body-Building tippen, bei denen kann eine Packung von ein paar hundert bis zu 15000 Euro kosten - dann würde das mit dem Eigenbedarf wegen Sucht aber nicht mehr hinkommen :-(


    VG sagt
    Nasenbesen
  7. zeiten

    zeiten V.I.P. 22.02.2014, 20:31

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    AW: Rezeptfälschung

    @nasenbesen
    kleiner tipp: kuck mal auf das datum der diskussionen. ;):)
  8. Humungus

    Humungus V.I.P. 22.02.2014, 22:35

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    AW: Rezeptfälschung

    Muss nicht sein. Siehe Dronabinol. Bei Opiaten hättest Du allerdings recht.

    So mancher Bodybuilder ist muckisüchtig.
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