Probleme bei Zahnarzt-Gewährleistung

Dieses Thema "Probleme bei Zahnarzt-Gewährleistung - Arztrecht" im Forum "Arztrecht" wurde erstellt von AlexM_83, 9. Mai 2017.

  1. AlexM_83

    AlexM_83 Neues Mitglied 09.05.2017, 23:01

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    Probleme bei Zahnarzt-Gewährleistung

    Hallo zusammen!

    Angenommen, man erhält ein CEREC-Inlay, hat daraufhin allerdings Druckschmerzen, welche bei der ersten Nachbehandlung nur noch stärker werden.

    Daraufhin wird das Inlay (im Rahmen der Gewährleistung) wieder entfernt, der Zahn behandelt und anschließend eine provisorische Plastikfüllung draufgemacht, um später das neue Inlay einzusetzen. Dieses ist allerdings deutlich größer als das ursprüngliche Inlay, es ist somit einiges "zuviel" vom Restzahn weggenommen wurden. Leider existiert kein direkter Vergleich vorher/nachher.

    Es wurde anscheinend unnötig viel Zahnsubstanz weggebohrt, was der Zahnarzt jedoch nicht zugibt: "Die neue Füllung sei nicht größer als die alte."

    Gibt es eine Aufbewahrungspflicht für die CEREC-Daten (ca. 1 Monat alt), mit denen man nachweisen könnte, wieviel größer die Exkavation tatsächlich ist? Wer hat hier im Zweifelsfall die Nachweispflicht?

    Hat man irgendwelche Ansprüche auf Schadenersatz? Wenn bei der Behandlung so viel vom Zahn verloren gegangen ist, dann ist ja auch mit höheren Kosten für spätere Behandlungen zu rechnen. Außerdem wird eine große Füllung stärker belastet als eine kleine und besitzt somit voraussichtlich eine kürzere Lebensdauer.
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2017
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 10.05.2017, 09:38

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    Die gesamte ärztliche Dokumentation muss 10 Jahre lang ab dem letzten Arzt-Patienten-Kontakt (Behandlung, Untersuchung, Beratung...) aufbewahrt werden.
    Alle Glaskugeln sind zur Zeit in der Inspektion, und das Orakel weilt auf den Kanaren...
    Im Ernst: das kann nur ein Gericht mit Hilfe von ärztlichen Gutachtern beantworten.
  3. Fritz Schultz

    Fritz Schultz Forum-Interessierte(r) 16.06.2017, 21:33

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    Das sinnlose Wegbohren von Zahnsubstanz ist natürlich eine gefährliche Körperverletzung. Vorsatz vorausgesetzt. Der Zahnarzt kann jedoch behaupten, er habe beim zweiten Mal zB Karies entdeckt die er übersah, diese nun entfernt, und das sei der Grund dafür. Vermutlich kann er 1000 andere Gründe finden. Seine Angestellten werden ihn bestätigen. (Habe absolut keine Ahnung ob man aus CEREC-Daten genau ersehen kann, wie groß/tief die "Aufnahmemulde" des Zahnes dafür ist)
  4. Kataster

    Kataster V.I.P. 18.06.2017, 14:50

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    Die CEREC-Daten sind auch nach meiner Meinung ganz normaler Teil der Krankenakte und müssen mindestens 10 Jahre lang aufbewahrt werden.

    Siehe: https://www.em-hospital.de/aktuelle...akten/?cHash=2115d5b23c6fb0ce0833392ac50d8809

    In der zahnärztlichen Praxis wird es technisch kaum möglich sein, Computerdaten länger als 10 Jahre lesbar zu halten - aber der fiktive Fall ist ja auch frisch und das dann nicht so relevant.

    Die Optionen für den Patienten sind m.E. hier ganz gut dargestellt:

    https://www.anwalt.de/rechtstipps/p...dlungdem-behandlungsergebnis-teil_004557.html

    Die Beweislast liegt beim Patienten, siehe u.a. hier:

    https://www.das.de/de/rechtsportal/patientenrecht/arzthaftung/beweislast.aspx

    Kürzer gefasst aus meiner Sicht: Der Patient muss nachweisen, dass der Arzt eine Behandlung durchgeführt (oder unterlassen) hat, die so nicht im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Stand der ärztlichen Kunst ist und dass genau dieser Fehler dem Patient gesundheitliche (oder finanzielle) Nachteile brachte.

    Hält ein im zweiten Anlauf richtig gefertigtes und eingepasstes Inlay nun 10 oder 20 Jahre problemlos, so stellt sich mir die Frage, welchen Schaden der Patient erlitten hätte. Es ist ja nun nicht so wie bei der Fertigung von Brücken, wo gesunde Zähne beschliffen werden, was bei mangelnder Aufklärung Körperverletzung ist.

    Gerade der angeführte Druckschmerz könnte ein Anlass gewesen sein, die Geometrie des Inlays zu verändern. Je nach Geometrie kann ein größeres Inlay auch mechanisch besser sein und damit langlebiger. Das in die eine oder andere Richtung zu beweisen, halte ich für schwer bis unmöglich.

    Dass eine Füllung im ersten Anlauf nicht wunschgerecht ausfällt (in welcher Hinsicht auch immer), deutet aus meiner Sicht zwar auf einen Fehler des Arztes - aber es wurde schließlich doch erfolgreich nachgebessert. Kleiner Ausbohren kann immer ein "Versuch" sein. Was man auch so herum drehen kann, dass das kleiner Ausbohren gar ein Fehler war.

    Kurzgefasst müssen die Daten gesetzlich hinreichend lange aufbewahrt werden, als Teil der Patientenakte dem Patienten auch zugänglich gemacht werden und der Patient muss beweisen, dass ihm durch schuldhaft falsches Verhalten des Zahnarztes ein bezifferbarer Schaden entstanden ist.

    Ich persönlich halte es für denkbar, dass der Patient zuviel Zahnsubstanz verlor, schon diese Ansicht kann aber falsch sein. Ich Beweis wird schwierig und der Nachweis des schuldhaften Verhaltens des Zahnarzte noch schwieriger. Schließlich steht man bei einer erfolgeichen Nachbesserung vor einen Schaden von 0,00€ und einer fraglichen Menge von etwas mehr oder weniger Zahnsubstanz, als medizinisch letztlich notwendig und richtig.

    Das ist dünn. Klarer wäre der Schaden bei einem vermeidbarem (?) Zahnverlust oder einer drastischen Änderung, wenn man das Inlay als Teil- oder gar Vollkrone bezeichnen müsste. Ein größerer und eindeutigerer Schaden wäre also juristich günstiger.
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