Online-Bestellung von Research Chemicals

Dieses Thema "Online-Bestellung von Research Chemicals - Betäubungsmittelrecht" im Forum "Betäubungsmittelrecht" wurde erstellt von kitten, 1. Dezember 2008.

  1. kitten

    kitten Neues Mitglied 01.12.2008, 13:08

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    Online-Bestellung von Research Chemicals

    Angenommen Person A bestellt im Internet bei einem asiatischen Anbieter (z.B. aus China, Thailand, etc. ) ein Research Chemical - nehmen wir z.B. an es handelt sich um eine Bestellung von 100mg JWH-018 (1-Pentyl-3-(1-Naphthoyl)Indole), eine Substanz die nicht in den Anlagen I-III des BtMG aufgeführt ist.

    Nehmen wir desweiteren an der Zoll öffnet die Lieferung bei der Einfuhr. Welche Konsequenzen hat A zu befürchten? Handelt es sich evtl. um einen Verstoss gegen das AMG? Wenn ja, mit welcher Begründung?

    Danke für Ihre Antworten!
  2. Humungus

    Humungus V.I.P. 01.12.2008, 13:25

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Nun, das von Dir Genannte ist eine Droge:
    http://wiki.blacklight.in/index.php/JWH-018

    Dazu lese man die §§ 95-97 AMG (inklusive der Einziehung des Zeugs, natürlich).
    In meinen Augen ja. Begründung: JWH-018 ist als Arzneimittel einzustufen (§ 2 I Punkt 5 AMG). Danach fällt es unter den üblichen Schutz und darf nicht unbefugt eingeführt werden.

    Wenn A natürlich tatsächlich damit forschen will, wird es ihm leicht fallen wissenschaftliche Eignung nachzuweisen und eine Genehmigung zu erreichen. Irgendwie glaube ich aber nicht daran.
  3. kitten

    kitten Neues Mitglied 01.12.2008, 13:36

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Ja, das ist eine Droge - deswegen ja auch die Frage in diesem Unterforum.

    Ok - nur könnte A doch einfach behaupten das Zeug nie bestellt zu haben, oder?

    Mit welchem Strafmaß ist hier zu rechnen? Haftstrafe? Geldbuße - wie hoch?

    Ja, natürlich meine ich hier den Fall das A nicht damit forschen will. Aber inwieweit ist das was anderes als z.B. Viagra online zu bestellen? Ist ja auch ein Verstoß gegen AMG wenn man verschreibungspflichtige Medikamente bestellt, oder?
  4. kitten

    kitten Neues Mitglied 01.12.2008, 14:28

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Oliverk71:
    Fair enough! Dass Sie keine Tipps zu Risikoeinschätzung fiktiver Gesetzesverstöße geben wollen kann ich nachvollziehen... nur gibts dann wohl keinen Grund in diesem Forum überhaupt zu posten, sind doch schliesslich fast alles fiktive Gesetzesverstöße!

    Dass wer so blöd ist und blaue Pillen in Asien online einkauft selber schuld ist wohl klar, geht aber vollkommen am Thema vorbei: Inwieweit ist das etwas anderes?
    1 Person gefällt das.
  5. Humungus

    Humungus V.I.P. 01.12.2008, 14:53

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Das ist möglich. Im Rahmen des Strafverfahrens wird man zweifelsfrei nachweisen müssen, dass der A die Droge bestellt hat, um ihn verurteilen zu können.

    Dazu kann ich nichts sagen, da in diesem Bereich kein Fachmann. Vielleicht meldet sich noch jemand dazu. Das Strafmaß hängt von verschiedenen Dingen ab: Kooperation des A, Verkaufs- oder Eigenkonsumabsicht, Menge, Reinheit und Gefährlichkeit des Stoffes.

    Ja, ist es ohne Zweifel. Das Strafmaß hängt eben mit dem zusammen, was mit dem Stoff geschieht und wie gefährlich er ist. Bei einigen blauen Pillen wird es anders sein als bei anderen Dingen.

    @Oliverk71: da hast Du mich auf dem falschen Fuß erwischt mit der EU. Ich sehe aber keinen Unterschied in den Geboten. Lediglich die arzneimittelrechtliche Zulassung wird (unter Vorbehalt) übertragbar sein.
  6. Humungus

    Humungus V.I.P. 16.12.2008, 08:43

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  7. kitten

    kitten Neues Mitglied 16.12.2008, 11:17

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Dass in den "Kräutermischungen" wohl mehr als nur Kräuter sind war eigentlich ziemlich klar. Ich bin was die neue Analyse aus Frankfurt angeht allerdings sehr skeptisch: Die Wirkung von Spice passt einfach nicht zu der von Leuten die JWH-018 probiert haben beschriebenen. Ich könnt mir gut vorstellen dass da nich nur ein Research Chemical drin ist - die unterschiedliche Wirkung der Kräutermischungen verschiedener Hersteller könnte durch unterschiedliche Wirkstoffcocktails erklärt werden.
  8. Humungus

    Humungus V.I.P. 16.12.2008, 11:21

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Offensichtlich wusstes Du aber entweder von der Studie oder durch andere Informationen,w as drin ist.
    Jo, durchaus möglich, dass da noch anderes Zeug drinsitzt. Anstelle eines Herstellers würde ich eine Designerdroge beimischen, die nicht so schnell gefunden wird.

    Auf jeden Fall: Schluss ist mit dem Kraut.
  9. aXXL

    aXXL Star Mitglied 17.12.2008, 12:12

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Locker bleiben: So schnell ist nicht Schluss wie (noch?) konsumiert wird.


    http://ineidfo.blogspot.com/
  10. Humungus

    Humungus V.I.P. 17.12.2008, 15:27

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Stimmt. Aber irgendwann ist auch der größte Krauthaufen entweder abgeraucht oder vertrocknet.

    Nur interessant, wie die Firma schon das zweite Mal versucht, ihren Umsatz durch Tricksereien zum Leben zu erwecken.

    Schon deshalb abzulehnen, weil der Konsument nicht genau weiß, was er konsumiert.
  11. aXXL

    aXXL Star Mitglied 17.12.2008, 16:35

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Weitere "locker bleiben-Meinung":

    Spice - Betrügerischer Kräutermix ist Beleg falscher Drogenpolitik
    Meldung des DHV vom 16. 12. 2008

    Viel wurde in den vergangenen Monaten über Inhaltsstoffe und Risiken der
    "Räuchermischung" Spice gemutmaßt. Seit gestern glauben nur noch wenige
    an einen "harmlosen" Mix verschiedener psychoaktiver Pflanzen.
    Eine im Auftrag des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main von
    THC-Pharm durchgeführte Spice-Analyse legt den Schluss nahe, dass Spice
    das synthetische Cannabinoid JWH-018 enthält.

    Der Spice-Hype zeigt dabei vor allem die Schädlichkeit der gegenwärtigen
    repressiven Drogenpolitik.


    Spice ein mediengemachter Drogenhype?

    Das unter dem Namen "Spice" (auf deutsch Gewürz) vertriebene Produkt der
    britischen Firma the Psyche Deli enthält laut Verpackung eine Mischung
    verschiedener Pflanzen und Aromen, deren Konsum zu Rauschzwecken in
    Europa bis dato quasi unbekannt war.

    Laut Hersteller enthält die Mischung:
    * Baybean (Meeresbohne, Canavalia maritima)
    * Blauer Lotus (Nymphaea caerulea)
    * Lion's Tail (Afrikanisches Löwenohr, Leonurus cardiaca)
    * Lousewort (Läusekraut, Pedicularis)
    * Indian Warrior (Pedicularis densiflora)
    * Dwarf Scullcap (Helmkraut, Scuttelaria nana)
    * Maconha Brava (Zornia latifolia)
    * Pink Lotus (Indischer Lotur, Nelumbo nucifera)
    * Marshmallow (Echter Eibisch, Althaea officinalis)
    * Red Clover (Rotklee, Trifolium pratense)
    * Rose (Rosen?)
    * Siberian Motherwort (Marihuanilla, Leonorus sibiricus)
    * Vanille
    * Honig

    Vertrieben wird Spice bereits seit gut 4 Jahren. In den Fokus der
    deutschen Medien geriet die vielfach als Rauschdroge missbrauchte
    Räuchermischung jedoch erst im Frühsommer 2008.

    Der von einigen Händlern als "legaler Marihuanaersatz" angepriesene
    "Kräutermix" gelangte zu zweifelhafter Berühmtheit, als RTL im August
    2008 von "machtlosen Polizisten" und "ersten Konsumenten in Therapie"
    berichtete.

    "Versehentlich" machte RTL so ein Produkt bekannt, das zuvor nur von
    sehr wenigen als Droge konsumiert wurde.

    Mit jedem neuen Konsumenten wuchs das Interesse der Medien und so
    entwickelte sich der "Geheimtipp" Spice schnell zu einer regelrechten
    In-Droge. Dabei wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal Experten,
    was denn da berauscht. Manche vermuteten gar ein Placebo.

    Natürlich ging das wachsende Medieninteresse auch an der Politik nicht
    spurlos vorbei. Im Gegensatz zu den Verbotsverfahren bei Salvia
    Divinorum und der Diskussion über psylocibinhaltige Frischpilze
    reagierte die Bundesdrogenbeauftragte zunächst sehr zögerlich und
    verwies darauf, dass ihr ohne Erkenntnisse über den Wirkstoff die Hände
    gebunden seien. Man kann eben nur das verbieten, was man benennen kann.


    Drogenreferat und THC-Pharm "entzaubern" Spice

    Letztlich gelang es erst dem Hersteller des THC-Medikaments Dronabinol
    THC-Pharm, den "Spice-Wirkstoff" zu identifizieren. Bei einer
    Pressekonferenz des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main verkündete
    Holger Rönitz, in Spice das synthetische Cannabinoid JWH-018
    nachgewiesen zu haben.

    Demnach werden die berauschenden Wirkungen keineswegs von den
    natürlichen Kräutern selbst hervorgerufen. Vielmehr wurde in den
    untersuchten Proben von "Spice Gold", "Arctic Synergie" und "Yukatan
    Fire" die Substanz JWH-018 in unterschiedlicher und stark schwankender
    Konzentration gefunden. JWH-018 ist ein auf chemischem Wege
    hergestelltes Cannabinoid, das ähnlich dem in der Cannabispflanze
    enthaltenen Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) vom den
    Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn aufgenommen wird. JWH-018 besitzt eine
    ähnliche Wirkung wie THC, ist aber deutlich potenter. Eine Aufnahme des
    Wirkstoffs durch Rauchen ist möglich. Letztlich handelt es sich bei
    Spice also um eine Kräutermischung mit einem chemischen Zusatz, der
    ähnliche Wirkungen wie Cannabis hervorruft. geschickt mit Kräutern
    getarnte psychoaktive Chemikalie. Nur sie ruft die von "Kiffern"
    geschätzten Rauschzustände hervorruft.
    Zitat Presseerklärung Drogenreferat Stadt Frankfurt/ Main


    Konsumenten als Versuchskaninchen

    Obschon noch keine Analyse eines zweiten Prüflabors vorliegt, die die
    Ergebnisse von THC-Pharm bestätigt und sich der Spice-Hersteller noch
    nicht zu den Vorwürfen geäußert hat, muss man davon ausgehen, dass "the
    Psyche Deli" der angeblichen Kräutermischung bewusst ein synthetisches
    Arzneimittel beigemengt hat.

    In Kombination mit der überaus konsumentenfeindlichen
    Nicht-Informationsstrategie der Firma liegt der Schluss nahe, dass the
    Psyche Deli mit fragwürdigen Geschäftspraktiken und ohne Rücksicht auf
    die Gesundheit der Konsumenten Geschäfte macht.

    Natürlich weist das Unternehmen auf der Packung darauf hin, dass die
    Mischung nicht zum Rauchen gedacht ist. Dem objektiven Beobachter muss
    dies aber wie Hohn erscheinen, wenn man sich die Unternehmensgeschichte
    genauer besieht.
    Jahrelang war the Psyche Deli als Vertreiber von allerlei Rauschkräutern
    und von Myzelien und Sporen psylocybinhaltiger Pilze bekannt. Kurz nach
    dem Aus dieser Geschäftszweige durch eine Neuregelung der britischen
    Betäubungsmittelgesetze kam Spice auf den Markt.

    Ein "wir haben doch nicht gewusst, dass die das rauchen werden" nimmt
    man the Psyche Deli deshalb nicht ab. Warum sollte der Hersteller auch
    einer Räuchermischung große Mengen einer seltenen rauscherzeugenden
    Chimikalie beifügen?

    Da der Hersteller immer bestritten hat, dass etwas in Spice
    hineingemengt wurde und die Wirkung auf etwas Anderm beruht als auf den
    angegebenen Kräutern, handelt es sich hier um einen massiven Betrug an
    Händlern und Konsumenten mit unabsehbaren Folgen.

    Der Deutsche Hanf Verband ist nicht grundsätzlich gegen Nutzung und
    Verkauf von psychoaktiven Kräutern, rät aber vom Spice-Konsum ab und
    ruft die Händler auf, Spice aus dem Programm zu nehmen.


    Falsche Drogenpolitik verstärkt Spicehype

    Einen großen Anteil an der epidemischen Ausbreitung des Konsums einer
    dubiosen Kräutermischung hat die deutsche Drogenpolitik.

    Vor 10 Jahren konnte man in Berlin in das Fachgeschäft Elixier gehen und
    psychoaktive Kräuter als Genussmittel erwerben. Es gab eine fachkundige
    Beratung und der Konsument wusste, wofür oder auch wogegen er sich
    entschied.

    Seitdem sind immer mehr pflanzliche Drogen verboten worden. Das Elixier
    musste schließen. Das Ergebnis ist Spice.
    Eine getarnte Chemo-Droge wird als Räuchermischung an jeder Ecke und im
    Internet ohne Beratung und ohne Altersbeschränkung verkauft. Eine
    Kontrolle der Inhaltsstoffe wird so sehr schwierig. Das gleiche Phänomen
    lässt sich bei Marihuana verfolgen. Das Verbot von Hanfblüten als
    Genussmittel macht es überhaupt erst möglich, dass das "Gras"
    tonnenweise mit gefährlichen Streckmitteln verseucht ist.


    Drogen-Kräuter gehören in Fachgeschäfte

    Durch die Verbotspolitik gegen rauscherzeugende Pflanzen, die die
    Bundesregierung in den letzten Jahren verfolgt hat, hat der Staat die
    Kontrolle über diesen Markt aufgegeben und ein Produkt wie Spice
    geradezu heraufbeschworen.
    Auch wenn Cannabis legal erhältlich wäre, hätte Spice sicherlich keine
    Chance.

    Der Deutsche Hanf verband spricht sich dafür aus, Fachgeschäfte für
    rauscherzeugende Pflanzen zu schaffen, in denen die Kunden qualifiziert
    beraten und die Produkte sauber deklariert und staatlich kontrolliert
    werden.

    Dazu Georg Wurth vom Deutschen Hanf Verband: "Konsumiert wird sowieso.
    Deshalb ist es sinnvoller, wenn der Staat für diese Kräuter einen
    kontrollierten Rahmen schafft, der Risiken minimiert. Ein transparenter
    Fachhandel ist da sicher besser als ein völlig unkontrollierbarer
    Schwarzmarkt."
  12. Humungus

    Humungus V.I.P. 17.12.2008, 18:51

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Natürlich, wobei ich nicht weiß, welcher Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz genau begangen wurde.

    Man wird aber nachweisen müssen, dass dem hersteller diese ääähm Beimischung bekannt gewesen sein müsste.

    Abgesehen davon: wo war nochmal der Firmensitz?

    Und zum Schluss: hier reden wir über einen realen Fall, darum muss hier Ende sein.
  13. Puma76

    Puma76 Boardneuling 08.01.2009, 07:48

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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Zurück zum eigentlichen Thema:
    Kann mir mal jemand erklären, warum hier § 2 AMG greifen soll? Es gibt doch vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Auflistung, welche Stoffe Arznzeimittel sind. JWH-018 respektive 1-Pentyl-3-naphthoylindol ist da aber nicht aufgeführt. Und was da nicht aufgeführt ist, ist auch keine Arznei oder sehe ich das falsch?
  14. aXXL

    aXXL Star Mitglied 08.01.2009, 09:56

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    Beruf:
    Autonomer Disponent im öffentlichen Promi- und Per
    Ort:
    Nordfriesland- Heimat des Tourrorismus
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    AW: Online-Bestellung von Research Chemicals

    Das BfA** ist ein träger mit typischen Sesselfurzern besetzter Verwaltungs-Koloss und reagiert auf solche Dinge nicht im Vorwege. Ausserdem arbeitet es im Falle von Profit-Interessen der Pharma-Industrie direkt zu und ist überdies für eine Anzahl von unglaublich drastischen Arzneimittel-Skandalen mitverantwortlich.
    Wenn also die persönliche Meinung besteht, zehn- oder hunderttausende Konsumenten müssten eine Substanz verwenden, die nicht einmal auf der Verkaufsverpackung deklariert ist, darf die Frage erlaubt sein, wieso nicht auch bei der chinesischen Regierung gegen Milchprodukte mit Melanin opponiert wird..?

    Wer dennoch auf "Schpeiss" (das "p" ist m. E. entbehrlich) nicht verzichten mag, sollte sich in den letzten Tagen vor der amtlichen Verbotsdurchsetzung noch einmal ordentlich bevorraten, das Zeug gut wegbunkern, nicht zuviel davon rauchen (damit er seinen Bunker auch wiederfindet) und dann darauf hoffen, dass innerhalb der eigenen Lebenszeit ein paar einflussreiche Schlaumeier mit Geldvermehrungs-Ambitionen die wissenschaftlich begründete Feststellung treffen, dass dieser Stoff ja wohl doch nicht so schlimm wie ursprünglich behauptet - und somit durchaus marktfähig ist.

    Bis dahin rate ich auf den Gebrauch einer "vierfach schwächeren" Substanz zurückzugreifen, sich damit aber nicht erwischen zu lassen, so lange es ebenfalls verboten ist. Sollte dieses letztgenannte Verbot jemals aufgehoben werden, kann man schließlich bequem die Dosis um das Vierfache erhöhen, falls dann immer noch das (unstillbare?) Bedürfnis nach Schpeiss-Effekten besteht.
    Oder - auch so könnte es kommen - man greift zwischenzeitlich auf etwas Ähnliches wie "JHW-019" zurück, das zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich schon eingetütet, schön verpackt und undeklariert in den Schubladen derjenigen herumliegt, deren Profit-Interesse nicht geringer ist als das der Pharmafia.
  15. Humungus

    Humungus V.I.P. 08.01.2009, 15:32

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    Tust Du, siehe mein erstes Posting hier und das von Potatoefritz.

    Anders als im BtMG gibt es im AMG keine Liste von Stoffen, die verboten sind. DIes ist nicht nötig. Vielmehr wird ein Stoff automatisch zum Arzneimittel, wenn er die Eigenschaften des §2 AMG besitzt.
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