Nötigung zum Kauf bei einem bestimmten Verkäufer

Dieses Thema "Nötigung zum Kauf bei einem bestimmten Verkäufer - Arztrecht" im Forum "Arztrecht" wurde erstellt von daddau61, 21. Juni 2017.

  1. daddau61

    daddau61 Aktives Mitglied 21.06.2017, 09:31

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    Nötigung zum Kauf bei einem bestimmten Verkäufer

    Hallo zusammen!

    Man stelle sich folgenden Fall vor:
    Patient befindet sich in Reha (Hüfte), und er bittet um ein Rezept für einen Rollator.
    Unter der Voraussetzung diesen beim Verkäufer A. zu beschaffen, würde der Patient das Rezept vom Arzt erhalten. Patient will aber aus bestimmten Gründen beim Verkäufer B. kaufen. Arzt stellt mit Hinweis auf einen Kooperationsvertrag kein Rezept aus.
    Tage später bekäme der Patient mitgeteilt, es gäbe ein Rezept und er solle sich einen Rollator unter den vorhandenen (neuen)aussuchen. Darauf folgt die erneute Erwiderung, dass Patient bei einem anderen Hersteller beschaffen (mit Zuzahlung) wolle. Das Rezept würde vor den Augen des Patienten zerrissen werden. Ist diese Art einer "Erpressung" zulässig??

    Mit bestem Dank und allen noch einen sonnigen Tag

    daddau61
  2. Beth82

    Beth82 V.I.P. 21.06.2017, 10:45

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    Hallo,

    nicht der Arzt bestimmt, an welchen Lieferanten sich der Patient wenden soll/ muss, sondern die KK.

    Falls der Arzt sich weiterhin querstellen sollte, könnte sich der Patient an seine KK oder eine Patientenberatung wenden.
  3. cherokee

    cherokee V.I.P. 21.06.2017, 11:20

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    Steht denn auf dem Rezept drauf, dass dieses nur bei Laden/Anbieter X einzulösen ist? Wie wird denn diese Bedingung überprüfbar?
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.07.2017, 11:53

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    Das wäre schlicht unzulässig.

    Es ist sogar unzulässig, daß Ärzte Empfehlungen aussprechen, welcher Orthopädie-Mechaniker, welche Apotheke o.ä. am besten zu beauftragen sei.

    Ärzte machen das manchmal aus guten Gründen, formulieren dann aber "durch die Blume". Z.B. dann, wenn sie aus Erfahrung wissen, daß Apotheke A die individuell angerührte Creme besser herstellt als andere Apotheken, oder wenn sie die Erfahrung gemacht haben, daß Orthopädiemechaniker X besser arbeitet als sein Kollege Y.

    Da hört man dann z.B. schon mal einen Satz wie "Also, ich persönliche lasse meine Einlagen bei X machen und bin sehr zufrieden damit."

    Rein rechtlich ist das grenzwertig.

    Rollatoren werden aber m.W. nicht individuell hergestellt, und da scheint der Arzt einem bestimmten Laden den Auftrag zuschanzen zu wollen. Oder aber, wie schon angesprochen, es gibt einen Kooperationsvertrag einer Krankenversicherung mit einem Anbieter, der der Krankenversicherung besonders günstige Konditionen macht. Das kann dann, soweit ich weiß, zulässig sein. Dann entscheidet aber nicht der Arzt, sondern die Krankenversicherung. (Der Arzt kann höchstens begründen, warum im speziellen Einzelfall ein anderer Anbieter genommen werden sollte. Das ist dann in manchen Zusammenhängen möglich.)
  5. mumpel

    mumpel V.I.P. 17.07.2017, 22:40

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    Hallo!

    Für mich ist das Werbung, und gehört bei der Ärztekammer angezeigt. Würde ich machen, und mir einen anderen Arzt suchen.

    Gruß, René
  6. cherokee

    cherokee V.I.P. 18.07.2017, 08:34

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    Und was hat man davon? Angenommen, der Arzt macht gute Arbeit. Warum dann einen neuen suchen, nur weil er eine Empfehlung ausspricht?
  7. Azalee

    Azalee V.I.P. 18.07.2017, 09:20

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    Ich finde es es zwar auch rechtlich grenzwertig aber in dem Fall auch das Recht grenzwertig.
    Der Patient ist auf gute Arbeit angewiesen, hat aber keine Möglichkeit, diese zu beurteilen. Oft nicht einmal, wenn beispielsweise die Einlagen schon im Schuh sind. Es gibt aber nun mal das ganze Spektrum von exzellenter über durchschnittlicher bis mangelhafter Leistung. Gegen letztere könnte der Arzt ja noch etwas tun, wenn der Patient das nächste mal mit mangelhaften Einlagen in der Praxis erscheint.
    Aber wenn z.B. weiß, dass ein Orthopädietechniker regelmäßig exzellente Arbeit abliefert - ohne irgendwelche privaten Zusatzleistungen - warum dann den Patienten nicht sanft in diese Richtung schubsen??
    TomRohwer gefällt das.
  8. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 19.07.2017, 11:52

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    Wie ich schrub: es ist rechtlich grenzwertig.
    Im Gegenteil - ich freue mich, daß mir ein Arzt aus seiner Erfahrung heraus solche guten Tips gibt.
    Ärzte bekommen oft Rückmeldungen von Patienten, und die sind wertvoll. Was soll ein Dermatologe z.B. machen, der zusammen mit einer Apotheke (ein Haus weiter) eine äußerst wirksame Creme gegen bestimmte Fälle von Schuppen ausgetüftelt hat, deren Wirksamkeit entscheidend von ihrer Galenik abhängt. Sprich: nicht nur von den Bestandteilen - die kann jede Apotheke beschaffen - sondern von der Art und Weise, wie sie zusammengerührt wird.
    Und nun stellt der Arzt fest: holen die Patienten die Creme aus Apotheke X, wirkt sie, und die Patienten sind glücklich. Holen die Patienten sie aus anderen Apotheken, wirkt die Creme oft nicht.
    Was soll er machen? Bei industriell hergestellten Medikamenten gibt's das übrigens auch manchmal. Da dürfen Ärzte dann sogar teurere Medikamente verschreiben, die die jeweilige GKV eigentlich nicht bezahlt.
    Da ziehe ich den Arzt vor, der mit einem Augenzwinkern sagt "Ich darf's ja eigentlich nicht sagen, aber..."
  9. mumpel

    mumpel V.I.P. 19.07.2017, 14:10

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    Wenn es denn eine Empfehlung ist und bei einer Empfehlung bleibt. Aber wenn er sich weigert den Patienten dort einkaufen zu lassen wo der Patient will, weil der Arzt einen "Kooperationsvertrag" hat, dann ist das m.E. keine Empfehlung sondern eine Frechheit. Es ist ein Unterschied ob ich sage "Ich würde bei XY kaufen" oder "Sie müssen bei XY kaufen". Wir leben schließlich in der freien Marktwirtschaft. Wo kämen wir hin wenn schon der Arzt bestimmt wo der Patient einkauft. M.W. hat man als Patient das Recht sich nur den Wirkstoff verschreiben zu lassen und dann das günstigste Präparat zu kaufen, Wenn man nicht viel Geld hat sind 4,50 Euro immernoch besser als 5,- Euro, und die Krankenkasse freut es auch wenn man sparen hilft.
    Beth82 gefällt das.
  10. cherokee

    cherokee V.I.P. 19.07.2017, 14:25

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    Sorry, aber wenn man sich von seinem Arzt das vorschreiben lässt, ist man eben unmündig, dann bestimmen eben andere über einen.
  11. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 20.07.2017, 11:39

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    Nochmal: "Kooperationsverträge" gibt es zwischen Krankenversicherungen und Pharmaunternehmen, Orthopediemechanikern u.ä.
    "Kooperationsverträge" zwischen einzelnen Ärzten und Pharmaunternehmen, Orthopädiemechanikern o.ä. gibt es nicht, sie sind schlicht unzulässig.
    Das Gesundheitssystem, speziell im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung, hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun, es ist Planwirtschaft. Auch der Orthopädiemechaniker muss einen Vertrag mit den Gesetzlichen Krankenversicherungen abschließen, bevor er überhaupt Rezepte von GKV-Versicherten abrechnen kann. Der braucht genauso eine "Kassenzulassung" wie der Arzt, der das Rezept ausstellt.
    Als GKV-Versicherter kauft man gar kein Präparat, die GKV bietet ihren Versicherten ausschließlich Sachleistungen. Was der Arzt wie dem Patienten verschreiben darf oder nicht und wo diese Verschreibung eingelöst werden kann oder nicht, das regeln die Verträge der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Gesetzlichen Krankenversicherungen mit Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pharmaunternehmen, Orthpädiemechanikern, Physiotherapeuten usw. usf.

    Marktwirtschaft findet in diesem Bereich nirgendwo statt.

    Es ist der Gesetzlichen Krankenversicherung völlig egal, ob der Patient etwas sparen könnte oder nicht. Ein Sparsamkeitsprinzip gilt nur für den Arzt bei der Verschreibung.
    Die GKV leistet nach Leistungskatalog. Ob die Leistung komplett unsinnig ist oder höchst sinnvoll, ist der GKV völlig egal, relevant ist nur, ob sie vom Leistungskatalog abgedeckt ist.
  12. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 20.07.2017, 11:41

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    Das ändert nichts daran, daß ein Arzt das so nicht machen dürfte, und daß ein Patient sich da bei seiner GKV beschweren sollte, die wird dem Treiben schnell ein Ende bereiten.

    Davon abgesehen kann auf einem GKV-Rezept überhaupt nicht vermerkt werden, wo es eingelöst werden soll. Der Patient bekommt sein Rezept, und damit kann er sich jede Apotheke und jeden Orthopädiemechaniker aussuchen, die einen entsprechenden Vertrag mit der KV bzw. der jeweiligen GKV haben.

    Haben die das nicht, werden sie dem Patienten schon sagen: "Sorry, aber das können wir leider einlösen. Da müssen Sie woanders hingehen."

    Nur mit dem Arzt hat das alles nix zu tun.

    Daß der Arzt formalrechtlich keine Empfehlungen geben darf, ist eine völlig andere Baustelle. Das ist einerseits nachvollziehbar, weil es sonst der Korruption Tür und Tor öffnen und kaum kontrollierbar wäre, andererseits aber auch nachteilig, weil den Patienten u.U. wertvolle Erfahrungswerte vorenthalten werden.

    Da ist dann die Methode "Mit Augenzwinkern" tatsächlich der beste Kompromiss - der mündige Patient wird das in den meisten Fällen schon gut unterscheiden können, ob da ein Arzt wertvolle Tips gibt oder seinem Tennisclub-Kumpel Umsatz zuschustern will... (Und bei manchen Sachen, Einlagen z.B., kann der mündige Patient ja auch seine eigenen Forschungen anstellen, und z.B. nacheinander alle vier oder fünf Orthopädiemechaniker am Ort nacheinander durchprobieren. Danach weiß er dann ziemlich genau, wer ihm am sympathischten ist und wer die beste Arbeit leistet...)
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