Mordprozess Urteile vor 600 Jahren-heute?

Dieses Thema "Mordprozess Urteile vor 600 Jahren-heute? - Fachliteratur und Urteile" im Forum "Fachliteratur und Urteile" wurde erstellt von tobiaswöhrmann, 8. Januar 2017.

  1. tobiaswöhrmann

    tobiaswöhrmann Boardneuling 08.01.2017, 16:35

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    Mordprozess Urteile vor 600 Jahren-heute?

    Hallo,
    Ich bin Tobias und 15 Jahre alt. Da ich mich mit Rechtsprechung aber nicht so auskenne, kann ich wahrscheinlich nichts Beitragen,möchte hier jedoch ein paar Fragen stellen.

    Ich muss eine GFS zum Thema Vergleich eines Gerichtsprozesses vor 600 Jahren zu heute machen.
    Dazu eben die Fragen.

    1. Wie ist ein Gericht bei so einem Prozess aufgebaut? Sind bestimmte Sicherheitsvorkehrungen vorhanden, z.B Extra-Polizei? Gibt es Unterschiede bei den Richtern oder Anwälten?

    2. Wie läuft dieser Prozess ab? Gibt es Unterschiede zu z.B Diebstahl oder Sachbeschädigungsprozessen?

    3. Mit welchem Urteil darf man rechnen?

    4. Das gleiche noch mit vor 600 Jahren.

    Ich freue mich auf Eure Antworten!
    Viele Grüße
    Tobias
  2. Marie Larsen

    Marie Larsen V.I.P. 08.01.2017, 16:55

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    Zur CCC gibt es einen guten Aufsatz von Geppert in JURA 15, 143.
  3. tobiaswöhrmann

    tobiaswöhrmann Boardneuling 08.01.2017, 17:02

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    Hast Du nen Link da? Ich finds nicht, wenn ich Jura 15 eingebe kommen Kaffemaschinen:D
  4. Marie Larsen

    Marie Larsen V.I.P. 08.01.2017, 17:07

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  5. Clown

    Clown V.I.P. 08.01.2017, 17:36

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    Was meinst du damit?

    Das hängt vom Verfahren ab.


    Ja.

    Feststellung der Anwesenheit, Vernehmung zur Person, Anklageverlesung, Belehrung, Vernehmung zur Sache, Beweisaufnahme, Schluss der Beweisaufnahme, Schlussvorträge, Urteilsverkündung.

    Freispruch, Verurteilung oder Einstellung.

    Findest du die Frage sinnvoll?
  6. tobiaswöhrmann

    tobiaswöhrmann Boardneuling 08.01.2017, 17:42

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    Was meinst du damit?

    Gibt es Unterschiede in den Richtern oder Anwälten oder so, gibt es extra-Räumlichkeiten...

    Das hängt vom Verfahren ab.

    Ein Mordprozess.


    Ja.

    Welche genau

    Feststellung der Anwesenheit, Vernehmung zur Person, Anklageverlesung, Belehrung, Vernehmung zur Sache, Beweisaufnahme, Schluss der Beweisaufnahme, Schlussvorträge, Urteilsverkündung.
    Danke.



    Freispruch, Verurteilung oder Einstellung.

    Danke

    Findest du die Frage sinnvoll?
    Ja, bzw ich meine die Fragen in Bezug auf vor 600 Jahren.


    Danke für eure Hilfe, ich habe mir Deine Seite ausgedruckt, @Marie Larsen, weitere Beiträge sind jedoch erwünscht.:)
  7. sanderson

    sanderson Star Mitglied 08.01.2017, 18:03

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    http://www.strafrechtsblogger.de/strafkammern-kleine-grose-schwurgericht/2009/11/
    https://www.anwalt.de/rechtstipps/g...d-landgericht-informationen-tipps_019982.html
    http://strafverteidigung-steineck.de/beteiligte-eines-strafverfahrens

    Ich glaube, dieser Punkt ist für das Thema der Arbeit absolut nebensächlich.

    Was ist mit dieser Frage genau gemeint bzw. um Unterschiede in welcher Hinsicht soll es gehen?


    2. Wie läuft dieser Prozess ab? Gibt es Unterschiede zu z.B Diebstahl oder Sachbeschädigungsprozessen?

    Ich denke, es geht um einen Mordprozess?!
    https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_...rafgericht/verfahren/gerichtsaufbau/index.php

    https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__211.html
    http://www.juraforum.de/lexikon/lebenslange-freiheitsstrafe
    http://www.juraforum.de/lexikon/schuldunfaehigkeit-ss-20-21-stgb

    Im Übrigen siehe @Clown.
    Siehe Verweise von @Marie Larsen, wobei ich nicht sicher bin, ob es hier möglichweise um die Zeit vor der CCC gehen soll, denn letztere ist ja eher 500 und nicht 600 Jahre alt :kratz:

    P.S. Ggf. solltest du auch einmal selber suchen - das was Clown und ich hier herausgesucht/genannt haben, kann man eigentlich auch ohne weiteres selbst finden. Außerdem wäre es für solch eine Arbeit ggf. auch sinnvoll, mal eine nahegelegene (Hochschul-)Bibliothekt aufzusuchen - war zu meinen Zeiten (die noch nicht so lange her sind). Sich allein auf Internetquellen zu stützen, wird sich sicher nicht all zu gut machen.
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2017
    tobiaswöhrmann gefällt das.
  8. Marie Larsen

    Marie Larsen V.I.P. 08.01.2017, 18:05

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    Interessant könnte für dich auch Kroeschell, Deutsche Rechtsgeschichte 2 (1250-1650) , 8.Auflage 1980, S. 113 ff, 207 ff mwN sein.
    Beim Überfliegen habe ich auch Urteile zu Totschlagprozessen gesehen bzw Hinweise auf weiterführende Literatur. Je nachdem wie ernst du die Sache nimmst, wäre das eine Anlaufstelle für weitere Recherche.
    tobiaswöhrmann und sanderson gefällt das.
  9. tobiaswöhrmann

    tobiaswöhrmann Boardneuling 08.01.2017, 18:58

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    Vielen Dank!!
  10. tobiaswöhrmann

    tobiaswöhrmann Boardneuling 02.04.2017, 16:10

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    Keine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, tobiaswöhrmann hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Das ist meine bisherige Ausarbeitung:
    1. Vergleich der politischen Lage im Mittelalter zur Neuzeit
    Im 15. Jahrhundert gab es in Deutschland viele kleine Königreiche, die jedoch alle zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörten. Heute gibt es in Deutschland Bundesländer, die in sich eine Demokratie sind.
    2. Vergleich der wirtschaftlichen Lage im Mittelalter zur Neuzeit
    Im 15. Jahrhundert herrschte in Städten und auf dem Land viel Armut. Es gab eine sehr kleine Mittelschicht, jedoch eine sehr große Unterschicht. Sie bestand aus ca. 98% der Bevölkerung. Die Oberschicht ohne Klerus bestand aus nur 1,5%. Fortschritte in der Industrie wurden kaum gemacht, weshalb die Haupteinnahmequelle in der Landwirtschaft oder im Handwerk (Schmied, Bäcker, Schuster…)lag.
    Heute gibt er nur noch eine sehr kleine Unterschicht. Der Großteil der Bevölkerung hält sich in der Mittelschicht auf. Durch die Industrie als gute Einnahmequelle gibt es einen grundsätzlichen Wohlstand und eine grundsätzliche Zufriedenheit in der Bevölkerung
    3. Vergleich der religiösen Lage im Mittelalter zur Neuzeit
    Um 1400 hatte die Christliche Kirche sehr viel Einfluss auf das Leben der Menschen. Die Menschen taten alles, um nicht ins Fegefeuer zu kommen und zahlten Geld dafür. Der Sonntägliche Gang zur Kirche war Pflicht. Außerdem hatte die Kirche großen Einfluss auf Könige, die Gesetze und Urteile.
    Heute geht ein normaler Bürger gelegentlich in die Kirche und Ablasshandel gibt es nicht mehr. Mitglieder der Kirche zahlen Kirchensteuer. Die Kirche hat keinen Einfluss mehr auf unser Alltagsleben und ist nicht mehr so eng mit dem Staat verknüpft. Im Grundgesetz sind Religion uns Staat getrennt.
    4. Vergleich der militärischen Lage im Mittelalter zur Neuzeit

    Im 15. Jahrhundert gab es immer wieder Kriege gegen Frankreich. Durch die Vereinigung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gab es jedoch keine Kriege mehr untereinander. Gelegentlich verbündeten sich einzelne Deutsche Staaten gegen Bezahlung mit anderen Ländern (z.B im hundertjährigen Krieg) Die meisten Kriege fanden innerhalb Europas statt.
    Heute herrscht in Europa dank Frieden. Territoriale Machtkämpfe sind die Seltenheit.

    Gericht im 15. Jahrhundert
    Das königliche Kammergericht war im 15. Jahrhundert das höchste deutsche Gericht. In Sachen Landrecht und Lehnsrecht richtete es nach den „Sachsenspiegel“, einem zwischen 1200 und 1235 erschienenen Buch, das erstmals Recht und Urteile zusammengefasst formulierte. Früher richtete man oft nach Gewohnheitsrecht, d.h. man richtete nach mündlichen Überlieferungen, die sich im Laufe der Zeit auch stark ändern konnten.
    Das Landrecht ist das Recht der freien Leute und Bauern. Es beinhaltet Grundstücksangelegenheiten, Erbschaftssachen, den Ehestand, die Güterverteilung und Nachbarschaftsangelegenheiten, sowie das Strafrecht und die Gerichtsverfassung.
    Das Lehnrecht regelt die Verhältnisse zwischen den Ständen im Land, beispielsweise die Wahl der Könige, Lehnspflichten usw. Man kann es mit dem heutigen Verfassungsrecht vergleichen.
    Das Verfassungsrecht ist die Lehre der rechtlichen Grundlagen in einem Land.
    Im Sachsenspiegel wurden nicht die Frondienste festgelegt, das regelten die Burgherren privat. Der Staat griff dort nicht ein.
    Das königliche Kammergericht kümmerte sich um Streitigkeiten zwischen Fürsten und sonstigen Adligen und um alle Streitfälle betreffend Reichsgut und Reichsrechte. Außerdem legte man dort Berufung gegen bereits gefällte Urteile ein.
    Bis 1450 existierten Schöffengerichte, die Angelegenheiten zwischen einfachen Leuten wie Bauern oder Handwerkern regelten. Sie bestanden aus 12-24 Schöffen, die zusammen entschieden, wie das Urteil ausfallen sollte. Ein Schöffe konnte jeder in der Bevölkerung werden, der als gottesfürchtig, fleißig, ehrlich und hilfsbereit galt. Ab 1450 wurden sie aber durch das römische Recht ersetzt. Jetzt traf ein gelehrter Richter allein das Urteil.
    Blutgerichte waren Gerichte, die über schwere Vergehen wie Mord, Vergewaltigung, Homosexualität, Teufelsbeschwörung oder Hexen Urteilten. Sie waren die einzigen Gerichte, die die Todesstrafe verhängen durften.
    Bei einer „Handhaften Tat“ konnte der Täter, soweit eindeutige Beweise vorlagen, sofort getötet werden. Diese Beweise waren z.B mit der blutigen Mordwaffe neben der Leiche stehen. Soblad jemand den Mörder sah, musste er schreien und somit einen Zeugen herbeiholen. Dann konnte der Täter noch am Tatort hingerichtet werden. Später wurde das abgeschafft und mit Schnellgerichten das Urteil innerhalb von 1-2 Tagen vollstreckt.
    Gericht heute
    Das höchste deutsche Gericht ist das Bundesverfassungsgericht. Es kümmert sich um den Schutz des Grundgesetzes. Streitigkeiten zwischen Privatpersonen werden dort nicht geregelt, wenn jemand jedoch verfassungsfeindliche Dinge macht, wird das dort geregelt.
    Das höchste Gericht für zivile Urteile ist der Bundesgerichtshof. Es kann andere Urteile widerlegen und dort wird auch gerichtet, wenn das Urteil von Oberlandesgerichten nicht angenommen wird. Es ist wie jedes Gericht dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz unterstellt.
    Das Oberlandesgericht ist das höchste Gericht auf Bundeslandebene. Pro Bundesland gibt es mehrere Oberlandesgerichte, meistens 2-3 je nach Größe des Bundeslandes. Es regelt Revisionen und dort kann man Berufung gegen Urteile von Amts- und Landesgerichten einlegen.
    Revision bedeutet, dass das Urteil an sich angefochten wird, und eine mildere Strafe gefordert wird.
    Berufung bedeutet, dass der Tathergang an sich noch einmal angefochten wird.
    Außerdem werden Staatsschutzangelegenheiten als erstes dort geregelt und nicht bei Amts- und Landesgerichten. Staatsschutz bezeichnet den Schutz vor politisch motivierten, Staatsbedrohenden Aktivitäten. Die Organe sind z.B Polizei, StaSi, GeStaPo, SiPo, BND.
    Auf Landesebene ist das Landesgericht das zweithöchste Gericht. Jeder Oberlandesgerichtsbezirk umfasst mehrere Landesgerichtsbezirke, und jeder Landesgerichtsbezirk umfasst mehrere Amtsgerichtsbezirke. Es ersetzt das Amtsgericht, wenn die Schwere des Vergehens so groß ist, dass eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren oder länger erwartet wird, oder der Fall mit großem öffentlichen Interesse verfolgt wird (Bundesliga Wettskandal 2005, Fall Ackermann…), oder der Streitwert über 5000€ liegt. Außerdem fungiert es als Schwurgericht bei Mord, Totschlag oder ähnlichem. Dort kann man auch Berufung gegen Urteile des Amtsgerichtes einlegen.
    Die gerichtliche Eingangsinstanz ist das Amtsgericht. Sofern es sich nicht um äußerst schwere Vergehen, Revisionen oder Berufungen handelt, werden alle Urteile hier gefällt.
    Ablauf eines Gerichtsverfahrens
    Damals:
    Für normale Verfahren wie Diebstahl oder ähnliches wurden Gerichte auf dem Dorfplatz einberufen. Für Mordprozesse kam man vor das Blutgericht.
    Das Gericht tagte meistens im freien und zog viele Schaulustige an. Wenn man vor das Blutgericht kam, stand das Urteil meist schon fest, man diskutierte nur über Kleinigkeiten um die Art der Hinrichtung festzulegen. Der Richter rief den Angeklagten herein, bzw. der Angeklagte kam und es wurde das Vergehen genannt. Der Angeklagte hatte keinen Anwalt, er sprach für sich selbst. Danach zog sich der Richter zur Urteilsfindung zurück. Danach kam er wieder und verkündete das Urteil, was meistens in der Hinrichtung bestand, entweder durch das Schwert, durch ertränken oder durch Aufhängen. Das Urteil wurde in den nächsten sieben Tagen vollstreckt. Man bekam, anders als heute, nur Lebenslang, wenn man verurteilt wurde, und der Herrscher starb. Wenn der nächste Herrscher den Verurteilten amnestierte, bekam er eine lebenslange Haftstrafe (Lebenslang, nicht mindestens 15 Jahre.)
    Heute:

    Der Staatsanwalt eröffnet den Prozess in dem er eine Klage gegen den Angeklagten erhebt. Danach trägt er be- und entlastende Gründe für den Angeklagten vor. Der Anwalt spricht für den Angeklagten. Danach wird der Angeklagte zum Tathergang befragt. Zeugen werden vernommen und der Angeklagt darf sich noch einmal äußern. Dann zieht sich der Richter zur Beratung mit den Schöffen zurück. Dann verkündet er das Urteil, oder die Verhandlung wird vertagt. Der Angeklagte kann das Urteil anfechten.
    Eventuell legt der Anwalt des Angeklagten Revision oder Berufung ein.
    Das Strafmaß liegt bei lebenslanger Haftstrafe. Das heißt, mindestens 15 Jahre.

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