Jugendsrafe auf Bewährung im erweiterten Führungszeugnis

Dieses Thema "Jugendsrafe auf Bewährung im erweiterten Führungszeugnis - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Navmaker, 16. Februar 2017.

  1. Navmaker

    Navmaker Neues Mitglied 16.02.2017, 17:32

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    Jugendsrafe auf Bewährung im erweiterten Führungszeugnis

    Hi, mal ne allgemeine Frage:

    Wird eine Jugendstrafe (sexueller Missbrauch von Kindern) die 2 Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurde, im erweiterten Führungszeugnis angezeigt?

    Einerseits werden im normalen Führungszeugnis keine Jugendlichen Bewährungsstrafen aufgenommen, jedoch werden Sexualdelikte im erweiterten Führungszeugnis mit aufgenommen, soweit ich weiß.

    Danke schonmal für die Antworten!
  2. zeiten

    zeiten V.I.P. 16.02.2017, 17:44

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    Ja.

    § 32 Abs. 5 BZRG
    Soweit in Absatz 2 Nummer 3 bis 9 Ausnahmen für die Aufnahme von Eintragungen zugelassen werden, gelten diese nicht bei einer Verurteilung wegen einer Straftat nach den §§ 171, 180a, 181a, 183 bis 184g, 184i, 184j, 201a Absatz 3, den §§ 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder § 236 des Strafgesetzbuchs, wenn ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a oder § 31 Absatz 2 erteilt wird.
  3. JHS

    JHS V.I.P. 16.02.2017, 19:08

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    Die Antwort von zeiten ist im Ergebnis zutreffend, jedoch falsch hergeleitet.
    Sexueller Missbrauch von Kindern ist §§ 176, 176a StGB. Diese §§ tauchen in der §§-Kette des § 32, Abs. 5 BZRG, wo es um das erw. FZ geht, nicht auf.

    Vielmehr ist § 32, Abs. 1, Satz 2 maßgeblich:

    (1) In das Führungszeugnis werden die in den §§ 4 bis 16 bezeichneten Eintragungen aufgenommen. Soweit in Absatz 2 Nr. 3 bis 9 hiervon Ausnahmen zugelassen werden, gelten diese nicht bei Verurteilungen wegen einer Straftat nach den §§ 174 bis 180 oder 182 des Strafgesetzbuches.

    (2) Nicht aufgenommen werden
    3.
    Verurteilungen, durch die auf Jugendstrafe von nicht mehr als zwei Jahren erkannt worden ist, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenweg zur Bewährung ausgesetzt oder nach § 35 des Betäubungsmittelgesetzes zurückgestellt und diese Entscheidung nicht widerrufen worden ist


    Das bedeutet, dass der Eintrag schon in das normale Führungszeugnis aufzunehmen ist, und damit auch in das erweiterte. Denn alles was im "normalen" steht, steht -automatisch- auch im erweiterten. § 32, Abs. 5 spielt in diesem konkreten Fall daher keine Rolle.

    Für die Frage wie lange es im FZ steht, kommt es wiederum auf die Höhe der Strafe an (mehr als 1 Jahr oder weniger als, bzw. genau 1 Jahr ??). Die genannten 2 Jahre sind ja die Bewährunszeit und nicht das Strafmaß.
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