HGB84 Vertrag mündlich Vertragsbrüchig und Schadensersatz sowie Prozesskostenbeihilf

Dieses Thema "HGB84 Vertrag mündlich Vertragsbrüchig und Schadensersatz sowie Prozesskostenbeihilf - Handelsrecht" im Forum "Handelsrecht" wurde erstellt von Jens D., 8. September 2006.

  1. Jens D.

    Jens D. V.I.P. 08.09.2006, 00:08

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    HGB84 Vertrag mündlich Vertragsbrüchig und Schadensersatz sowie Prozesskostenbeihilf

    Hallo,

    mal angenommen, jemach der selbständig ist (freiberuflich kein eingetragener Kaufmann) schließt einen mündlichen Vertrag mit einer Kapitalgesellschaft (Ltd & Co.KG).

    Die Ltd. bietet eine Zusammenarbeit als selbständiger Vertriebsleiter an, von allen verkauften Geräten soll der Vertriebsleiter 5% abbekommen.

    Ein schriftlicher Vertrag soll folgen. Der Vertriebsleiter soll den schreiben und die Ltd. würde unterschreiben.
    Er händigt den Vertrag persönlich aus.
    Die Ltd. nimmt den Vertrag mit und gibt ihn nie zurück.

    Der Vertriebsleiter erfüllt seinen Job, macht Anzeigen, telefoniert, fährt zu Terminen und überzeugt Leute davon zu Vertrieben.

    Der Vertriebsleiter mahnt mehrmals den Vertrag an!

    Die Ltd. sagt immer, ja nächste Woche, die Tage.
    Dann sollt es auf einmal ein Anwalt der Firma prüfen und machen.

    Nichts geschicht.

    Die ersten Geräte sind verkauft und der Vertriebsleiter bekommt kein Geld.

    Der Vertriebsleiter wird gefeuert und soll ca. ein 3/4 Jahr für nichts gearbeitet haben.

    Der Vertriebsleiter möchte dann die Geräte selber über den Hersteller beziehen, dieser hat formel nichts dagegen.

    Einige der Außendienstmitarbeiter, die nie einen Vertrag unterschrieben haben wollten gerne weiter mit dem ehemaligen Vertriebsleiter zusammenarbeiten.

    Der Vertriebsleiter hat sich nur von dennen verabschiedet. Diese betonen, das Sie den Geschäftsführer der Ltd. kaum kennen und mit dem ehemaligen Vertriebsleiter zusammenarbeiten möchten.

    Die Ltd. möchte den ehemaligen Vertriebsleiter jetzt auf Klageersatz verklagen.

    Ist die möglich? Und wenn wieso?

    Hat der ehemalige Vertriebsleiter eine Chance für seine Dienste ein Entgeld zu bekommen?
    Das die Sache quasi so gerechnet würde als ob dieser im Angestellenverhältniss gearbeitet hätte?

    Wäre das eine Möglichkeit für einen Vergleich?

    Gibt es da Prozesskosten(bei)hilfe?

    Als Beweise stehen einige Emails sowie Lesebestätigungen zur Verfügung.

    Erschwährend kommt noch hinzu, das gegen den ehemaligen Vertriebsleiter eine Morddrohung eingegangen ist.

    Hat die Ltd. rechtliche Handhabe gegen den ehemaligen Vertriebsmitarbeiter?
    Diese würde ihn auf Schadensersatz und eine Unterlassungsklage verklagen.

    Ist es nicht bewiesen, wenn diese Ldt. den Vertrag immer weiter vor sich her schiebt und ihn nicht schriftlich rausgibt, das sie es von vorne herrein geplant hat, den ehemaligen Vertriebsleiter zu um das Geld zu prellen?

    Bitte um Hilfe.

    Ideal wäre ein Anwalt aus dem Plz Gebiet 4 oder 5. Würde mich aber auch über antworten aus anderen Plz Gebieten freuen.
  2. snud

    snud V.I.P. 08.09.2006, 08:49

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    AW: HGB84 Vertrag mündlich Vertragsbrüchig und Schadensersatz sowie Prozesskostenbei

    Sachadensersatzansprüche der Ltd sehe ich nicht. Dafür bedürfte es eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbotes. Das wurde nicht vereinbart. Nach 90a HGB muß die Vereinbarung schriftlich erfolgen, Ferner muß eine entsprechende Entschädigung des Vertreters vereinbart sein. Beides ist nicht der Fall.

    Im Gegenteil hat der Vertreter verschiedene Vergütungsansprüche, siehe 87 ff HGB.

    Also: mach sie platt :D :D :D
  3. Jens D.

    Jens D. V.I.P. 08.09.2006, 18:34

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    Hi Snud

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Lässt einen bestimmt besser schlafen.

    Ist es besser zu warten, bis die Ldt. diesen Mustermann verklagt oder soll Mustermann die Ltd. verklagen?

    Gibt es da Prozesskostenhilfe?

    Was würde soetwas kosten?

    Bist Du Anwalt und könntest dies, wenn es ein echter Klient wäre, übernehmen?

    Gruß
    Jens
  4. Remby

    Remby V.I.P. 09.09.2006, 15:24

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    Hallo Jens Düssel,

    laufen die Versicherungsgeschäfte nicht mehr so gut?
  5. snud

    snud V.I.P. 11.09.2006, 07:23

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    ICh kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Ltd. eine Klage wagt. Spätestens wenn sie einen Anwalt fragen, sollte die Sache gegessen sein.

    PKH wäre möglich, sofern der Handelsvertreter nicht zu viel verdient.
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