Heizungsrohre tickern

Dieses Thema "Heizungsrohre tickern - Mietrecht" im Forum "Mietrecht" wurde erstellt von Tim Hunter, 14. August 2012.

  1. Tim Hunter

    Tim Hunter Boardneuling 14.08.2012, 15:29

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    Heizungsrohre tickern

    Hallo Leute,
    folgende Situation beschäftigt mich:

    Man wohnt in einer neuen Wohnung seit Anfang Januar. Zunächst alles i.O., doch nach etwa 2 Monaten fangen die Heizungsrohre, die offen u.a. im Schlafzimmer verlegt sind, morgens (wenn die Heizung eingeschaltet wird, um 6 Uhr) an zu knacken oder tickern. Es fängt sehr schnell an und wird dann langsamer. Nach einer kurzen Pause geht es wieder von vorne los. Man kann es schwer beschreiben, deshalb habe ich 2 Dateien dazu hochgeladen. Die Aufnahmequalität ist nicht sehr gut, deshalb Lautsprecher hochdrehen!
    Hier sind die Links:
    File-Upload.net - 20120314-061548.mp3
    File-Upload.net - 20120315-062040.mp3

    Es ist auf jeden Fall so laut, dass man davon jeden Morgen aufwacht und es kommt definiv aus den Rohren, die in die höheren Stockwerke gehen und nicht aus dem Heizkörper.

    Es wurde der Vermieterin gemeldet, aber die Frau wusste leider auch nicht, was sie tun sollte. Man wacht jeden Morgen etwa gegen 6:15 Uhr auf, normal müsste es erst gegen halb 8 sein. Irgendwann kommt mal ein Klempner, der meinte, dieses Tickern würde aus den Rohren kommen, die sich mit Einschalten der Heizung ausdehnen. Klingt verständlich. Allerdings könnte man nie und nimmer lokalisieren, wo es wohl herkäme und deshalb müsste der Mieter damit zurechtkommen. Das ist natürlich sehr unbefriedigend. Man schlief etwa 2 Wochen jeden Morgen eine Stunde kürzer, nicht sehr schön. Mit Oropax würde man dann den eigenen Wecker nicht mehr hören und der Schlaf ist auch nicht wirklich angenehm damit. Die Vermieterin kam irgendwann auf die Idee, die Heizung erst ab 7 Uhr anlaufen zu lassen. So konnte man eine Stunde länger schlafen, fast bis zur normalen Aufstehzeit. Das Problem war dann, dass es natürlich morgens im Badezimmer nicht warm war. Etwa 17-18 Grad. Zum Duschen ist das zu wenig.
    Dann war es irgenwann April und die Heizung wurde eh für den Sommerbetrieb abgeschaltet.

    Bald geht das Heizen allerdings wieder los und ich möchte gerne geklärt haben, was die Vermieterin tun muss, damit man 1. vernünftig schlafen und 2. im Warmen duschen kann.

    Könnt ihr mir helfen oder habt Ideen?

    Viele Grüße
    Tim
  2. schielu

    schielu V.I.P. 15.08.2012, 10:23

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    AW: Heizungsrohre tickern

    Hier handelt es sich keinesfalls um einen fiktiven Fall!
  3. zeiten

    zeiten V.I.P. 15.08.2012, 11:01

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    AW: Heizungsrohre tickern

    @schielu
    wieso sollt der fall nicht fiktiv geschildert sein...? :rolleyes:


    solch eine gräuschentwicklung bei heizungen halte ich für durchaus normal und das wäre daher nicht im bereich eines mangels, so dass die vermieterin nicht in der pflicht wäre das abzustellen.

    ich halte das für ein psychologisches problem des mieters. das haben viele menschen, beim wechsel von einer gewohnten in eine ungewohnte umgebung. dann werden sämtliche neue geräusche, gerüche oder die raumhelligkeit als störung empfunden.

    die meisten leute kriegen solche umstellungen in jungen jahren problemlos hin, im alter wird es oft schwieriger sich einzugewöhnen.

    selbsthilfetip: in so einem fall könnte man sich beim erwachen jedesmal das kuschelwarme badezimmer in erinnerung rufen, was die tickenden rohre mit sich bringen. oder halt mal schauen, was die tickenden rohre noch alles an annehmlichkeiten mit sich bringen. dadurch kann sich die derzeitige empfindung in so weit verändern, dass nur noch kurz erwacht, sich wohlig herumdreht und in erwartung der schönen dinge, die da mit den (dann angenehm empfundenen) greäuschen kommen, wieder einschläft.
  4. Ron-Wide

    Ron-Wide V.I.P. 15.08.2012, 11:51

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    AW: Heizungsrohre tickern

    Um wieder in's reale Leben zurück zu kehren, hier mal einige Mietminderungsbeispiele, wenn Heizungsanlagen Geräusche verursachen:

    - Rhythmisch wiederkehrende Knackgeräusche der Heizung, die die Benutzung des Schlafzimmers unzumutbar machen.
    LG Mannheim, Urteil vom 23.11.1977- 4 S 95/77, Die Justiz 1978, S. 233 = ZMR 1978, S. 84 (Minderung von 75 % des Mietwertes des Schlafzimmers).

    - Heizung (Klopfgeräusche in der Zentralheizung)
    LG Darmstadt, Urteil vom 25.10.1978 - 7 S 131/78, WM 1980, S. 52 (17 % entsprechen im vorliegenden Fall 70,- DM).

    - LG Hannover, Urteil vom 15.04.1994 - 9 S 211/93, WM 1994, S. 463 (Laute Knackgeräusche eines Gas-Raumheizers). = 10%

    - AG Hamburg, Urteil vom 08.01.1987 - 49 C 836/86, WM 1987, S. 271 (in den Monaten Dezember bis März). = 10 %

    - Heizung (lautes Knacken und Rauschen)
    AG Hamburg, Urteil vom 08.01.1987 - 49 C 836/86, WM 1987, S. 271 (im Monat April). = 5 %


    Solche Geräusche stellen also Mietmängel dar, die der Vermieter eigentlich beheben muss. Kann er das nicht, nun, dann muss er eben mit der geminderten Miete leben.
    Der Mieter kann eigentlich, wenn die Geräusche unerträglich sind und mit der geminderten Miete die Geräuschempfindlichkeit des Mieters nicht gemildert wurde , nur die Kündigung in's Auge fassen.

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