Geldvermögen an minderjähriges Kinder vererben

Dieses Thema "Geldvermögen an minderjähriges Kinder vererben - Erbrecht" im Forum "Erbrecht" wurde erstellt von Kibitz60, 8. Januar 2017.

  1. Kibitz60

    Kibitz60 Junior Mitglied 08.01.2017, 12:26

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    Geldvermögen an minderjähriges Kinder vererben

    ich hätte eine Frage zum Erbrecht und wie man folgenden Wunsch umsetzten könnte.

    Herr A lebt seit Jahren getrennt von seiner Frau, ist aber formal noch verheiratet, weil seine Frau die Scheidung wegen Unterhaltsansprüchen mit allen Mitteln verzögert.
    Beide haben ein gemeinsames minderjähriges Kind (15 J.) das bei der Mutter lebt.

    Herr A möchte nun ein Testament aufsetzen indem die getrennt lebende Frau zu der er keinerlei emotionale Bindung mehr hat am besten Nichts und die Kinder Alles erben.
    Ferner wäre es ihm lieb wenn die Kinder die Verfügungsgewalt über das Geldvermögen nicht unmittelbar, auch nicht mit erreichen ihrer Volljährigkeit, sondern erst mit z.B. 25 Jahren erlangen.

    Sie so etwas überhaupt umsetzbar und wenn ja wie hoch wären die Notarkosten und eventuell Erbverwalterkosten ungefähr?
  2. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 08.01.2017, 14:02

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    Man nimmt ein Stück Papier und schreibt das so oder so ähnlich eigenhändig auf, Datum, Unterschrift, § 2247 BGB. Oder man geht zum Notar und das kostet dann etwas, spart aber für die Erben den Erbschein. Enterbung und Erbeinsetzung ist problemlos umsetzbar. Im Übrigen muss eine Ehe nicht geschieden sein, damit der Ehegatte nicht mehr erbt. Es reicht, dass die Voraussetzungen für die Scheidung bei Erbfall vorlagen, § 1933 S. 1 BGB. Notwendigkeit für Testamentvollstrecker sehe ich nicht. Man kann auch das Geld auf Sparkonten einzahlen und diese mit einem altersmäßigen Sperrvermerk versehen lassen.
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2017
  3. Kibitz60

    Kibitz60 Junior Mitglied 08.01.2017, 14:22

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    Vielen Dank für die Information!

    Ich bin davon ausgegangen das der Ehepartner (auch der getrennt Lebende) die Hälfte des Nachlasses erbt und durch "Enterbung" immer nur auf einen Pflichtteil (dann 25%) reduziert werden kann, zumindest dann wenn kein grober Undank oder ähnliches vorliegt. Waren meine Überlegungen hier grundsätzlich falsch? Gilt dieses Pflichtteils-Prinzip nur bei Kindern oder direkten Verwandten?
  4. CruNCC

    CruNCC V.I.P. 08.01.2017, 14:38

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    Nein, die Überlegung ist grundsätzlich richtig. Ein enterbter Ehegatte hat einen Pflichtteilsanspruch.

    Allerdings hat der Ehegatte kein gestzliches Erb- oder Pflichtteilsrecht mehr, wenn die Voraussetzungen zur Scheidung gegeben sind.
    https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1933.html
    https://dejure.org/gesetze/BGB/2303.html
  5. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 08.01.2017, 14:49

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    Pflichtteil hat nichts mit der Erbfolge und Testierfreiheit zu tun. Pflichtteil ist ein grds. nicht entziehbarer anteilmäßiger Geldbetrag, §§ 2303 ff. BGB. Erben sind Rechtsnachfolger, §§ 1922 ff. BGB.
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2017
  6. Kibitz60

    Kibitz60 Junior Mitglied 08.01.2017, 15:31

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    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.
  7. hambre

    hambre V.I.P. 11.01.2017, 21:53

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    Das würde ich nicht mache. Wenn Du einen Scheidungsantrag gestellt hast, dann hat die Ehefrau zwar weder Anspruch auf einen Erbteil oder auf einen Pflichtteil. Sie hat aber Anspruch auf den Zugewinnausgleich.

    Den müssen die Kinder auch irgendwie auszahlen können. Mit der Vermögensverwaltung kann man jedoch eine Person des eigenen Vertrauens beauftragen, so dass keine Kosten der Nachlassverwaltung entstehen.

    De Notarkosten richten sich nach dem aktuellen Vermögen des Ehemannes.
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