Erbrecht komplexer Fall 2 Kinder, eine Witwe, ein Exehemann

Dieses Thema "Erbrecht komplexer Fall 2 Kinder, eine Witwe, ein Exehemann - Erbrecht" im Forum "Erbrecht" wurde erstellt von Reinhard458, 4. Januar 2017.

  1. Reinhard458

    Reinhard458 Boardneuling 04.01.2017, 13:37

    Registriert seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Erbrecht komplexer Fall 2 Kinder, eine Witwe, ein Exehemann

    Hallo, ich hätte da mal einen Interessanten fiktiven Fall der mich Beschäftigt.

    Ein Ehepaar mit drei Kindern lässt sich vor 25 Jahren scheiden. Zusammen hatten Sie ein Haus, das nach der Scheidung die Frau weiter behält und weiter abzahlt (ca 60t DM).

    Der Ehemann zieht aus und verschwindet. Er zahlt seinen Unterhalt an die geschiedene Frau nur unregelmäßig und so kommt es, das die Exfrau die fehlenden Zahlungen zu Ihren Gunsten ins Grundbuch eintragen lässt.

    Im laufe der Jahre fallen auch Modernisierungskosten für das Haus an, neue Fenster, neue Heizung, neues Dach etc. wovon der zweite Eigentümer, in dem Fall ja der Ex Ehemann nix hinzu bezahlt.

    Und wie schon erwähnt hatte die Exfrau auch noch den Restkredit von ca 60t DM alleine abgezahlt.

    So, jetzt machen wir einen Sprung ins Jahr 2016, die geschieden Ex Frau verstirbt, der Ex Mann taucht wieder aus der Versenkung auf und möchte das Haus verkaufen.
    Er ist der Festen Überzeugung, das 50% vom Anwesen ihm gehören, obwohl mehrere Eintragungen im Grundbuch zu seinem Nachteil vorgenommen wurden.
    Er ist auch der Überzeugung, das die andere hälfte nur an die zwei verbleibenden Kinder auszuzahlen ist. Die Witwe findet in seiner Berechnung keine Beachtung.
    Das jetzt mal ganz Grob dargestellt.

    Rückwirkend betrachte frage ich mich bezüglich der Modernisierungskosten, könnten ihm die beiden Kinder sowie die Witwe dieses in Rechnung bzw in Abzug stellen?
    Und könnte man ihm in für die Tatsache, das die Exfrau den Kredit alleine Abgezahlt hat Abzüge vorrechnen?
    Das wäre der erste Teil der Frage, jetzt geht es weiter....

    Es waren ja 3 Kinder, inzwischen alle Erwachsen und zwei davon verheiratet.
    Nach dem Tod der Exfrau verstirbt nun einer der Söhne, er hinterlässt eine Frau, die nun Witwe wäre. Würde diese den Platz in der Erbengemeinde für ihren verstorbenen Ehemann einnehmen?

    Also würde dessen Erbteil aus dieser Erbengemeinde direkt an die Witwe übergehen?

    und....

    könnte der Exmann das Haus ohne wissen der verbleibenden 2 Kindern sowie der Witwe des Verstorbenen Sohnes einfach das Anwesen verkaufen?

    Er würde sich dabei Strafbar machen, das ist völlig klar, aber könnte er das rein theoretisch machen?

    Bin gespannt was kommt.
    Viele Grüße,
    Reinhard
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Januar 2017
  2. khmlev

    khmlev V.I.P. 04.01.2017, 13:53

    Registriert seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    2.349
    Zustimmungen:
    406
    Punkte für Erfolge:
    83
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    396
    99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)99% positive Bewertungen (2349 Beiträge, 396 Bewertungen)
    War die Exfrau in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit einer Frau verpartnert, die hier nun als Witwe bezeichnet wird?

    Wenn die Erblasserin ihre Ansprüche nicht in Form eines vollstreckbaren Titels oder in Form einer Sicherungshypothek zu Lasten des Anteils des Miteigentümer der Ex-Mann hat sichern lassen, können die Erben nur die Forderungen der letzten 3 Jahre gegen den Ex-Mann geltend machen.

    Dem Ex-Mann steht natürlich vom Kaufpreis ein Anteil in Höhe seines Miteigentumsanteil zu. Diesen sollten die Erben aber direkt durch Pfändung in Höhe der durch einen vollstreckbaren Titel gesicherten Forderungen des Ex-Frau sicherstellen.
  3. Reinhard458

    Reinhard458 Boardneuling 04.01.2017, 14:14

    Registriert seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Nein, habe ich mich falsch ausgedrückt, die Exfrau ist die ganzen Jahre alleine geblieben.
    Die Witwe kommt aus der Ehe eines verstorbenen Sohnes.
    Also Eltern geschieden, Frau blieb alleine.
    Heute leben also nur noch 2 Söhne und von einem verstobenen Sohn die Ehefrau, jetzt Witwe. Würde diese den Platz in der Erbengemeinde ihres verstorbenen Mannes einnehmen?
  4. Reinhard458

    Reinhard458 Boardneuling 04.01.2017, 14:21

    Registriert seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Ach so, die Erblasserin, in dem Fall die Exfrau oder auch die verlassene Frau hatte halt nur den fehlenden Unterhalt ins Grundbuch eintragen lassen zu seinem Nachteil.
    Die Tilgung des Hauses hat sie alleine gestemmt sowie auch die Moderniesirung des Hauses und "IHM", also den Ex Eheman nicht in Rechnung gestellt - vielleicht im nachhinein betrachtet "Leider nicht".
  5. CruNCC

    CruNCC V.I.P. 04.01.2017, 20:20

    Registriert seit:
    22. August 2006
    Beiträge:
    4.868
    Zustimmungen:
    341
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Renommee:
    393
    98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)
    Die Eintragungen haben keinen Einfluss auf seine Stellung Miteigentümer.
    Ein Verkauf muss notariell beurkundet werden. Hierbei müssen alle Erben der Exfrau mitwirken.
    Wenn diese Erbin ihres Ehemannes ist, ja.
    Es gibt übrigens keine Erbengemeinde, sondern eine Erbengemeinschaft.
    Nein.
  6. Reinhard458

    Reinhard458 Boardneuling 06.01.2017, 13:05

    Registriert seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Nachfrage, eine Grundbucheintragung, ist das nicht eine Art von Zwangshypothek?

    Das er weiterhin Miteigentümer bleibt ist klar, aber ich denke bei einem Hausverkauf wird ihm halt der teil in höhe der Eintragung von vorne herein abgezogen.

    Müssten die zwei verbleibenden Kinder sowie die Witwe,zwingend einen Erbschein beantragen, oder ist das nicht vorgeschrieben oder geht es gar nicht ohne? Es gibt ja Erbschein und Teil-Erbschein. Was ist da der Unterschied?

    und..

    gerade im Fall der Witwe, müsste diese sich erst einen Erbschein für ihren verstorben Mann einholen um dann weiterhin den Platz in der Erbgemeinschaft ihres verstorbenen Mannes zu beanspruchen?
  7. CruNCC

    CruNCC V.I.P. 06.01.2017, 14:01

    Registriert seit:
    22. August 2006
    Beiträge:
    4.868
    Zustimmungen:
    341
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Renommee:
    393
    98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)
    Das kommt darauf an, was genau im Grundbuch eingetragen wurde.
    Es wird sowohl ein Erbschein auf den Tod der Exfrau sowie ein Erbschein des nachverstorbenen Sohnes benötigt (sofern keine notariell beurkundete Verfügung vorhanden ist).
    Mit einem Teil-Erbschein kann man nichts anfangen.
    Ja. Gibt es denn ein Testament des verstorbenen Sohnes? Sind Kinder vorhanden?

    Sollte kein Testament vorhanden sein, ist die Witwe nicht Alleinerbin!
  8. Reinhard458

    Reinhard458 Boardneuling 06.01.2017, 18:17

    Registriert seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Reinhard458 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Der verstorbene Sohn hatte kein Testament hinterlassen. Er war verheiratet und hatte eine (Stief) Tochter.
  9. CruNCC

    CruNCC V.I.P. 06.01.2017, 19:38

    Registriert seit:
    22. August 2006
    Beiträge:
    4.868
    Zustimmungen:
    341
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Renommee:
    393
    98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4868 Beiträge, 384 Bewertungen)
    Dann erbt die Witwe nur zu 3/4 und 1/4 geht an die Eltern bzw. an die Geschwister.
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Enkel - Erbrecht komplexer Fall, wer kann mit Fakten dienen? Erbrecht 4. April 2012
Vermieter -komplexer Fall Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 6. Dezember 2010
Erbrecht Kinder Erbrecht 1. Februar 2010
Unfallflucht - komplexer Fall.. Strafrecht / Strafprozeßrecht 9. Mai 2006
komplexer Fall Schulrecht und Hochschulrecht 30. April 2005

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.


Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum