Einstellung als Beamter auf Probe Ablehnung ohne nachvollziehbare Risikoabwägung

Dieses Thema "Einstellung als Beamter auf Probe Ablehnung ohne nachvollziehbare Risikoabwägung - Beamtenrecht" im Forum "Beamtenrecht" wurde erstellt von Rik123, 11. August 2017.

  1. Rik123

    Rik123 Neues Mitglied 11.08.2017, 18:28

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    Einstellung als Beamter auf Probe Ablehnung ohne nachvollziehbare Risikoabwägung

    Guten Tag,
    ich erhoffe mir einen Rat für folgenden hypothetischen Fall in sagen wir mal... NRW.
    Herr A. erbittet eine Einstellung als Beamter auf Probe im Lehrerberuf.
    Herr A. fühlt sich kerngesund und hat keine "Krankengeschichte" aufzuweisen. Ist Nichtraucher und hat Normalgewicht.
    Bei der amtsärztlichen Untersuchung fallen Leberwerte auf, die 4-fach erhöht sind. Daraufhin bittet der Amtsarzt um Abklärung beim Facharzt.
    Einen Monat Später Liegt das Gutachten des Facharztes vor: Die Werte sind nur noch 1,7-Fach erhöht, alle Infektionskrankheiten sind ausgeschlossen worden und es sind keinerlei Anzeichen für einen Schaden an Leber oder den anderen Organen. Als Ursache wird erstmal eine minimale "Fettleber" vermutet. Aber es gibt keinerlei Anzeichen für Beschwerden o.ä.

    Trotz Ausschluss einer Krankheit (Eine minimale Fettleber haben fast 50% der Menschen in Deutschland) wurde einer Verbeamtung auf Probe nicht zugestimmt. Ein weiterer Anlauf darf laut Gesundheitsamt erst nach 6 Monaten unternommen werden. Es erfolgt eine Einstellung als Tarifangestellter.

    Was meint Ihr? Wäre eine solche Ablehnung aufgrund schlechter Werte mit ausgeschlossener Infektiöser oder Organischer Ursache rechtens?

    Dies widerspricht nach meinem Rechtsverständnis des Leitsatzes:
    "Ein Beamtenbewerber ist gesundheitlich nicht geeignet, wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Eintritt einer Dienstunfähigkeit vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze auszugehen ist (Änderung der Rechtsprechung)."

    Ich freue mich auf kontroverse Diskussionen!
  2. Librarian

    Librarian Star Mitglied 12.08.2017, 07:30

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    Wenn weniger als 50% der Bundesbürger eine "minimale Fettleber" haben, bedeutet das, daß mehr als 50% der Bundesbürger eben keine solche haben. Damit ist der Zustand "diagnostizierte Fettleber" durchaus von Krankheitswert, der eine Verbeamtung verhindern kann. Der "Normalzustand" wäre halt "keine Fettleber".

    Nur weil eine akute Infektion ausgeschlossen wurde, kann dennoch eine verdeckte chronische Erkrankung vorliegen, die mit einiger Sicherheit vorzeitig zur Dienstunfähigkeit führen könnte. Alles theoretisch. Die Leberwerte sind ja schon gesunken, wenn tatsächlich nichts ist, dürften die Werte nach weiteren 6 Monaten normal bzw nahezu normal sein (hier gibt es einen Rahmen, in dem sich die Werte bewegen sollten). Gerade bei Leberproblenem ist das Zusammenspiel mehrerer Werte/Faktoren zu beobachten, die erst in der Gesamtheit (und oft auch erst im Verlauf) genauere Aussagen zulassen.

    In den meisten Fällen wird, sofern die Werte nicht gravierend aus der Reihe tanzen, daher erst mal beobachtet. Also ist noch nicht alles verloren! Ich glaube jedoch nicht, daß man zum jetzigen Zeitpunkt gegen die Entscheidung ankommt.
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