Deutsches oder Schweizer Recht ?

Dieses Thema "Deutsches oder Schweizer Recht ? - Internationales Recht" im Forum "Internationales Recht" wurde erstellt von dpet, 13. September 2017.

  1. dpet

    dpet Neues Mitglied 13.09.2017, 11:31

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    Deutsches oder Schweizer Recht ?

    Miterbe in der Schweiz verweigert Herausgabe des anteiligen Nachlasses

    Dies ist ein fiktiver Fall. Angenommen ...

    ... ein noch aufzuteilender Nachlass befinde sich zum größten Teil in der Hand des Miterben in der Schweiz. Dieser sei Schweizer Staatsbürger und dort wohnhaft. Der andere Erbe sei deutscher Staatsbürger und wohne in Deutschland.

    Der Erblasser sei im Jahre 2013 verstorben und sei deutscher Staatsbürger gewesen. Daher sei ein gemeinschaftlicher Erbschein nach deutschem Recht zu je 1/2 Anteil erteilt worden.

    Aufgrund der Unübersichtlichkeit des Nachlasses sei es zu einem Aufgebotsverfahren der Nachlassgläubiger gekommen mit einem seit Anfang 2016 rechtskräftigem Ausschließungsbeschluss eines deutschen Gerichtes.

    Der Miterbe macht nun (bis jetzt unbelegte und unbekannte) Forderungen an den Nachlass geltend, die in etwa an die Höhe des Nachlasswertes heranreichen. Er hat diese Forderungen erst kürzlich geltend gemacht und nicht etwa im Aufgebotsverfahren, obwohl er von diesem Kenntnis hatte.

    Ohne die Angelegenheit an dieser Stelle näher zu erörtern, stellen sich zunächst folgende Fragen:

    Wie weit wäre ein solcher Fall eine Sache deutschen Rechtes oder Schweizer Rechtes bzw. wo greift deutsches Recht, wo Schweizer Recht?

    Hätte es Sinn hier in Deutschland dagegen vorzugehen bzw. zu klagen, oder muss eine Klage beim Gericht am Wohnort des Beklagten eingereicht werden, nehmen wir an im Tessin?
    Ließe sich der Kläger besser durch einen deutschen Anwalt oder Schweizer Anwalt vertreten, oder braucht er gar die Vertretung beider? Die Frage stellt sich auch im Hinblick auf eine mögliche außergerichtliche Einigung.

    Könnte ein deutscher Anwalt möglicherweise notwendige Verfahren in der Schweiz einleiten, durchführen und einen deutschen Kläger dort vertreten?

    Interessant wäre auch, mit welchem Zeitaufwand und Kosten ein Kläger zu rechnen hätte. In fortgeschrittenem Lebensalter muss man sich nicht unbedingt 10 Jahre herumzanken, um dann festzustellen, dass der Nachlass durch die Prozesskosten aufgebraucht wurde ...

    Inwieweit wäre diese Angelegenheit Gegenstand deutschen Erbrechtes? Die Forderung des Miterben hat mit Erbansprüchen ja nichts zu tun. Darüber hinaus liegt ein rechtskräftiger Ausschließungsbeschluss vor. Dadurch sind auch Forderungen des Miterben ausgeschlossen. Er könnte höchstens versuchen, diesen Beschluss anzufechten.

    Was für Möglichkeiten hätte der andere Erbe überhaupt seinen Anspruch durchzusetzen?
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