Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Dieses Thema "Beweislastumkehr bei Ärztepfusch - Medizinrecht" im Forum "Medizinrecht" wurde erstellt von helmes63, 28. März 2012.

  1. helmes63

    helmes63 V.I.P. 28.03.2012, 15:15

    Registriert seit:
    3. Januar 2006
    Beiträge:
    2.978
    Zustimmungen:
    11
    Punkte für Erfolge:
    38
    Renommee:
    9
    33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)
    Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

    Guten Tag,

    ... der Nachweis das Schmerzen auf eine bestimmte Operation zurückzuführen ist scheint offiziell unmöglich.- Frage: gibt es
    überhaupt Gerichtsprozesse bei denen die Nachweisführung hier
    wenigstens einmal gelungen ist ?

    b) Wieso gibt es nicht mittlerweile durch die Krankenkassen veranlasst Gutachter die als unparteiische Fachleute in Sachen Ursachenfeststellung entsprechend geschult werden ?

    Die Beweislastumkehr ist so gesehen nicht die Lösung weil
    damit ja nur der "schwarze Peter" verschoben wird. Eine ein-
    deutige Sachverhaltsaufklärung scheint medizinisch in der Regel unmöglich, weshalb eigentlich ?!
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 28.03.2012, 19:31

    Registriert seit:
    16. Mai 2008
    Beiträge:
    8.856
    Zustimmungen:
    428
    Punkte für Erfolge:
    83
    Renommee:
    386
    90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)
    AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

    Er ist vor allem praktisch sehr schwierig.

    Sicher.

    Die gibt es doch.

    Allerdings muß ein Gutachter, um die Qualität einer ärztlichen Maßnahme beurteilen zu können, logischerweise selber mindestens auch Arzt sein, und zwar auf dem jeweiligen Fachgebiet. Anders fehlt ihm ja zwangsläufig die fachliche Kompetenz, die Sache zu beurteilen.

    In der Regel muß der Gutachter darüber hinaus sogar noch besondere Erfahrungen o.ä. auf dem jeweiligen Gebiet nachweisen.

    Bei einer Beweislastumkehr wird der Arzt auch nur das machen müssen, was er heute schon muß: darlegen, daß seine Behandlung nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt wurde.

    Es gibt keine Anspruch des Patienten auf Erfolg der Behandlung (das ist auch schlicht unmöglich). Es gibt nur einen Anspruch darauf, daß der Arzt nach den Regeln der ärztlichen Kunst behandelt.

    Eine eindeutige Sachverhaltsaufklärung ist in der Medizin überhaupt kein Problem, dafür gibt es ja die ärztliche Dokumentation.
  3. Morgan le Fay

    Morgan le Fay Aktives Mitglied 01.04.2012, 17:16

    Registriert seit:
    9. Februar 2009
    Beiträge:
    206
    Zustimmungen:
    3
    Punkte für Erfolge:
    18
    Renommee:
    23
    Keine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Morgan le Fay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

    Das stimmt so nicht. Es gibt durchaus auch nichtärztliche Gutachter, z.B. Augenoptikermeister als öbuv Sachverständige. Was deren Gutachten vor Gericht gegen einen Arzt wert ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

    ....was er aber nicht getan hat, wenn ein Patient mit der von ihm verordneten Brille nicht optimal sieht, obwohl eine Optimierung möglich ist.

    Sehr witzig.
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 02.04.2012, 01:54

    Registriert seit:
    16. Mai 2008
    Beiträge:
    8.856
    Zustimmungen:
    428
    Punkte für Erfolge:
    83
    Renommee:
    386
    90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)
    AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

    Der Augenoptiker kann maximal eine Aussage zum Sehvermögen des Patienten treffen. Zu ärztlichen Fragen wie der Notwendigkeit einer Behandlung oder der ordnungsgemäßen Durchführung der Behandlung wird er als Gutachter von keinem Gericht akzeptiert werden.

    Das ist sicher richtig, allerdings steht im EP nirgendwo, daß es um eine Optimierung der Sehkraft oder überhaupt einen augenärztlichen Eingriff ging.

    Überhaupt nicht.

    Der Arzt kommt in böse Beweisnot, wenn seine Dokumentation nicht ordnungsgemäß und vollständig ist. Zu einer solchen Dokumentation ist er verpflichtet, und wenn er die nicht vorweisen kann, wird das Gericht im Zweifelsfall häufig dazu neigen, einen behaupteten ärztlichen Fehler anzunehmen.
  5. helmes63

    helmes63 V.I.P. 02.04.2012, 13:47

    Registriert seit:
    3. Januar 2006
    Beiträge:
    2.978
    Zustimmungen:
    11
    Punkte für Erfolge:
    38
    Renommee:
    9
    33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)
    AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

    Ist das Problem nicht noch komplexer : Wer will den die Richtigkeit der Pflegedokumentation beurteilen ?! Wenn hier eine Behandlung dazugedichtet ist kann das weder Patient noch GKV-Träger überhaupt beurteilen. Das ist das eigentliche Problem !
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 03.04.2012, 00:10

    Registriert seit:
    16. Mai 2008
    Beiträge:
    8.856
    Zustimmungen:
    428
    Punkte für Erfolge:
    83
    Renommee:
    386
    90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8856 Beiträge, 454 Bewertungen)
    AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

    Wo kommt jetzt auf einmal die Pflegedokumentation her?

    Auch von einer solchen war im EP nirgendwo die Rede...
  7. helmes63

    helmes63 V.I.P. 03.04.2012, 10:55

    Registriert seit:
    3. Januar 2006
    Beiträge:
    2.978
    Zustimmungen:
    11
    Punkte für Erfolge:
    38
    Renommee:
    9
    33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)33% positive Bewertungen (2978 Beiträge, 33 Bewertungen)
    AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

    Im Prinzip ist der Hintergrund doch so : da Haftungsfälle bei Operationsfehlern sehr komplex sind müsste es doch auch seitens der Versicherung Gutachter geben die eine geeignete Sachverhaltsüberprüfung feststellen können ...

    Durch das Problem der mangelhaften Neutralität gibt es aber den Horror von Gutachten und Gegengutachten : am schlimmsten sind aber das die ungeeigneten Methoden einen Sachverhalt objektiv zu überprüfen. Deshalb geht es am Ende immer um die Beweislastfrage. Mir ist kein Fall bekannt bei denen die Nachweisführung von Schmerzen und Behandlungsfehler nachprüfbar gelungen ist und ein Schadeneratz durch das Gericht erstritten wurde.
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Ärztepfusch Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 8. Februar 2012
Beweislastumkehr Bürgerliches Recht allgemein 8. November 2010
Beweislastumkehr Zivilrecht - Examensvorbereitung 30. Juli 2009
Beweislastumkehr Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 27. Juli 2009
Ärztepfusch Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 18. Oktober 2008