Betrug beim Hundeverkauf

Dieses Thema "Betrug beim Hundeverkauf - Bürgerliches Recht allgemein" im Forum "Bürgerliches Recht allgemein" wurde erstellt von nina220780, 7. August 2009.

  1. nina220780

    nina220780 Neues Mitglied 07.08.2009, 16:34

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    Betrug beim Hundeverkauf

    Angenommen: Zwei Parteien, eine davon ein gewerblicher Hundezüchter, und einer ein angeblicher Liebhaber.

    Der Liebhaber ParteiB ist interessiert daran einen Hundewelpen von ParteiA dem Züchter zu kaufen. Ein vom Züchter betiteltes reines Liebhabertier, was auch im Vertrag festgehalten wurde.
    Dem Käufer wurden die " Fehler" die das Tier hat,(reine Zuchtausschließende Fehler keine Krankheiten oder so) gezeigt und er wurde daraufhin gewiesen das dieses Tier ein reines Liebhabertier ist.
    Ein Vertrag kommt zustande. Einige Tage später erfährt ParteiA der Züchter, das ParteiB nur vorgab ein reiner Liebhaber zu sein, und gegenüber dritten triumphierend geäußert hat bei ParteiA billig einen Zuchthund mit Abstammungsnachweis geschossen zu haben.Nach einiger Prüfung findet ParteiA heraus das es sich ebenfalls um einen gewerblichen Züchter handelt.
    Nach 2 Wochen meldet sich ParteiB nun und will den noch ausstehenden Abstammungsnachweis ausgehändigt bekommen. ParteiA der Züchter teilt ParteiB mit das er diesen Abstammungsnachweis nur ausgehändigt bekommt, wenn in diesem vermerkt wurde das der Hund zuchtuntauglich ist.
    ParteiB schreibt daraufhin den zuchtverband von Partei A an und stellt einige böse und unwahre Behauptungen über ParteiA auf, die auch von ParteiA widerlegt werden könnten bei Bedarf. Partei A wird in dieser Email bezichtigt den Welpen auf dem Polenmarkt zugekauft zu haben, eine dreckige Zucht zu führen, und Welpenkäufer arglistig zu täuschen indem sie Hunde angeblich zukauft und diesen Papiere fälschen würde.
    Des weiteren rät ParteiB dem Vereinsvostand sich von Partei A zu trennen um den eigenen Ruf zu wahren.
    Die Behauptungen von ParteiB können vom Verein und vom Züchter allerdings alle widerlegt werden wenn es sein müsste.

    Würde das unter Verleumdung fallen? Wie könnte sich Partei A gegen diese schweren Rufschädigenden Anschuldigungen schützen? Wäre es möglich vom Vertrag zurückzutreten?Wie könne man ggf an Partei B herantreten und den Hund wiederbekommen?

    MFG Nina
  2. semmel76

    semmel76 V.I.P. 07.08.2009, 16:52

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    AW: Betrug beim Hundeverkauf

    Wenn die Behauptungen der Partei B nachweislich unwahr sind, so wäre m.E. der Tatbestand der Verleumdung (§ 187 StGB ) erfüllt.

    Partei A kann Partei B anzeigen - ein Anwalt zur Wahrnehmung und Durchsetzung der Interessen von A bezüglich des Vertrages wäre empfohlen...
  3. nina220780

    nina220780 Neues Mitglied 07.08.2009, 17:34

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    AW: Betrug beim Hundeverkauf

    Danke für die antwort, ja die Anschuldigungen sind nachweislich unwahr. Es handelt sich hierbei um einen Rassehund dessen Abstammung zwar noch beim Verband liegt jedoch zu diesem Hund gehört und nachweisen kann das er nicht zugekauft wurde wie von ParteiB behauptet wird.

    Die Elterntiere und die Großeltern des Welpen sind vor Ort und können im Zweifelsfall per gentest bestimmt werden.
    Angezeigt ist Partei B bereits, allerdings hielt der Polizist fest wegen übler Nachrede und nicht Verleumdung. In o.g Sache wäre da nicht Verleumdung die Straftat? Eine Email mit den Anschuldigungen wurde der Polizei mit ausgehändigt.

    MFG Nina
  4. semmel76

    semmel76 V.I.P. 07.08.2009, 17:49

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    AW: Betrug beim Hundeverkauf

    Gerne geschehen...

    Eine "Verleumdung" wäre es, wenn die Partei B gewusst hätte, dass die Behauptung unwahr wäre - d.h., die Unwahrheit über die Behauptung müsste B bekannt gewesen sein -> bewusst wahrheitswidrige Äusserung des B.

    Die "Üble Nachrede" (§ 186 StGB) ist ebenso eine strafbare, "ehrverletzende" Tatsachenbehauptung - hier stellt sich die Behauptung aber dann nachweislich als unwahr heraus, d.h. B darf zwar von der Wahrheit seiner Behauptung ausgehen, jedoch würde z.B.: beim Prozess bekannt, dass die Behauptung erwiesen unwahr sei.
  5. nina220780

    nina220780 Neues Mitglied 07.08.2009, 18:05

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    AW: Betrug beim Hundeverkauf

    Das Bewusstsein darüber das es unwahrheiten sind war Partei B bekannt da sie sich der dritten Partei gegenüber, vor der Nachfrage nach dem Abstammngsnachweis, positiv geäußert hatte.
    MFG

    Dies würde die dritte Partei auch bestätigen.

    Wäre die Tatsache das Partei B verschwiegen hat ebenso gewerblicher Züchter zu sein in irgendeiner Weise relevant für das Vertragsverhältnis? Denn hätte partei A gewußt das es sich um einen Züchter handelt hätte er nie diesen Welpen verkauft da er nachweislich zur Zucht unzulässige Fehler aufweist.
  6. semmel76

    semmel76 V.I.P. 07.08.2009, 18:07

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    AW: Betrug beim Hundeverkauf

    Die StA ermittelt in beiden Fällen, so wird B - gleich welcher Strafantrag - gemäss Ermittlungsstand entsprechend verurteilt werden... ;)
  7. semmel76

    semmel76 V.I.P. 07.08.2009, 18:28

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    AW: Betrug beim Hundeverkauf

    Inwieweit der Vertrag hier ob der vorgetragenen Tatsache über eine Täuschung durch den Käufer wirksam angefochten oder widerrufen werden kann, wird ein (empfohlener) Anwalt sicher besser beurteilen / einschätzen können....

    Ich zumindest muss hier passen - ggf. können aber andere User oder gar ein Zuchtverband in dieser Angelegenheit aufklären...
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