Betreiber von kinox.to zu Freiheitsstrafe verurteilt

Dieses Thema "Betreiber von kinox.to zu Freiheitsstrafe verurteilt - Nachrichten: Internet & IT" im Forum "Nachrichten: Internet & IT" wurde erstellt von Juraforumadmin, 20. Januar 2017.

  1. Juraforumadmin

    Juraforumadmin Administratorin 20.01.2017, 14:06

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    Betreiber von kinox.to zu Freiheitsstrafe verurteilt

    Das Landgericht Leipzig hat einen 29-Jährigen Angeklagten unter anderem wegen gewerbsmäßiger unerlaubter Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken (Fall "kinox.to") und wegen Beihilfe hierzu (Fall "kino.to") sowie wegen (Beihilfe zur) Computersabotage zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt sowie Verfalls- und Einziehungsentscheidungen getroffen.

    Nach den Feststellungen des Landgerichts unterstützte der Angeklagte in den Jahren 2009 bis 2011 den Betrieb der in Deutschland führenden illegalen Internet-Plattform "kino.to", die kostenlos Links zu Raubkopien von Kinofilmen und TV-Serien zum Herunterladen (Download) bzw. zum Ansehen im Internet (Streaming) anbot.

    Sabotage konkurrierender Portale


    Nachdem "kino.to" im Zuge strafrechtlicher Ermittlungen abgeschaltet worden war, baute der Angeklagte das Nachfolgeportal "kinox.to" auf und betrieb dieses zusammen mit anderen. Zudem sabotierte er unter Einsatz seiner IT-Kenntnisse und Erfahrungen als Computer-Hacker den Betrieb zweier ebenfalls illegaler, konkurrierender Videostreaming-Plattformen bzw. unterstützte die Beeinträchtigung des Betriebs der Konkurrenz-Plattformen.

    Urteil rechtskräftig

    Der 5. (Leipziger) Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die gegen dieses Urteil gerichtete Revision des Angeklagten entsprechend dem Antrag des Generalbundesanwalts – mit Ausnahme einer numerischen Korrektur im Schuldspruch – als unbegründet verworfen. Das Urteil des Landgerichts Leipzig ist damit rechtskräftig.

    BGH, Beschluss 5 StR 164/16 vom 11. Januar 2017

    Vorinstanz:

    Landgericht Leipzig, Urteil 11 KLs 390 Js 9/15 vom 14. Dezember 2015


    Quelle: © Bundesgerichtshof

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