Balkone Verglasung in Eigentümergemeinschaft genehmigungspflichtig?

Dieses Thema "Balkone Verglasung in Eigentümergemeinschaft genehmigungspflichtig? - Immobilienrecht" im Forum "Immobilienrecht" wurde erstellt von Silke1970, 21. April 2017.

  1. Silke1970

    Silke1970 Senior Mitglied 21.04.2017, 09:16

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    Balkone Verglasung in Eigentümergemeinschaft genehmigungspflichtig?

    Hallo,

    angenommen in einer Eigentümergemeinschaft A mit etwa 100 Wohnungen davon sagen wir mal 50 vermietet und in 50 Wohnungen leben die Eigentümer selber drin.

    Angenommen im Jahr 1995 haben ein paar Eigentümer Ihre Balkone zum Wintergarten umgebaut (teilweise komplett verglast und bei manchen ist halt nur eine Seite verglast und der Rest ist offen). Gehen wir mal davon aus, dass es im Jahr 1996 einen Beschluss auf der Eigentümerversammlung gab der aussagte, dass Balkone nur verglast werden dürfen, wenn 1 Seite noch offen ist (wie angedeutet, manche Eigentümer haben sich nicht daran gehalten). Gehen wir nun mal davon aus, dass 1 Mieter B (der erst ein paar Jahre später zum Eigentümer wurde) dagegen geklagt hat und den Prozess verloren hat (soll seinem Anwalt gesagt haben, dass er Eigentümer ist, was aber erst vor Gericht durch den Anwalt der Eigentümergemeinschaft rauskam).

    Gehen wir nun mal davon aus, dass ein neuer Eigentümer C im Jahr 2017 seinen Balkone komplett verglast hat (ohne Genehmigung vom Verwalter etc. auf gut glauben).

    Frage: Wenn der jetzige Eigentümer B nun wieder vor Gericht zieht müsste dann der Eigentümer C seine Balkone Verglasung beseitigen oder kann er sich darauf berufen, dass dieses bei anderen Eigentümern auch geduldet wurde? -Wenn er seine Verkleidung abreißen muss, müssten dann die anderen Eigentümer damit rechnen, dass sie Ihre Verglasung auch abreißen müssen oder gibt es da eine art Bestandsschutz?

    Danke schon mal
  2. mabebo

    mabebo Aktives Mitglied 21.04.2017, 09:58

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    Eine Gleichbehandlung im Unrecht gibt es hier nicht.

    [QUOTEWenn er seine Verkleidung abreißen muss, müssten dann die anderen Eigentümer damit rechnen, dass sie Ihre Verglasung auch abreißen müssen oder gibt es da eine art Bestandsschutz?][/QUOTE]

    Es gibt die Verjährung, so dass wahrscheinlich nicht alle abreißen müssen.
  3. Silke1970

    Silke1970 Senior Mitglied 21.04.2017, 10:11

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    Hallo und danke für die Antwort.

    Also dürfen die Verglasungen, die vor über 3 Jahren gemacht worden sind so bleiben, wie sie sind?

    Danke schon mal
  4. mabebo

    mabebo Aktives Mitglied 21.04.2017, 10:27

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    Liegen die Voraussetzungen für den Beginn der Verjährungsfrist vor, so kann der Eigentümer davon ausgehen, dass nach maximal vier Jahren die Veränderung bestehen bleiben wird.

    Jedoch, trotz Eintritt der Verjährung besteht für den Eigentümer keine absolute Sicherheit. Ist der Beseitigungsanspruch verjährt, so kann die Gemeinschaft auf ihre Kosten den Rückbau beschließen und durchführen lassen. Der Eigentümer müsste dies dulden.
  5. Silke1970

    Silke1970 Senior Mitglied 21.04.2017, 11:30

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    Hallo und danke für die Antwort.

    Dann sorry noch eine Frage: Wenn die Gemeinschaft das auf eigene kosten zurückbauen beschliesst ist dafür nur eine einfache Mehrheit (über 50% der Teilnehmer auf der Eigentümerversammlung oder nur 1 Eigentümer oder alle Eigentümer?

    Danke schon mal
  6. matuf

    matuf Forum-Interessierte(r) 24.04.2017, 10:16

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    Ich hab das hier noch gefunden:

    "Der Anspruch auf Beseitigung einer baulichen Veränderung (z. B. Wintergarten auf der Dachterrasse) verjährt innerhalb von 3 Jahren (AG Rosenheim v. 5.5.2010, 8 C 1776/09, ZMR 2010 S. 1000). Die Verjährung des Anspruchs auf Beseitigung einer rechtswidrigen baulichen Veränderung bedeutet nicht, dass der rechtswidrige Zustand auf Dauer bleiben muss. Wenn ein Eigentümer eigenmächtig eine bauliche Veränderung vornimmt und der Rückbauanspruch gegen ihn verjährt ist, bleibt der Zustand in dieser Gemeinschaft rechtswidrig, weil die Beschlussfassung und die Zustimmung der übrigen Eigentümer zu dieser baulichen Veränderung fehlen. Jeder Eigentümer hat dann einen Anspruch gegen die Eigentümergemeinschaft, den Rückbau vorzunehmen. Dieser Anspruch auf ordnungsmäßige Verwaltung verjährt nicht (BGH v. 27.4.2012, V ZR 177/11, ZMR 2012 S. 713). Es kann nur der Störer, der eigentlich zum Rückbau verpflichtet ist, wegen der Verjährung nicht mehr in Anspruch genommen werden. Die Gemeinschaft muss sich ggf. durch Beschluss organisieren und Geld."

    zu deiner Frage:
    Meines Erachtens reicht die einfache Mehrheit aus.
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