Anwalt schlampt und bleibt untätig

Dieses Thema "Anwalt schlampt und bleibt untätig - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von SchlingelVS, 14. August 2005.

  1. SchlingelVS

    SchlingelVS Boardneuling

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    Anwalt schlampt und bleibt untätig

    Der folgende Sachverhalt ist sehr komplex und vielleicht entwas undurchschaubar auf den ersten Blick.
    Ein Klient beauftragt einen Anwalt, seine Firma gegenüber einer anderen Firma wegen ausstehender Zahlungen und Vertragsbruchs zu vertreten. Der Anwalt fordert für die Übernahme des Mandats einen Vorschuss von € 300,- welche auch bereitwillig bezahlt werden. Der Anwalt beginnt darauf seine Tätigkeit und tritt in den ersten Schriftwechsel mit dem Beschuldigten als auch dessen Anwalt ein. Bereits hier werden vom beauftragten Anwalt, Sachverhalte die zur Klärung der Ansprüche wichtig sind, nicht erwähnt. Beweismaterial die er von seinem Klienten einfordert, lässt er unter den Tisch fallen oder beachtet sie gar nicht. Wichtige Schreiben der Gegenpartei, werden vom Anwalt sehr spät oder teils gar nicht an den Klienten weiter gereicht. Nach einigen Briefwechseln zwischen den Anwälten, fordert der Anwalt erneut eine Vorauszahlung von €300,- bevor er an dem Fall weiter arbeitet. Aufgrund der immer längeren Bearbeitungszeit des Sachverhalts, gerät der Klient immer weiter in finanziele Schwierigkeiten und weisst den Anwalt auch entsprechend darauf hin. Trotz aller Finanzsoregn kann er auch die erneut geforderte Kostennote bezahlen. Der Anwalt, weisst den Klienten in einem persönlichen Gespräch auch daraufhin, dass er überlege den Fall gar nicht mehr weiterzubearbeiten, da ihn das bereits entstandene Aktenwerk zu komplex und unüberschaubar geworden sei. Der Klient raegiert darauf ungehalten, allein schon wegen der erfolgten Zahlung von gesamt €600;- und der Anwalt zerstreut seine "Bedenken" sofort und nimmt den Fall wieder auf. Aufgrund der angespannten Finanzsituation des Klienten, wird ein Prozesskostenhilfeantrag beim Gericht gestellt. Hierbei verschweigt der Anwalt, aufgrund der unübersichtlichkeit der von ihm angelegten Akte, Details die zur Gewährung des Antrags notwendig sind. Der Klient erhält zur Abgabe des Antrags auch lediglich ein Schreiben, dass der Antrag samt Klageschrift an das Amtsgericht zur Bearbeitung gegeben wurde. Die Klageschrift als solches wird dem Kleinten nicht gezeigt. Das Amtsgericht selber lehnt den Prozesskostenhilfeantrag wegen Aussicht auf Erfolg ab. Erst danach erkennt der Klient, dass wesentliche Tatbestände vom Anwalt weder dem Klageentwurf beigelegt wurden, gescheige denn erwähnt. Der Klient, erhält von seinem Anwalt lediglich ein Schreiben, dass er gebeten würde, nochmals Unterlagen die die Klage untermauern würden nachzureichen, obwohl diese der Kanzlei schon vorliegen. Die Unterlagen seien wichtig, um gegen die Ablehnung des Prozesskostenhilfeantrags Einspruch einzulegen. Hier ist die Frist die dem Klienten zur Erbringung,der angeblich fehlenden Unterlagen gegeben wird, fast zu kurzfristig um das zu schaffen. Nebenbei wird dem Klienten mitgeteilt, dass der bisherige Anwalt den Fall an einen Kollegen innerhalb der Kanzlei abgegeben hat. Dieser widerrum verspricht in einem persönlichen Gespräch mit dem Mandanten, innerhalb 2 Tagen den entsprechenden Einspruch gegen die Ablehnung des Prozesskostenhilfeantrags zu bearbeiten und den neuen Klageentwurf, seinem Klienten zur Vorabsichtung zu übermitteln. Auch dieses "Vorhaben" scheitert. Der Klient erhält lediglich nach mehrmaligem Nachfragen in der Kanzlei ein Schreiben, in dem ein dritter Anwalt die Abwesenheit seines Kollegen wegen Urlaubs entschuldigt und gleichzeitig eine neue Kostennote über €600,- beinhaltet, ohne deren Bezahlung eine Weiterbearbeitung nicht erfolgen wird. Die Frage stellt sich nun. Handeln die Anwälte korrekt und wie kann sich der Mandant dagegen wehren?
  2. Pete76

    Pete76 V.I.P.

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    AW: Anwalt schlampt und bleibt untätig

    In dem geschilderten Fall wird das beschrieben, was leider bei einigen wenigen "Kollegen" Schule macht. Es ist natürlich klar, dass das Verhalten von einigen der Anwälten (aufgrund der hier gemachten Schilderungen) NICHT korrekt ist und dass dies eine AUSNAHME sein sollte. Ein Vorschuss auf die Kosten zu verlangen ist indess durchaus in Ordnung, sofern es eine, der Gebührenordnung konforme, Abrechnung gibt, die sich mit den Kosten auch deckt. Bei Fällen in denen der Gegenstandswert ausserordentlich ist oder aber der Mandant uU ob der Höhe der anstehenden Kosten evtl in Zahlungsnöte kommt, ist es üblich und mE auch angebracht einen Vorschuss zu verlangen.

    Was das Mandanten-Verhältnis in dem geschilderten Fall betrifft, so hat der Mandant natürlich alle Rechte gegen einen Anwalt, wie er sie auch gegen jeden anderen Dienstleister hat. Wegen mangelhaft oder nicht erbrachter Leistung besteht natürlich auch ein Anspruch. Allerdings ist das immer etwas schwieriger zu differenzieren. Ein verlorener Fall ist nicht notwendigerweise eine mangelhafte Leistung. Andererseits ist das Versagen der PKH bei einem Mandanten, wie er in diesem SV geschildert wird, schon etwas merkwürdig.

    So unglaublich es auch scheint, aber in der Beweisführung für die Untätigkeit oder mangelhafte Kompetenz (oder was auch immer) eines Anwaltes, muss sich der M einen Anwalt nehmen. Denn ohne dem geht es nicht. :rolleyes: Die Beurteilung ex post ist da sehr knifflig - ein Sachverständiger wird daher in den meisten Fällen zu Rate gezogen werden müssen.

    Grundsätzlich sei hier mal erwähnt: Als FIRMA, Unternehmer (auch in kleinem Stil) ist es immer ratsam eine Rechtsschutzversicherung und Betriebshaftpflicht zu haben. Gerade wenn es vor Gericht geht können die Kosten explodieren. Zudem hat man dann auch einen "Verbündeten" wenn es um die unzureichende Arbeit von betrauten Anwälten geht.


    Cheers,


    Pete
  3. Wilari

    Wilari Boardneuling

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    AW: Anwalt schlampt und bleibt untätig

    Hallo SchlingelVS, wäre schön, wenn Du Dich mal wieder bei mir melden würdest. Herzliche Grüsse.

    Deine Schilderung scheint übrigens kein Einzelfall zu sein, diese schwarzen Schafe bringen einen ganzen Berufsstand in Verruf. :ne:
  4. SchlingelVS

    SchlingelVS Boardneuling

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    AW: Anwalt schlampt und bleibt untätig

    meld......aber warum?
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