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lohn-/entgeltfortzahlungsbetrug

Dies ist eine Diskussion zu lohn-/entgeltfortzahlungsbetrug innerhalb des Forums Strafrecht - Examensvorbereitung

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Alt 12.04.2010, 07:23
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lohn-/entgeltfortzahlungsbetrug

Hallo,

ich habe eine Frage. Hat von euch schon mal jemand etwas von einem Entgeltfortzahlungsbetrug oder Lohnfortzahlungsbetrug gehört? Finde in keinem Kommentar etwas dazu.

In meiner Strafrechtshausarbeit legt ein Mitarbeiter seinem Arbeitgeber ein gefälschtes Gesundheitszeugnis vor und der Arbeitgeber sieht dieses als echtes an und zahlt.

Jetzt prüfe ich grad einen Betrug und habe folgendes Problem:
1. Vorspiegelung falscher Tatsachen: Krankmeldung in gesundem Zustand
2. Irrtum: Arbeitgeber hält ihn für krank
3. beabsichtigter rechtwidriger Vermögensvorteil: Lohn ohne Arbeit
4. dadurch bedingter Vermögensschaden: Lohnfortzahlung ohne Gegenleistung

Liegt das Problem dann hier bei der Kausalität oder ist die unproblematisch zu bejahen?
Es ist ja eine Kausalität zw. Irrtum und Verfügung und Verfügung und Schaden notwendig.
Der Arbeitgeber zahlt nicht weil er den Arbeitnehmer für krank hält, sondern weil es so im Vertrag steht und er zudem wegen des EFZG auch bei Krankheit dazu verpflichtet ist. Dann wäre das ja kein Betrug und ich würde hier rausfliegen.
ODER muss ich sagen, dass der Arbeitgeber zahlt, weil er den Arbeitnehmer für krank hält und deshalb meint, er sei zur Zahlung verpflichtet. Wenn er wüßte, dass der Arbeitnehmer nicht krank ist, müßte er nämlich weder nach Vertrag noch nach EFZG zahlen. Der Irrtum über das Vorliegen einer rechtlichen Verpflichtung wurde durch den Arbeitnehmer hervorgerufen und ist auch kausal für die Zahlung.

Bin völlig verwirrt und für jeden Hinweis/Hilfe dankbar!
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