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Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Dies ist eine Diskussion zu Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen" innerhalb des Forums Standesrecht

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Alt 30.05.2008, 19:45
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Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Hallo

angenommen in einem Prozess wegen Mietminderung stellt derf Richter fest, dass die Miete zu hoch gemindert wird, schlägt einen Vergleich vor. Der Kläger stimmt zu, der Beklagte (Minderer) widerruft.
2. Verhandlung, RA kündigt schon vorher an, wenig Zeit zu haben, da kurze Zeit später weiteren Termin vor anderem Gericht.
Für den Kläger wichtige Argumente sind zwar im Schriftsatz aufgeführt, kommen jedoch gar nicht zur Sprache, RA drängt auf schnellere Verhandlung und weist 2 x im Gerichtssaal darauf hin, dass er keine Zeit habe.
Nun schlägt die Gegenseite etwas vor, der Kläger will sich mit seinem RA beraten (wieder wird darauf hingewiesen: ich habe nicht so viel Zeit), der Kläger überdenkt nicht alle Konsequenzen, weil er eh schon verärgert über Tatsachenverdrehung des Beklagten etc. ist und stimmt zu. Überhört in seinem Ärger, dass kein Widerruf mehr gestattet ist und noch ein 2. für ihn wichtiges Detail.

Nach 2 schlaflosen Nächten wird dem Kläger klar was er da vereinbart hat, schreibt seinen RA an und hört erst nach der 3. Mahnung und 11 Tagen von diesem: kann man nichts mehr machen, man habe ja zugestimmt und einen Gutachter wollte man ja nicht. Dies wäre für den Kläger die letzte Konsequenz gewesen.

Der Kläger fühlt sich schlecht beraten, schlecht vertreten im Sinne, dass der Anwalt durch seinen ständigen Hinweis auf "keine Zeit" ihn eigentlich hätte über die Konsequenzen aufmerksam machen müssen bzw. ihn darauf hätte hinweisen müssen, welche anderen Möglichkeiten er hätte - zumal der Vorsitzende vorgeschlagen hatte einen 3. Termin anberaumen zu wollen.

Kann der Kläger irgend etwas tun? Wäre dankbar für eure Meinung.
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Alt 01.06.2008, 11:48
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

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Alt 01.06.2008, 18:17
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Danke für die erschöpfende Antwort
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Errare humanum est
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Alt 01.06.2008, 21:17
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Wieso laufender Honorarticker? Der RA dürfte in einem Mietprozess nach Gebühren abrechnen, da ists egal, wie lange der Termin dauert.

Da der Vergleich rechtswirksam geschlossen wurde und ein Widerrufsrecht nicht enthalten ist, kann man hier nichts mehr machen.
__________________
"Herr Anwalt, ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen!" - "WEIL SIE ZU DUMM SIND!" (Zitat: Denny Crane)
Es gibt meinerseits nur unverbindliche Meinungsentäußerungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
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Alt 01.06.2008, 23:17
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Hallo

ja ich habe verstanden. Mandant ist selbst Schuld, hätte vorher alles bedenken sollen, RA dient nur zur Zierde - Mandant wird beim nächsten Mal Rücksicht nehmen und das BGB mitnehmen, das könnte dann natürlich noch länger dauern - wegen dem suchen müssen nach entsprechenden §, aber in der Zwischenzeit kann RA dann anderweitigen Termin wahrnehmen, es reicht wenn er kurz vor dem Vergleich - anscheinend das heute übliche Procedere vor Gericht - wieder erscheint und wenn sich Mandant dann beschwer kann RA wenigstens mit Fug und Recht kundtun: "Sie (also der Mandant) sind doch selbst Schuld - hätten Sie mal besser nachgelesen".

Danke.
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Errare humanum est
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Alt 01.06.2008, 23:35
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Wir haben dir doch schon tausendmal geschrieben, dass evtl. die Möglichkeit besteht, beim Erstanwalt Regress zu nehmen. Wie oft willst du das denn noch hören? Ob das möglich ist, lässt sich aber ohne Akteneinsicht nicht beantworten. Wenn du also noch mehr Geld aufs Spiel setzen willst, dann geh zu einem andren Anwalt, wenn nicht lass es.
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  #7 (permalink)  
Alt 02.06.2008, 12:44
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Zitat:
Zitat von Clown
Wir haben dir doch schon tausendmal geschrieben, dass evtl. die Möglichkeit besteht, beim Erstanwalt Regress zu nehmen. Wie oft willst du das denn noch hören? Ob das möglich ist, lässt sich aber ohne Akteneinsicht nicht beantworten. Wenn du also noch mehr Geld aufs Spiel setzen willst, dann geh zu einem andren Anwalt, wenn nicht lass es.

1000mal ist vielleicht ein bisschen übertrieben.

Man bittet ja hier um Hilfe weil man sich nicht aus kennt und wenn man dann bei einer Antwort um eine Erklärung bittet und das zuviel ist, dann werde ich mich zukünftig zurückhalten.
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Errare humanum est
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  #8 (permalink)  
Alt 02.06.2008, 14:06
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Zitat:
Zitat von Goldbart
"Recht" als Glücksspiel -- schön, dass das nun sogar Clown zugibt.
Weniger schön ist allerdings, dass du dein Unvermögen im Beherrschen der deutschen Sprache hier so penetrant zur Schau stellst. Bei einer Herzoperation steht auch viel auf dem Spiel, ohne dass es ein Glücksspiel war. Die SVP hat auch eine Menge aufs Spiel gesetzt als sie die nunmehr gescheiterte Volksabstimmung zur Einbürgerung initiiert hat, ohne dass die direkte Demokratie ein Glücksspiel wäre.
In deinem krankhaften Juristenhass lässt du nichtmal die deutsche Sprache ungeschoren davonkommen.
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Alt 02.06.2008, 15:04
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Hallo

wage mich fast gar nicht zu fragen: wer prüft das?

Wahrscheinlich ein "neuer" Rechtsanwalt?
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Alt 02.06.2008, 15:11
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AW: Mandant fühlt sich "über den Tisch gezogen"

Zitat:
Zitat von HVW
Hallo

wage mich fast gar nicht zu fragen: wer prüft das?

Wahrscheinlich ein "neuer" Rechtsanwalt?

Kannst auch deinen Friseur fragen, ob der das macht. Nur hat es wahrscheinlich mehr Erfog, wenn sich ein Jurist damit befasst. Wen denn sonst?
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