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Was ist Geld?

Dies ist eine Diskussion zu Was ist Geld? innerhalb des Forums Staats- und Verfassungsrecht

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Alt 12.11.2006, 09:01
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Was ist Geld?

1.) Geld ist eine „Öffentliche Einrichtung“ und wird vom Staat als Tauschmittel herausgegeben. Man kann Geld erwerben und damit wird es „Privateigentum“. Wie kann etwas ein „öffentliches“ und gleichzeitig ein „privates“ Eigentum sein? Das Eine schließt doch das Andere aus!!??
Eine „öffentliche Straße“ kann nicht gleichzeitig ein „Privatweg“ sein!

2.) Geld ist ein Tauschmittel und kann diese Funktion nur erfüllen, wenn es im Umlauf bleibt. Wieso kann jemand, der genügend Geld hat, einen Teil davon dem Umlauf entziehen und erst dann wieder freigeben, wenn er dafür eine Gebühr (Zinsen) erhält??
Wer den Verkehrsfluss einer Straße blockiert wird üblicherweise dafür bestraft. Geld-Blockierer werden nicht bestraft sondern belohnt, damit sie die „Öffentliche Einrichtung“ Geld der Allgemeinheit (Tauschhandel) wieder zuführen?

Widerspricht die gesamte Geldpolitik nicht dem Gerechtigkeitsgedanken des GG?
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Alt 13.11.2006, 09:11
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AW: Was ist Geld?

z.B. in dem Buch "Das Geldsyndrom" von Creutz...
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Alt 14.11.2006, 08:22
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AW: Was ist Geld?

Da hab ich dich wohl falsch verstanden, aber ich entwickel mal einen Gedanken dazu.
Wenn all diejenigen, die mehr Geld haben als sie benötigen, dieses Geld anlegen und Zinsen kassieren, dann muss entweder laufend diese Gesamtsumme nachgedruckt werden (Inflation) oder aber es müssen immer mehr Menschen in die Schulden getireben werden, damit eine Inflation vermieden wird. Offensichtlich haben wir z.Z. beides. Wie kann ein Staat gerecht und sozial sein, wenn er bewußt und vorsätzlich große Teile seiner BürgerInnen ausnimmt um einer Minderheit ein zusätzliches, arbeitsloses Einkommen zu verschaffen??
Daran schließt sich der nächste Gedanke an. Früher war Geld durch (meist) Gold abgedeckt, dh wenn man auf die Bank ging konnte man es in Gold eintauschen. Wenn alle BürgerInnen heute ihr Geld eintauschen wollten, dann ginge das nicht mehr, denn soviel Gold hat Deutschland schon lange nicht mehr. Durch die Zinsenvermehrung müsste ja gleichzeitig eine Goldvermehrung stattfinden. Nun heißt es das Geld sei durch das Bruttosozialprodukt abgesichert. Weil jährlich immer mehr Zinsen gezahlt werden müssen muss auch das Bruttosozialprodukt immer höher steigen. Daher brauchen wir ein stetiges Wirtschaftswachstum, was schon rein rechnerisch nicht geht. Außerdem müssten die Rohstoffe im gleichen Maße mitwachsen, was aus ökologischen Gründen nicht geht. Daher ist der nächste Staatsbankrott oder der nächste Krieg bereits vorprogrammiert und unsere Politiker und die Justiz prügeln jeden nieder, der dieses verlogene und kriminelle System nicht mitmachen will.
Kann man das Wort RECHT in diesem Zusammenhang noch verwenden?
Das GG sollte diese Entwicklungen verhindern. Wenn aber die Zinsempfänger diejenigen sind, die das GG auslegen, wer kann da schon erwarten, dass es zum Wohl der Allgemeinheit verwendet wird?
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Alt 15.11.2006, 08:31
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Arrow AW: Was ist Geld?

Ich nehme das Thema ernst und würde mich freuen wenn auch Micronaut etwas Ernstes dazu sagen oder tatsächlich nicht mehr an der Party teilnehmen würde. Ich finde es zwar lobenswert, wenn jemand den Staat und seine Organe hochhält, aber die Äußerungen sollten dann doch fundiert und themenbezogen sein.
Goldbart meint die Menge des Zinses sei klein. Ich denke ich muss ihn da berichtigen: "Die Zinsausgaben lagen 2005 bei rd. 64,0 Mrd.EUR und die Steuereinnahmen bei 453 Mrd.EUR. Daraus errechnet sich für das Jahr 2005 eine Zinssteuerquote von 14,1%, das heißt: etwa jeder 7. EUR der Steuereinnahmen des öffentlichen Gesamthaushalts entfiel 2005 auf Zinsausgaben."
(Quelle: http://www.staatsverschuldung-schuldenfalle.de)
Das sind nur die Zinsen, die unsere Regierung bezahlt, die übrigens im Haushalt so gar nicht ausgezeichnet sind.
Zwischen 1965 und 2005 haben unsere Regierungen 1,29 Billionen Schulden gemacht und 1,32 Billionen Zinsen gezahlt. Im Prinzip ist der Staat ein großer Geld-Verschiebe-Bahnhof. Geld aus den Taschen der Bevölkerung ziehen und in die Tresore der Reichen schieben.
Hinzu kommen die Zinsen, die jeder Bürger versteckt bei jedem Einkauf zahlt. Helmut Creutz hat hier einen Durchschnittswert von 40 Cent pro Euro errechnet. Und die Zinsen steigen jährlich durch den Zinseszins weiter an bis es zum Kollaps kommt, den dann wieder keiner verschuldet hat oder auch nicht voraussehen konnte. Und wieder werden sie sich die Hände in Unschuld waschen, die Beamten, die Juristen und die Politiker. Bis dahin werden die konsequenten Kritiker von Gerichten verurteilt, sich brav an der Bereicherung der Reichen zu beteiligen. Das ist nämlich alles Gesetz und Gesetz ist RECHT. Das hat zwar mit dem Wesensgehalt des GG nichts zu tun (siehe mein Beitrag: Die Grundlagen des GG) aber dafür interessiert sich ja niemand. Da hilft auch die beste Polizei der Welt nix, denn leider steht sie auf der falschen Seite....
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Alt 15.11.2006, 08:42
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AW: Was ist Geld?

Zitat:
Zitat von Werner May
Da hab ich dich wohl falsch verstanden, aber ich entwickel mal einen Gedanken dazu.
Wenn all diejenigen, die mehr Geld haben als sie benötigen, dieses Geld anlegen und Zinsen kassieren, dann muss entweder laufend diese Gesamtsumme nachgedruckt werden (Inflation) oder aber es müssen immer mehr Menschen in die Schulden getireben werden, damit eine Inflation vermieden wird. Offensichtlich haben wir z.Z. beides. Wie kann ein Staat gerecht und sozial sein, wenn er bewußt und vorsätzlich große Teile seiner BürgerInnen ausnimmt um einer Minderheit ein zusätzliches, arbeitsloses Einkommen zu verschaffen??
Daran schließt sich der nächste Gedanke an. Früher war Geld durch (meist) Gold abgedeckt, dh wenn man auf die Bank ging konnte man es in Gold eintauschen. Wenn alle BürgerInnen heute ihr Geld eintauschen wollten, dann ginge das nicht mehr, denn soviel Gold hat Deutschland schon lange nicht mehr. Durch die Zinsenvermehrung müsste ja gleichzeitig eine Goldvermehrung stattfinden. Nun heißt es das Geld sei durch das Bruttosozialprodukt abgesichert. Weil jährlich immer mehr Zinsen gezahlt werden müssen muss auch das Bruttosozialprodukt immer höher steigen. Daher brauchen wir ein stetiges Wirtschaftswachstum, was schon rein rechnerisch nicht geht. Außerdem müssten die Rohstoffe im gleichen Maße mitwachsen, was aus ökologischen Gründen nicht geht. Daher ist der nächste Staatsbankrott oder der nächste Krieg bereits vorprogrammiert und unsere Politiker und die Justiz prügeln jeden nieder, der dieses verlogene und kriminelle System nicht mitmachen will.
Kann man das Wort RECHT in diesem Zusammenhang noch verwenden?
Das GG sollte diese Entwicklungen verhindern. Wenn aber die Zinsempfänger diejenigen sind, die das GG auslegen, wer kann da schon erwarten, dass es zum Wohl der Allgemeinheit verwendet wird?
Und was ist genau Dein Vorschlag? Keine Steuern mehr zahlen? Den Zins abschaffen? Kapitalanlagen verbieten? Eine Vermögenshöchstgrenze für jeden Einzelnen festlegen?

Ciao/Domingo
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Summum ius, summa iniuria

"Nicht das Unrecht soll man anklagen, wenn es das Recht von seinem Sitz verdrängt, sondern das Recht, welches sich dies gefallen lässt." (R. v. Jhering)
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