Dies ist eine Diskussion zu Fitness-Studio ignoriert Kündigung innerhalb des Forums Sportrecht
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| Fitness-Studio ignoriert Kündigung Mal angenommen, die fiktive Person Herr X schließt einen 3-Monatsvertrag in einem Fitness-Studio ab (sagen wir mal im Januar 2007, zum Beispiel). Dieser Vertrag wird einmal verlängert und Herr X kündigt diesen Vertrag im April 2007 schriftlich und fristgerecht zum Juli 2007. Allerdings gibt er diese Kündigung persönlich ab und lässt sich den Empfang der Kündigung nicht quittieren. 3 Monate später, im Oktober 2007, bucht das Fitnessstudio einen geringen Betrag in Höhe von € 21,00 vom Konto des Herrn X ab. Dieser bemerkt die Abbuchung, denkt aber, dabei handele es sich um eine Nachzahlung der vertraglich vereinbarten Heizkostenpauschale. Über ein Jahr nach Ablauf des Vertrages (1 Jahr und 3 Monate) bucht das Fitness-Studio im Oktober 2008 den Mitgliedsbeitrag für einen 3-Monatsvertrag ab. Herr X meldet sich telefonisch beim Fitness-Studio, kann aber niemanden von der Studio-Leitung erreichen, wird auch nicht zurückgerufen. Daraufhin lässt Herr X den Betrag rückbuchen. Einen Monat nach erfolgter Rückbuchung, im November 2008, bucht das Studio den Betrag für zwei 3-Monatsverträge und die Kosten für die Rückbuchung ab. Herr X lässt den Betrag wieder rückbuchen und erhält daraufhin einen Brief vom Fitness-Studio mit dem Inhalt, dass keine Kündigung vorläge, der offene Betrag zu entrichten sei und wenn kein Zahlungseingang bis zu einem bestimmten Datum erfolge, erneut abgebucht werde. Mal weiter angenommen, Herr X schreibt dem Studio per Einschreiben, dass er die Erlaubnis zur Einzugsermächtigung widerrufe, dass er seines Wissens keinen Vertrag habe und dass die Studioleitung die drei Abbuchungen erklären möge (es handelte sich bei der ersten Abbuchung von € 21,00 nach Vertragsende weder um eine Nachzahlung einer Heizkostenpauschale noch um eine Getränkerechnung, hat Herr X dann festgestellt). Die Studioleitung reagiert mit einem Brief. Sie behauptet, Herr X hätte im Januar 2008 einen 3-Monatsvertrag abgeschlossen, dieser habe sich verlängert und sei nicht gekündigt worden. Als Beweis wird die Kopie des Vertrages beigelegt, der im Januar 2007 abgeschlossen wurde und auch auf Januar 2007 datiert ist. Auf die Abbuchung in Höhe von € 21,00 im Oktober 2007 wird in dem Schreiben als die Abbuchung vom Oktober 2008 Bezug genommen und als Heizkostenpauschale deklariert. Weiterhin erklärt die Studioleitung, dass der Vertrag nun gekündigt sei, der nächste Austrittstermin Januar 2009 sei, und dass die offenen Beträge zu entrichten seien. Und jetzt mal weiter angenommen, Herr X antwortet mit der Kopie seiner Kündigung und einem ausführlichen Brief, in dem er auf die offensichtliche Konfusion der Jahreszahlen hinweist. Er bittet erneut darum, dass ihm die Abbuchungen erklärt werden und weist darauf hin, dass die Kündigung eingegangen sein muss, weil keine Abbuchungen (mit Ausnahme der €21 und denen über ein Jahr später) erfolgt sind. Außerdem fordert er schriftliche Nachweise über die Verträge, auf denen die Abbuchungen beruhen (z. B. einen Vertrag vom Januar 2008, den er ja nicht abgeschlossen hat). Er schreibt, wenn dem nicht nachgekommen werden könne, möchte er bitte die € 21 bis zu einem Termin im Dezember 2008 zurückbekommen. Daraufhin meldet sich das Fitness-Studio nicht mehr, es erfolgt auch keine Rückzahlung der abgebuchten Heizkostenpauschale. Herr X hält den Fall für erledigt... bis zum September 2009, in dem er vom Fitness-Studio gemahnt wird, den 3-Monats Beitrag für Juli 2008, Oktober 2008, Januar 2009 und eine Heizkostenpauschale in Höhe von € 30 für November 2008 zu zahlen. Der fiktive Herr X wird ganz schön sauer und möchte einfach nur, dass der ganze Wahnsinn aufhört. Da Briefe und Einschreiben offensichtlich nichts nutzen wäre es doch interessant zu wissen, welche rechtlichen Optionen der Herr X hat. Wie könnte Herr X reagieren? Oder muss er zahlen? Vielen Dank schon mal für interessante Antworten ;-) Geändert von Stratoz78 (02.09.2009 um 15:50 Uhr). |
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