Dies ist eine Diskussion zu Übertriebener Jugendschutz - JMStV innerhalb des Forums Recht, Politik und Gesellschaft
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| Übertriebener Jugendschutz - JMStV http://www.heise.de/newsticker/meldu...s-1144566.html
__________________ Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht. (Hagen Rether) |
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV Den JMStV gibt es schon seit 2003. Was da jetzt in Kraft treten soll, ist eine Novelle. Diejenigen, die jetzt aufschreien, müssen sich entgegenhalten lassen, dass sie sich offensichtlich vorher nicht damit befasst haben. Denn die Änderungen sind eigentlich gar nicht so gravierend. Die Bestimmungen waren vorher schon heftig (und genauso undurchsichtig). Sowas wie Sendezeitenmodell, Jugendschutzprogramm etc., das gibt es alles schon. Nur hat sich darum kaum einer gekümmert. Man muss aber sagen, dass das bisher auch kaum überwacht wurde. Die KJM und die jugendschutz.net haben sich bis vor ein, zwei Jahren fast ausschließlich um die schweren Fälle gekümmert. De facto konnte man seinen Internetauftritt also bis FSK 16 ohne besondere technische Vorkehrungen gestalten. Erst seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass auf einen nach Altersstufen differenzierten Zugang geachtet wird. Die Medienwächter kontrollieren dies nun verstärkt. Insgesamt ist das Jugendschutz auf einer Insel der Glückseligen. Es bringt nichts, wenn wir Deutschen dies so im Alleingang durchprügeln. Die Jugendlichen wissen schon, wo sie was finden, wenn sie nur wollen. Besonders bescheiden ist das Sendezeitenmodell. Ich hätte nicht gedacht, dass das überhaupt die Novelle überlebt. Nun wird es noch weiter ausgebaut. Da wwerden die Kinder in unserer Zeitzone hübsch behütet, zumindest dem Versuch nach. Aber je weiter man sich von unserer Zeitzone entfernt, desto mehr fallen die zulässigen Sendezeiten in die Tageszeit des jeweiligen Ortes. Mag dies beim Fernsehen noch funktionieren, weil man in fernen Ländern nur mit etwas technischem Aufwand unsere Programme sehen kann, so ist das Internet doch grenzenlos. |
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV ich hab mich jetzt nicht groß weiter mit diesem gesetz beschäftigt und weiß auch nicht genau, was da jetzt verboten wird und was nicht (vermute mal so horror- und gewaltdinger?). habe daher auch keine abschließende meinung dazu. klar. ![]() ich denk mir, um diese gruppe wird es vornehmlich auch nicht gehen. ich nehme an, es gibt ne menge ganz gewöhnlicher kids, die halt einfach nur surfen, ohne speziell nach irgendwelchen "horrorsachen" zu suchen. und wenn dann diese gruppe der "naiven" kids vor horror (relativ) sicher ist, kann ich da nix schlimmes bei finden. wegen zeitzonen: denke mal, der durchschnittlich-verträumte 12 jährige surft primär auf deutschen seiten. |
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV Das sehe ich schon etwas anders. Kinder sind von Natur aus neugierig, der Reiz des Verbotenen lockt sie besonders. Deswegen sind die Anbieter (egal ob nun von Trägermedien, Rundfunkt oder Internetseiten) ja angehalten, dafür zu sorgen, dass bestimmte Inhalte nicht an Kinder abgegeben werden. Der/die durschnittliche 12-Jährige ist fit in Sachen neue Medien, Handy & Co. Wenn er nicht von selber auf die Idee kommt, bestimmte Dinge auf ausländischen Seiten zu suchen, sagt es ihm schon sein Freund bzw. seine Freundin. Zum Sendezeitenmodell und den Zeitzonen ist zu sagen: Selbst wenn alle Länder das so machen und wir mal unterstellen, dass sei eine gute Maßnahme, weil alle Kinder auch zu den Zeiten längst im Bett sind, dann gibt es dennoch immer die Möglichkeit, dass Kinder zu jeder Tageszeit entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte konsumieren können. So, und wenn wir dann mal etwas weiter in Richtung Jugendliche denken, da fällt mir nur meine eigene Jugend ein. Jedenfalls gab es immer irgendeinen Kumpel, der aufgrund von Gewaltdarstellungen indizierte Filme besorgen konnte. Diese VHS-Kassetten hatten einen besonderen Wert und machten dann die Runde. Heute tauschen die Jugendlichen Pornografie über ihre Handys. Also die "Nachfrage" ist bei Kindern und Jugendlichen da, das ist für mich gar keine Frage. Die Frage ist eher, was wirklich schädlich ist. Außerdem herrschen noch ziemlich verkappte Moralvorstellungen. Du kannst heute einen Film laufen lassen, bei dem zig Leute erschossen werden, gar kein Problem. Sobald aber die erste blanke Brust zu sehen ist, kommt ein Aufschrei. Nacktheit wird heute in unserer eigentlich verklemmten Gesellschaft sofort mit Sexualität gleichgesetzt. Man müsste aber andersrum vorgehen und zum Beispiel diese unselige Telefonsexwerbung im TV verbieten. Die ist zwar immer in puncto Nacktheit auf das zulässige Maß zensiert. Aber wenn man ganz ehrlich ist, können Jugendliche davon nur ein völlig verkehrtes Bild vom anderen Geschlecht und von Sexualität bekommen. Da stöhnen "dauergeile" Frauen und "besorgen es dir". Na Wahnsinn. Da helfen auch keine verpixelten Geschlechtsteile. |
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV Das Sendezeitenmodell ist bezogen auf das Internet - sorry - völlig für den A****! Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
![]() Die Grünen haben ja mal wieder ganze Arbeit geleistet. Sie sind zwar gegen den JMStV-Entwurf gewesen, aber die Fraktion hat doch dafür gestimmt. So ähnlich war es auch beim Zugangserschwerungsgesetz, wo sich die Grünen-Fraktion enthalten und so den Weg frei gemacht hat. Wer die Grünen wählt, kann nur verlieren.
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV meine naive vorstellung von diesem gesetz ist (korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe), dass bei amazon oder web. de oder in irgendwelchen foren eben keine werbung auf irgendein jugendgefährdendes videospiel oder kino-film läuft und auch keine extremen gewaltszenen. ich finde das erfreulich, weil ich von solchen sachen einfach selber geschockt bin. und ich glaub, es macht einen unterschied, ob kids im netz ständig einer solchen "dauerberiselung" ausgesetzt sind oder eben nicht. nur weil man jugis nicht gänzlich vor gefährdendem zeug schützen kann, ist doch nicht der umkehrschluss, dass man sie dann eben generell solchen sachen aussetzt. ich meine, es ist schon ein unterschied, wenn sich ein kind drauf vorbereiten kann, sich da nun einen prono oder ein gewaltdins reinzuziehen, oder ob es ganz arglos jederzeit droht davon überfallen zu werden. am alk sind jugis ja auch interessiert. und ab einem bestimmten alter finden sie auch irgendwo ein schlupfloch, um sich welchen zu besorgen. das ist aber kein grund, ihn gleich offiziel an sie abzugeben. mit internet seh ich das ähnlich. Zitat:
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV Zitat:
![]() Ja, wer schlafgestört ist... ![]() Nein, natürlich bin ich auch NICHT der Meinung nur weil sich Teenies eh über ihre Kanäle besorgen, was sie haben wollen dass eine generelle Freigabe von allem hermuss, ABER wie schon weiter vor geschrieben - im Internet gibt es keine "Sendezeiten" wie im TV oder Radio und da fragt sich Ottilie Normalbürger (also ich) mich auch, was der Unfug soll - dann soll man seinen Zwergen (wenn man sie den surfen lässt) mit entsprechenden Programmen die es wohl schon durchaus gibt ins Netz gehen lassen - aber NEIN, das geht ja gar nicht - anscheinend nicht mit dieser Regierung... Ich geh mal was tun... Dopamin
__________________ Keine Rechtsberatung - eher der Bereich (Nach-) Denkhilfe Ein denkbar schlechter Tag im Sozialstaat Deutschland Dienen die Gesetze den Menschen, oder die Menschen den Gesetzen? |
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV Zitat:
Ich kann schon nachvollziehen, dass bei diesem Überangebot manche Eltern mit der Medienerziehung überfordert sind. |
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV Zitat:
![]() Was heisst bei Dir "als junger Mensch"? Ich bin Jahrgang 71 (der beste dens je gab ) und entweder verkläre ich mehr als andere oder ich sehe einen Wandel in der Gesellschaft. Zugegeben, ich bin auch relativ jung Mutter geworden und vieles was für den Jahrgang '91 völlig normal ist, hats bei uns nicht gegeben. Tochterkind erstes Händy mit 6 - weder weil sie megahip sein musste, noch weils uns soooo prickelnd gut ging - es war eine schlichte Notwendigkeit, wenn man nicht doppelte Grundgebühr (Mobilfunk + Festnetz) bezahlen wollte, aber dennoch auf Arbeit (ZFA - da gibts keine Durchwahlen) wissen wollte, ob der Nachwuchs (Schlüsselkind - Muddi war ja Vollzeit unterwegs) heil angekommen ist. Klar hat dieses Händy die Wohnung nicht verlassen. Und ebenso klar is Muddi, dass WENN jemand damlas die Behörden über die Zustände informiert hätte, ich mich im schlimmsten Fall von meiner Tochter hätte verabschieden können - böse Zungen behaupten, dass das nicht mal das Schlechteste für Tochterkind gewesen wäre.Zitat:
Beide sollten möglichst Vollzeit berufstätig sein (wg der Rente) und wenn das Gegegenteil der Fall ist, dann heissts von den so kompetenten Medien es seien die "falschen" die Kinder kriegen. DAS ist nur EIN Aspekt. ![]() Dopamin
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| AW: Übertriebener Jugendschutz - JMStV Mit "jungen Menschen" meinte ich in diesem Fall den Nachwuchs. ich wollte nicht wieder den abgedroschenen Begriff "Kinder und Jugendliche" benutzen. Tja, ansonsten ist da sehr viel Sozialkritik. Wenn wir das jetzt noch alles ausdiskutieren ... |
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