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Männer - und Väterrechtsbewegung

Dies ist eine Diskussion zu Männer - und Väterrechtsbewegung innerhalb des Forums Recht, Politik und Gesellschaft

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Alt 07.02.2012, 11:04
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Männer - und Väterrechtsbewegung

Liebe Juristen

hier ist ein gesellschaftspolitisches Thema:

Es gibt seit ca. 10 Jahren in Deutschland eine aus den USA kommende Männer - und Väterrechtsbewegung, die nicht das emanzipatorische Rad zurückdrehen, sondern auch für Männer weiterdrehen möchte.

Es geht dabei um Themen wie Väterrechte, insbesondere die der ledigen und geschiedenen Väter, Gesundheit (Stichwort Depressionen, Prostatakrebs, Vorsorgeuntersuchungen, die die Kasse auch bezahlt), Wehrpflicht, Gewalt gegen Männer, Lebenserwartung, Frauenquoten usw. usw.

Die organisierten Vertreter dieser Bewegung sind u.a.:

Männerpartei
Agens e.V.
Manndat
Väteraufbruch für Kinder (VAfK)

(bitte googeln)

Jetzt hat der Sozialwissenschaftler Hinrich Rosenbrock zusammen mit der grünen Heinrich Böll Stiftung eine angeblich "wissenschaftliche" Arbeit heraus gebracht, die diese Bewegung in die rechtsradikale Ecke steckt. Rosenbrock tourt derzeit mit dieser "Studie" durch die Lande und seine Arbeit wird von der TAZ, dem Deutschland Radio, WDR, usw. verbreitet. Darin werden die Männerrechtler als Stalker, Gewalt androhende Radikale und Nazis bezeichnet. Ähnlich wie zuvor durch eine ähnliche "Expertise" von Dr. Thomas Gersterkamp über die SPD nahe Friedrich Ebert Stiftung.

http://wissen.dradio.de/nachrichten....:news_id=64083

Meine juristische Frage:

Ab wann wird es strafrechtlich brisant für die oben genannten Vereine und ihre Mitglieder, ab wann könnte man ihnen den politischen Prozess machen, sie wegen Volksverhetzung, Verunglimpfung o.ä. belangen ?

Dies ist eine Situation die an die Angriffe auf Eva Herrmann erinnert.

Vielleicht bei einer rot-rot-grünen Regierung ? Jetzt schon ?

Vielen dank im Voraus für Eure Antworten !
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  #2 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 17:57
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AW: Männer - und Väterrechtsbewegung

Solange Medien unter Bezugnahme auf Studien Behauptungen veröffentlichen, ist nichts los. Sobald einer oder mehreren Personen oder -gruppen konkrete Gesetzesverstöße per Strafanzeige vorgeworfen werden und ernsthafte Indizien diese bestätigen, wird die Staatsanwaltschaft tun müssen und die Justizmühle läuft an.

Sollten da irgendwo haltlose Beschuldigungen oder Verleumdungen behauptet worden sein, können diese aber auch angezeigt werden.

Sicherlich wird nun irgendwo irgendwer auch von Seiten der Justiz prüfen, ob da irgendwas zu tun ist. Die Autoren und Förderer der Studie sollten aber wirklich strafrechtlich relevante Fakten bereits angezeigt haben. Sie sind keine Journalisten, die ihre Quellen schützen "müssen" und dürfen.


OT: Mit Vertretern der Männerpartei.at könnte man noch über die Sinnhaftigkeit ihres Tuns debattieren, das Programm der Männerpartei.eu sollten mal Fachärzte prüfen.
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Alt 07.02.2012, 19:49
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AW: Männer - und Väterrechtsbewegung

Ich war mal auf verschiedensten Väterrechtsseiten und muss sagen, was ich da gelesen habe, hat mich zum Teil so extem schockiert, das ich überhaupt nicht weiß, was ich von so etwas halten soll! Natürlich sollte man für sein Rechte eintreten, aber diese Seiten waren so extrem, hassschürend, gewaltverherrlichend, frauenfeindlich und zum Teil beleidigend gegen alle, die nicht ins selbe Horn stoßen, da findet sich SICHER extrem viel das strafrechtlich relevant ist. Aber ich denke man sollte viel lieber überlegen ob man den richtigen Weg geht und den gegebenenfalls ändern, anstatt zu überlegen, ob man strafrechtlich belangt werden könnte.
Friedliche Aktionen, Proteste usw. sind wesentlich sinniger als das, was zum Teil auf diesen Väterseiten geboten wird!
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  #4 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 21:51
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AW: Männer - und Väterrechtsbewegung

Zitat:
Zitat von Angelito Beitrag anzeigen
Ich war mal auf verschiedensten Väterrechtsseiten und muss sagen, was ich da gelesen habe, hat mich zum Teil so extem schockiert, das ich überhaupt nicht weiß, was ich von so etwas halten soll!
Ich schon: das ist Feminismus mit umgekehrtem Vorzeichen und aus meiner Sicht daher meist Quark Sowohl Feministen und Maskulisten tun sich meiner Meinung nach besonders rühmlich hervor. Von Gleichstand kann aber auch keine Rede sein und so manche Forderung der Männerrechtler ist ja auch berechtigt (wie auch damals bei den Feministen).

Zitat:
Natürlich sollte man für sein Rechte eintreten, aber diese Seiten waren so extrem, hassschürend, gewaltverherrlichend, frauenfeindlich und zum Teil beleidigend gegen alle, die nicht ins selbe Horn stoßen,
Sag ich doch: Feminismus mit umgekehrten Vorzeichen Was man da alles findet...

Ohne den Männerverein oder diesen Rosenbrock näher zu kennen: Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist dieser Rosenbrock nicht ganz dicht die Effekte, die der da als so kennzeichnend beschreibt, findet man in allen möglichen Gruppen. Meine Güte, der sollte sich mal mit Tierschutzaktivisten befassen

Zitiert wird das Werk von diesem Rosenbrock aber von niemandem Ernstzunehmenden.

Wenn man die Heinrich-Böll-Stiftung mal googelt - so wie ich gerade - dann findet man folgendes in der Wikipedia:
Zitat:
Bereits vor 1983 verfügten die Grünen auf Länderebene über parteinahe Landesstiftungen. Diese hatten auch schon vor 1983 versucht, eine der Partei nahestehende Stiftung auf Bundesebene zu gründen. Neben den Landesstiftungen gab es bundesweit eine den Grünen nahestehende, von Frauen aus der Frauenbewegung getragene Frauenanstiftung. Die Bundeskonferenz unabhängiger Friedensgruppen und der Bundeskongress entwicklungspolitischer Aktionsgruppen trugen die „alte“ Heinrich-Böll-Stiftung.
Mehr in der Wikipedia unter "Heinrich-Böll-Stiftung".

Die "Expertise" dieses Rosenbrocks wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag gegeben. Diese ist grün und feministisch geprägt. Muss man da noch mehr sagen? Das sollte wohl mehr als ausreichend sein um die Angelegenheit mal eingehend von einem guten Fachanwalt prüfen zu lassen.
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Geändert von 2much (07.02.2012 um 22:26 Uhr).
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Alt 07.02.2012, 22:32
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AW: Männer - und Väterrechtsbewegung

@2much:
Klar, Du hast Recht, in beide Richtungen ist das nicht gut. Ich mag so extreme Emanzen auch nicht. Ich bin sicher eine emanzipierte Frau, aber einfach, weil ich bin wie ich bin und mich da nicht von Geschlechtergrenzen aufhalten lasse. Das sollte in beide Richtungen funktionieren. Ich mag keine Frauen die Männer schon allein deswegen verteufeln, nur weil sie Männer sind und genauso wenig mag ich Kerle die Frauen verteufeln, nur weil sie Frauen sind.
Es gibt in beide Richtungen Dinge, die sich verbessern müssen, aber meiner Meinung nach schafft man das nur mit anständigem und fairem Dialog und nicht mit irgendwelche Hassreden usw.

Aber ich denke da haben wir die gleiche Meinung!
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Zitat:
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  #6 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 22:53
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Zitat:
Zitat von Sagon Beitrag anzeigen
Meine juristische Frage:

Ab wann wird es strafrechtlich brisant ...?
Wenn das so wahr wäre, würde es interessant werden:
Zitat:
Zitat von Sagon Beitrag anzeigen
Jetzt hat der Sozialwissenschaftler Hinrich Rosenbrock zusammen mit der grünen Heinrich Böll Stiftung eine angeblich "wissenschaftliche" Arbeit heraus gebracht, ...

Darin werden die Männerrechtler als Stalker, Gewalt androhende Radikale und Nazis bezeichnet.
Kann ich aber nicht erkennen. Ich lese da beim Überfliegen maximal die Unterstellung einer geistigen Nähe bei einigen Personen.
Konkrete Behauptungen hätte Rosenbrock belegen müssen und hat er auch gemacht. Ob sachlich korrekt oder nicht, kann ich nicht nachprüfen.
Sowas wären aber strafrechtlich relevante Vorwürfe, die im Falle der Unwahrheit als Verleumdungsklage zurückgekommen wären.
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  #7 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 23:14
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AW: Männer - und Väterrechtsbewegung

Ich habe mir nicht die Mühe gemacht diese "Expertise" zu lesen. Es sollen aber Namen von Personen und Organisationen gemacht worden sein. Diese wurden doch wahrscheinlich zumindest durch den Kontext in die rechte Ecke gestellt. Und wenn eine grüne, feministisch geprägte Organisation wie es die Heinrich-Böll-Stiftung wohl ist, diese Expertise in Auftrag gegeben hat und niemand außer Feministen diesen Käse zitieren, so erkenne ich da vielleicht nicht zwangsläufig etwas verbotenes, aber es stinkt auf jeden Fall zum Himmel. Wie zeiten schon richtig erkannte, habe ich für Feminismus sowie Maskulismus nichts übrig. Da der Feminismus aber nicht verschwinden wird, warum soll es da nicht auch Maskulisten geben? Vielleicht kann ich dann in ein paar Jahren einen Männerbeauftragten wählen, so wie auch die Frauen ihre Frauenbeauftragte wählen dürfen (die sich heute Gleichstellungsbeauftragte nennt). Keine Ahnung, wofür das gut sein sollte, aber dann wird wenigstens nicht einseitig nur für Frauen Geld aus dem Fenster geschmissen. Und außerdem wehre ich mich dagegen, dass das "grün-feministische Komplott" Erfolg hat.

Wie gesagt, ich würde das zumindest mal eingehend von einem Anwalt prüfen lassen. Sollte der Weg nichts werden, würde ich die Methoden dieser Fritzen öffentlichwirksam zu vermarkten wissen. Und was dieser "Wissenschaftler" für seine "Expertise" gekriegt hat, wäre vielleicht auch rauszukriegen.
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Alt 08.02.2012, 15:39
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Liebe Juristen !

Vielen herzlichen Dank für Eure wertvollen Einschätzungen zu diesem Thema.

Grüße

Sagon
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