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Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Dies ist eine Diskussion zu Krankenversicherung ist Sozalismus!? innerhalb des Forums Recht, Politik und Gesellschaft

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  #1 (permalink)  
Alt 10.09.2009, 10:08
 
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Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Eine gesetzliche KV für alle - das wurde in D schon zu Zeiten des eisernen Kanzlers begonnen. Warum wird das in den USA von der Rechten so heftig bekämpft? Irgendwie verstehe ich den Hintergrund nicht. (Ernstgemeinte Frage!) Warum soll es ein Ausdruck von Freiheit sein, wenn in den USA jeder 6. keine KV hat?
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  #2 (permalink)  
Alt 10.09.2009, 12:57
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Weil hier in Deutschland gerade wieder der Sozialismus beginnt, indem die privaten Krankenversicherungen abgeschafft werden sollen - natürlich erst, nachdem man ca. 100 Milliarden Euro Altersrückstellungen drainiert hat.

Eine gesetzliche Krankenversicherung als Gedanke sozialer Sicherung von Finanzschwachen ist zu befürworten. Alles andere, insbesondere eine Zwangsversicherung, ist und bleibt Gleichmacherei.
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

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  #3 (permalink)  
Alt 10.09.2009, 13:15
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Zitat:
Zitat von Dego
AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?
Vielleicht ein Missverständnis? "Socialism" bedeutet nicht etwa Sozialismus, sondern bezeichnet eine Sozialdemokratie. Unsere Staatsform nennen die Amerikaner also "socialism". Und bei denen ist das nun mal so, dass die das nicht mögen.
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Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht. (Hagen Rether)
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  #4 (permalink)  
Alt 10.09.2009, 13:20
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Zitat:
Zitat von Humungus

Eine gesetzliche Krankenversicherung als Gedanke sozialer Sicherung von Finanzschwachen ist zu befürworten. Alles andere, insbesondere eine Zwangsversicherung, ist und bleibt Gleichmacherei.
Nicht ganz falsch, aber wenn man nur die Finanzschwachen einbezieht, wird das unfinanzierbar. Deshalb müssen auch die Besserverdienenden mit einbezogen werden. Ich hätte auch kein Problem damit, in der gesetzlichen zu sein. Kann mir ja egal sein, wer mein Geld verjubelt . Zahlen muss ich so oder so.

Viele Grüße,

Cephalotus
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  #5 (permalink)  
Alt 10.09.2009, 13:48
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Ein Staat ist ein Gemeinschaftsverband, welcher dann auseinander bricht, wenn die interne Herrschafts- oder Gesellschaftsstruktur weit zu klaffen beginnt.

Somit wird ein gesunder Staat darauf achten, das die Komplexität des gesamten Staates erhalten bleibt, ähnlich einer Elefantenherde oder einer Erdmännchenfamilie.

Will sagen, dass Starke den Schwachen mitnehmen und schützen müssen, da in der Evolution auch wieder Starke von Schwachen kommen werden.
Somit bleibt ein Gleichgewicht über Dauer gesichert.

Sollte sich der Starke den Schwachen nicht schützen, geht der Schwache unter oder zu Tode.
Viele Schwache werden aber erkennen, dass sie gemeinschaftlich stärker sein könnten als die wenigen Starken.
Hierbei entsteht die Gefahr, dass ein Funke irgendwann genügt und die vielen Schwachen den Starken erschlagen, wie die Geschichte lehrt.

Somit sollte der "soziale Verband" eines Staates, welcher geführt von einem Starken klug sein,um dieser Gefahr zu begegnen.

Insgesamt ist es auch besser und billiger, den Schwachen zu stärken, um selbst wieder Teilhabe am gesamten Gefüge zu haben.

z.B.:

http://www.youtube.com/watch?v=UXKr4HSPHT8

..und dabei sei erwähnt, dass ich kein Kommunist oder Sozialist bin

Lg.
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Meine Gefühle sagen nichts über mein Wissen aus.
Do, ut des
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  #6 (permalink)  
Alt 12.09.2009, 17:46
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Zitat:
Zitat von Mars17
Ein Staat ist ein Gemeinschaftsverband, welcher dann auseinander bricht, wenn die interne Herrschafts- oder Gesellschaftsstruktur weit zu klaffen beginnt.

Somit wird ein gesunder Staat darauf achten, das die Komplexität des gesamten Staates erhalten bleibt, ähnlich einer Elefantenherde oder einer Erdmännchenfamilie.

Will sagen, dass Starke den Schwachen mitnehmen und schützen müssen, da in der Evolution auch wieder Starke von Schwachen kommen werden.
Somit bleibt ein Gleichgewicht über Dauer gesichert.

Sollte sich der Starke den Schwachen nicht schützen, geht der Schwache unter oder zu Tode.
Viele Schwache werden aber erkennen, dass sie gemeinschaftlich stärker sein könnten als die wenigen Starken.
Hierbei entsteht die Gefahr, dass ein Funke irgendwann genügt und die vielen Schwachen den Starken erschlagen, wie die Geschichte lehrt.
Das halte ich für Unfug.
Zum einen können sich die Starken genug Schwache einkaufen,
um ihre Stärke auch bei einem "Funken" zu bewahren.
Zum anderen ist das weit an den herrschenden Gegebenheiten vorbei.

Amerikanische Verhältnisse, die eine Verarmung und Verelendung eines großen Teils ihrer Bevölkerung zur Folge haben wird und schon hat,
hat zur Folge, dass der Konsum zurück gehen wird.
Da Amerika jedoch keine Bedarfs - sondern eine Konsumgesellschaft hat, mit einer
darauf ausgerichteten Industrie, wird das massive Folgen für dei Wirtscahft der USA
haben. Bislang wurde das durch die Kreditvergabe der Banken aufgeschoben und
nach der Immobilienkrise durch massive Kreditvergaben vom Staat.
Mal sehen, wie lange das noch weitergeht.

In Europa haben wir dagegen eine weit schwächere auf Krediten basierende
Wirtschaft, aber ebenso eine Konsumgesellschaft.
Durch bessere soziale Systeme und geringere kredite steht Europa wesentlich
stabiler da, als die USA.
Und wir sollten zusehen, auch im Interesse der Wirtschaft, dass wir niemals
derart erbärmliche Zustände wie die USA bekommen.

Allerdings dürfte unser Deutsches Sozialsystem auf Dauer unbezahlbar sein.
Es muss also auf ein bezahlbares Niveau heruntergefahren werden.
Und je länger man damit wartet, desto weiter muss es eines Tages
heruntergefahren werden.

Warum die Republikaner in der USA sich derart vehement gegen eine allgemeine Krankenversicherung wehren, ist mir ein Rätsel.
Ich könnte mir allenfalls vorstellen, dass sich in der USA bereits ein
Klassendenken breit gemacht hat. Und die "Oberen" nicht einsehen, für die "Unteren" sorgen zu müssen.
Erstaunlicherweise sind sogar ein paar Demokraten dagegen.
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  #7 (permalink)  
Alt 12.09.2009, 23:24
 
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Vielen Dank schon einmal für die Beiträge - was eine echte Erklärung angeht, da warten wir wohl noch auf Input
Die USA generell sind vieles - aber bestimmt nicht "dumm" - und das gilt genauso für die "Elefanten". Warum dieser entschiedene Widerstand?
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  #8 (permalink)  
Alt 13.09.2009, 04:22
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

So langsam scheint sich der Rauch zu lichten: Die Republikaner (wohl die eher Rechten darunter) möchten nicht, dass jeder, auch der illegale Einwanderer, auf Kosten des Staats am Verrecken gehindert wird.
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  #9 (permalink)  
Alt 16.09.2009, 00:21
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Weil die Amerikaner ein paar etwas andere Auffassungen der eigenen Situation haben.

Ein Amerikaner arbeitet für seinen Erfolg, das ist der "American way of life."
Wer sich keine Krankenversicherung leisten kann, der hat nicht genug gearbeitet.
Aber, dennoch ist ein Amerikaner frei.

Er ist frei, selbst zu entscheiden und er entscheidet auch selbst, ob er krank wird oder nicht und hat nun einmal keine Lust sich sowas vorschreiben zu lassen.

Das wäre wie wenn man uns erklärt, wir müssten noch eine Sargversicherung für unser Begräbnis zwangsabschließen, weil wir ja alle mal sterben.

In Deutschland herscht halt Vollkaskomentalität, in Amerika darf man freier entscheiden.
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  #10 (permalink)  
Alt 19.09.2009, 15:49
 
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AW: Krankenversicherung ist Sozalismus!?

Danke für die weiteren Beiträge - sind aber eher verschwörend, die link-infos
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