Dienstag, 1. September 2009, 10:00

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Flatrate-Bordelle

Dies ist eine Diskussion zu Flatrate-Bordelle innerhalb des Forums Recht, Politik und Gesellschaft

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Alt 29.07.2009, 12:42
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Flatrate-Bordelle

Ihr habt vielleicht auch darüber in den Nachrichten gehört. Die Flatrate-Bordelle sind der Politik ein Dorn im Auge und sollen geschlossen werden. Verwundert ja auch nicht. Was mich aber wundert ist, dass bei einer polizeilichen Dursuchung zuvor nichts beanstandet wurde, jetzt aber auf einmal alle möglichen Vorürfe auftauchen.

Ich bin mir nun nicht sicher, ob es in den Flatrate-Bordellen tatsächlich Missstände gibt (Ausbeutung, Zwangsprostitution etc) oder ob da mehr nach dem Motto gehandelt wird "wer suchet, der findet".

Bezeichnend ist, wie ich finde, dass auf der einen Seite Prostituiertenorganisationen gegen eine Schließung sind und auf der anderen Seite Frauenrechtlerinnen dafür. Also im Grunde kein Thema, wo Männer sich einmischen sollten?
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Alt 29.07.2009, 14:51
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AW: Flatrate-Bordelle

Wenn KIK Verkäuferinnen für 3,85 BRUTTO die Stunde arbeiten kräht kein Hahn danach.

Wenn Prostituierte sich selbst die Preise kaputtmachen und wegen Überangebot
und mangels Nachfrage nur mit nem Fuffy nach Hause wackeln ist das hohe Wahlkampfpolitik.

Und wenn die Besitzern nicht die Flatrate eingeführt hätten, könnten Sie an der Strasse Ihre Tasche schwingen.

So hamses kuschelig liegen im Whirly und mehr als 2mal poppen ist heut pro Freier eh nicht auch wenn diese von 7mal erzählen.

Geändert von kaputterpreis (29.07.2009 um 15:54 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 29.07.2009, 16:09
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AW: Flatrate-Bordelle

Zitat:
Zitat von kaputterpreis
So hamses kuschelig liegen im Whirly und mehr als 2mal poppen ist heut pro Freier eh nicht auch wenn diese von 7mal erzählen.
Na ja, es gibt ja diese blauen Pillen...

die ganze Sache wird doch nur aus moralischen Gründen hochgespielt. Sonst ist das Honorarpoppen wohl keine Missachtung der Menschenwürde.
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #4 (permalink)  
Alt 29.07.2009, 17:00
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AW: Flatrate-Bordelle

Zitat:
Zitat von kaputterpreis
Wenn KIK Verkäuferinnen für 3,85 BRUTTO die Stunde arbeiten kräht kein Hahn danach.
Wohl wahr. Das ist für mich ebenso ziemlich nah an der Sklaverei. Der Unterschied scheint zu sein, dass das politisch gewollt ist - behaupte ich jetzt einfach mal so.

Zitat:
Zitat von kaputterpreis
So hamses kuschelig liegen im Whirly und mehr als 2mal poppen ist heut pro Freier eh nicht auch wenn diese von 7mal erzählen.
Schätze ich auch Nur ein Stern-Reporter, der gnädigerweise dem Etablissement einen Besuch abgestattet hat, geht scheinbar davon aus, dass manche tatsächlich alle Frauen poppen. Der Titel seines (schlechten) Berichts titelt "1,16 Euro pro Frau".

Zitat:
Zitat von Humungus
Na ja, es gibt ja diese blauen Pillen...
... die in Deutschland bald teurer sind als ein Besuch im Puff.

Zitat:
Zitat von Humungus
die ganze Sache wird doch nur aus moralischen Gründen hochgespielt. Sonst ist das Honorarpoppen wohl keine Missachtung der Menschenwürde.
Das ist auch mein Eindruck. Allerdings gerate ich da mit so manchem Gesprächspartner in die Wolle. Ich kann mir nicht helfen, aber ich glaube einfach nicht, dass die Frauen allesamt zum tabulosen Sex gezwungen werden. Mag es ja geben, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch außerhalb der Bordelle sicherlich größer. Aber dafür wurde ja extra das Prostitutionsgesetz eingeführt. Ich denke nicht, dass es das richtige Signal ist, wenn man nun Bordelle schließt.

Der Stern schreibt unter anderem (Links weiter unten):

"Die Aktion beruhe auf dem Verdacht, dass die Bordellbetreiber Beiträge zur Sozialversicherung hinterzogen haben und ohne Genehmigung ausländische Prostituierte beschäftigen. [...] Auch die Gaststätten-, Gewerbe- und Gesundheitsaufsicht schickten Beamte. Sie gingen konkreten Hinweisen nach, nach denen es in den Bordellen hygienische Missstände geben soll."

Zwischen den Zeilen kann man lesen, dass jemand dem Bordell nichts Gutes will und es deshalb angeschwärzt hat. Und zwar volle Breitseite und nicht "nur" bei der Polizei. Dem Stern-Reporter (dem, der den Dreisatz beherrscht) ist jedenfalls nichts aufgefallen. Auch die Massage-Liege war scheinbar sauber.

Nur die Werbung, die ist nicht akzeptabel. Als Mitbewerber würde ich diese Bordelle kostenpflichtig abmahnen lassen. :lol:


Links, chronologisch geordnet, ausschließlich Stern:

http://www.stern.de/lifestyle/liebes...hr/658982.html
http://www.stern.de/panorama/:Prosti...le/706892.html
http://www.stern.de/panorama/:Flatra...au/707308.html
http://www.stern.de/panorama/:Prosti...en/707265.html
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  #5 (permalink)  
Alt 29.07.2009, 19:35
 
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AW: Flatrate-Bordelle

Auf der positiven Seite sehe ich schon das Argument der Situationsbefriedung. Dadurch, dass Gleichheit hergestellt wird, entfällt -zumindest nach meinem Verständnis- ein gutes Stück weit der Konkurrenzdruck zwischen den Huren.

Doch nach meinem Empfinden reicht das auf der Waage bei weitem nicht aus. Eine Flatrate führt dazu, dass der Kunde (Kundinnen sind so selten, dass sie statistisch wohl noch nicht einmal erfassbar sind, geschweige denn überhaupt in Richtung einer signifikanten Größenordnung tendieren) in seiner Innenwelt sein Gegenüber gar nicht mehr als eigenständigen Menschen mit allen Möglichkeiten der spontanen Ablehnung wahrnimmt, sondern nur noch als fleischliche Lustpuppe.

Hier ist die Politik nach meiner festen Überzeugung aufgefordert begeleitend zur Exekutive tätig zu werden... auch gegen den Willen mancher oder auch vieler Prostituierter.

Man sollte auch nicht vergessen, dass es gerade im Bereich der Prostitution einen überproportional hohen Anteil an vorher/früher mißbrauchten Menschen gibt, die so das ihnen brutal eingetricherte negative Selbstbild fortleben. Es sollte viel mehr Hilfsangebote geben! Das Bild von der sich frei entscheidenden selbstbewussten Frau ist längst nicht so häufig wahr, wie Mann das gerne hätte.
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  #6 (permalink)  
Alt 29.07.2009, 22:19
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AW: Flatrate-Bordelle

Zitat:
Zitat von Dego
Auf der positiven Seite sehe ich schon das Argument der Situationsbefriedung. Dadurch, dass Gleichheit hergestellt wird, entfällt -zumindest nach meinem Verständnis- ein gutes Stück weit der Konkurrenzdruck zwischen den Huren.
Worauf bezogen?

Zitat:
Doch nach meinem Empfinden reicht das auf der Waage bei weitem nicht aus. Eine Flatrate führt dazu, dass der Kunde ... in seiner Innenwelt sein Gegenüber gar nicht mehr als eigenständigen Menschen mit allen Möglichkeiten der spontanen Ablehnung wahrnimmt, sondern nur noch als fleischliche Lustpuppe.
Soweit ich gelesen habe kann der Kunde eben nicht mit allen Frauen alles machen, so wie es die Werbung eindeutig suggeriert. Vielmehr legten die Frauen ihren "Service-Umfang" selbst fest. Der Freier (so nennt man die Kunden in dieser Branche ) könne demnach alles haben und auch mit allen Frauen Sex haben, aber eben nicht alles mit jeder Frau. Die Werbung sehe ich daher eher als klaren Wettbewerbsverstoß. Aber wo kämen wir denn auch hin, wenn wir jede Werbung ernst nehmen würden? A la "Der Burger sieht aber gar nicht so aus wie auf dem Plakat!".

Zitat:
Hier ist die Politik nach meiner festen Überzeugung aufgefordert begeleitend zur Exekutive tätig zu werden... auch gegen den Willen mancher oder auch vieler Prostituierter.
Gibt es da eigentlich keine Gewerkschaft? Oder in größeren Bordellen Personalräte? :lol: Ich bin nicht der Meinung, dass es Aufgabe der Politik ist, sich in das horizontale Gewerbe einzumischen, wenn die Betroffenen allesamt aussagen, dass es kein Problem gibt. Auch die Polizei und die Ämter sehe ich hier nur als Handlanger einiger "Moralapostel".

Zitat:
Man sollte auch nicht vergessen, dass es gerade im Bereich der Prostitution einen überproportional hohen Anteil an vorher/früher mißbrauchten Menschen gibt, die so das ihnen brutal eingetricherte negative Selbstbild fortleben. Es sollte viel mehr Hilfsangebote geben! Das Bild von der sich frei entscheidenden selbstbewussten Frau ist längst nicht so häufig wahr, wie Mann das gerne hätte.
Das mag sein. Leider sind Hilfsangebote "out", die Politik hat für sowas meist kein Geld übrig. Gibt es denn Zahlen dazu? Du präsentierst das ja als Fakt, nicht als Vermutung.
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  #7 (permalink)  
Alt 29.07.2009, 23:48
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Bleiben wir doch mal in der Realwelt die ich seit Ewigkeiten kenne, wer vögelt denn
in der Mittagspause ab 13 Uhr oder lässt sich einen blasen.


Es ist nicht der Maurer von nebenan.

Sondern Stadtrat, Gewerbeaufsichtsamt, Lokalprominenz, Abgeordnete etc. zur Mittagszeit --Happyhour Sonderpreis--!!

Ich würde das niemals behaupten. wenn ich nicht als Klempner damals durch ziemlich allle
Puffs der Umgebung tätig gewesen wäre.

Unser Abgeordnete war selbst an einer Bar beteiligt und hat auch diverse Weibchen eingeführt (Nachweislich natürlich nie)

Das verlogene Gekrähe vor der Wahl ist einfach nur zum Ko***zn, genauso wie dieses sch***s Emma Geschwätz das eine Emanzipation in Gegang gesetzt hat.

Warum ist schwul so gang und gebe, weil die Weiber nicht mehr in der Küche, Kinder herziehen und abendsdie Grätsche machen sonder Ihren G-Punkt suchen und beim bumsen dir erklären hier doller von rechts da tiefer jetzt doller und jetzt gib alles, stöhn mir noch den Hengst und sag mir noch was Schmutziges. Und dann hättest Du nicht noch was durchhalten können ich war so kurz davor!!!

Treibt einen doch in die Bar, saufen f****n Büffet und das alles für schei** 70 Ocken und kein Genösel warst schon mal besser.



Euer Don Alfredo

Geändert von kaputterpreis (30.07.2009 um 00:12 Uhr).
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  #8 (permalink)  
Alt 30.07.2009, 00:23
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AW: Flatrate-Bordelle

Zitat:
Zitat von kaputterpreis
Sondern Stadtrat, Gewerbeaufsichtsamt, Lokalprominenz, Abgeordnete etc. zur Mittagszeit --Happyhour Sonderpreis--!!
Du hast die korrupten Polizisten vergessen. Die brauchen natürlich nichts zu bezahlen. Die drücken nur ein Auge zu, ungefähr so:

Zitat:
Das verlogene Gekrähe vor der Wahl ist einfach nur zum Ko***zn, genauso wie dieses sch***s Emma Geschwätz das eine Emanzipation in Gegang gesetzt hat.
Drastische Worte, aber irgendwo hast du Recht.

Zitat:
Treibt einen doch in die Bar, saufen f****n Büffet und das alles für schei** 70 Ocken und kein Genösel warst schon mal besser.
Naja, Prostitution hat es schon immer gegeben, auch lange vor der Emanzipation. Es ist ja nicht umsonst das älteste Gewerbe der Welt. Ich denke der Reiz der Flatrate-Bars liegt vor allem darin, dass der Freier nicht für jeden Service extra zahlen muss. Klare Kostenkontrolle für den Kunden, hat sich in anderen Branchen ja auch bewährt. Ich persönlich telefoniere übrigens nicht mehr als früher nur weil ich eine Flatrate habe. Aber es ist schon angenehm nicht ständig auf den Zähler schauen zu müssen.
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  #9 (permalink)  
Alt 30.07.2009, 13:37
 
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Den Artikel, durch den ich auf die Dunkelfelduntersuchungen (o.s.ä.) zu dem Thema aufmerksam wurde, habe ich jetzt nicht bingen/googlen können - ist etwas her. Es gibt noch nicht soo viele Untersuchungen dazu - Huren haben halt leider keine Lobby. Ich glaube das war ein Unterpunkt zu den Spätfolgen von sexuellem Missbrauch - findest Du z.B. bei der Wikipedia aufgelistet.
Dass Prostitution (überhaupt) eine Spätfolge eines solchen Missbrauchs ist, findest Du z.B. auch hier belegt: (DOC!) http://www.franz-ruppert.de/Sexueller_Missbrauch.doc <--
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  #10 (permalink)  
Alt 30.07.2009, 14:14
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Gut, Dego. Nun ist die Frage, ob man dennoch von einer gegenwärtig freien Entscheidung ausgehen kann oder ob man hier von Zwang reden kann. Ich glaube ohne weiteres, dass bisherige Erlebnisse einen Menschen dahingehend prägen können, dass er sich prostituiert. Ebenso zweifle ich nicht an, dass Drogensucht und/oder wirtschaftliche Verhältnisse eine Frau (aber auch Männer, insbesondere bei Heroinsucht) zur Prostitution bringen können. In dem Zusammenhang wäre es sehr interessant, inwieweit Hartz IV Frauen in die Prostitution treibt - ob mit oder ohne "Mithilfe" der Argen/Jobcenter. Das ist hier aber nicht das Thema. Ich denke jedoch, dass wirtschaftliche Verhältnisse oder Prägung nicht direkt in juristischem Sinne als Zwang oder Nötigung durchgehen.

Wie auch immer man zur Prostitution steht, sie lässt sich nicht abschaffen. Für die Rechte der Prostituierten finde ich es allemal besser in einem Bordell zu arbeiten als auf der Straße. Die Schließung der Flatrate-Bordelle aufgrund angeblicher hygienischer Missstände, angeblicher Zwangsprostitution und angeblicher Hinterziehung von Sozialleistungen hat für mich daher einen faden Beigeschmack. Vielmehr scheint es so zu sein, dass die getätigten Anzeigen religiöse Verbände und feministische Organisationen auf den Plan gerufen hat - und nicht die Arbeitsbedingungen der Prostituierten selbst.
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