Es hat schon eine gewisse Komik, wenn sich zwei Supermächte an einer Hand voll Bauern in Afghanistan die Zähne ausbeißen.
Was war noch mal die Begründung für den Irak-Krieg? Ach ja, die hatten angeblich Massenvernichtungswaffen. Ich kann mich noch an die Power-Point-Präsentation mit den "Beweisen" erinnern und wie ich darüber lachen musste. Das war in etwa so wie Hitlers Angriff auf Polen. Moralisch lässt sich ein Krieg natürlich immer rechtfertigen: das war ja ein Tyrann usw bla bla. Und wir alle wissen: es ging die ganze Zeit nur und ausschließlich um das Öl! Den westlich-zivilisierten Kriegsverbrechern geht es gut.
Und in Afghanistan, da waren es der abtrünnige CIA-Krieger Bin Laden und seine Taliban. Angeblich kein Angriffskrieg, weil die Terroristen ja angefangen haben, als sie die entführten Flugzeuge in die Twin Towers geflogen haben. Beinahe alles, was diese Bauern haben, haben sie von den USA gekriegt. Denn damals waren ja die kommunistischen Sowjets noch die Bösen.
Wikileaks zeigte zudem kürzlich einen von US-Soldaten begangenen
Mord. Das hat nichts mit Krieg zu tun, auch im Krieg kann man Unrecht begehen. Besonders aufschlussreich ist vor allem die Tatsache, dass das US-Militär gelogen hat, dass sich die Balken biegen. Ohne die Informanten wäre das nie aufgeflogen. Wikileaks erfüllt daher eine sehr wichtige Funktion, denn wenn in einer Demokratie das Volk massiv und systematisch belogen wird um Kriege führen zu können, die das Volk sonst nie unterstützen würde, dann stimmt etwas nicht.
Kriegsverbrecher kriegt man leider meist nur dann dran, wenn sie verloren haben. Bush, Cheney und Konsorten müssten eigentlich ebenso hängen wie Saddam Hussein.