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Wäre ein Anwalt vonnöten?

Dies ist eine Diskussion zu Wäre ein Anwalt vonnöten? innerhalb des Forums Polizeirecht

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  #1 (permalink)  
Alt 10.11.2011, 16:53
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Wäre ein Anwalt vonnöten?

Guten Tag

(mein erster Post,Versucht nach den Regeln des Forums,ich hoffe ich liege richtig.)

Ich möchte gerne folgeden Fall konstruieren:

Sagen wir einmal, ein grade volljährig gewordener Bursche befindet sich zu später Stunde und ordentlichst beschwipst auf dem Heimweg.
Beim Verlassen einer bekannten Partymeile kommt er auf die schwerwiegend bescheuerte Idee beim passieren einiger Polizisten ein provokantes Lied anzustimmen. (ohne Blickkontakt)
("..ich kann nichts, ich bin nichts, gebt mir eine Uniform.." wäre ein Beispiel)
Kurz darauf wird er der Beleidigung bezichtigt und erhält nun einige Wochen später freundlich fordernde Post.

Nun stellen sich dadurch folgende Fragen:

1. na klar, Fragen zum Geisteszustand..

2. Wäre es sinnvoll darzustellen, der Polizist wäre ein selbsternannter Adressat und Zusammenhänge in Frage zu stellen?
Mach soetwas generell Sinn oder gibt man sich nur der Lächerlichkeit preis?

3. Ist es möglich -auch ohne Anwalt- Akteneinsicht zu fordern, um die Richtigkeit (Wortlaut..) des Vorwurfs schon vor dem Vorladungstermin zu überprüfen?

4. Wäre ein Anwalt ratsam?
dazu optional: Angesichts keinem Einkommens ( z.b. Schüler)


Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand vieleicht sich die Mühe machen würde sich dieser Idee anzunehmen

Liebe Grüße,
DerKoch
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  #2 (permalink)  
Alt 11.11.2011, 12:34
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Zitat:
Zitat von DerKoch Beitrag anzeigen
Kurz darauf wird er der Beleidigung bezichtigt und erhält nun einige Wochen später freundlich fordernde Post.
Wurden denn die Personalien vor Ort von der Polizei aufgenommen? Oder ist der Betreffende polizeibekannt?

Zitat:
Nun stellen sich dadurch folgende Fragen:

1. na klar, Fragen zum Geisteszustand..
Nö. Die stellt sich nicht.

Zitat:
2. Wäre es sinnvoll darzustellen, der Polizist wäre ein selbsternannter Adressat und Zusammenhänge in Frage zu stellen?
Mach soetwas generell Sinn oder gibt man sich nur der Lächerlichkeit preis?
Das verstehe ich jetzt inhaltlich nicht?

Zitat:
3. Ist es möglich -auch ohne Anwalt- Akteneinsicht zu fordern, um die Richtigkeit (Wortlaut..) des Vorwurfs schon vor dem Vorladungstermin zu überprüfen?
Theoretisch ja, praktisch nein.

Zitat:
4. Wäre ein Anwalt ratsam?
dazu optional: Angesichts keinem Einkommens ( z.b. Schüler)
Wenn's zu einem Strafverfahren kommt, gibt's ggf. einen Pflichtverteidiger.
__________________
Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon.
(Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971)
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  #3 (permalink)  
Alt 11.11.2011, 12:42
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Zitat:
Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
Das verstehe ich jetzt inhaltlich nicht?
Er meint, wenn er nun sagt das er nicht die Polizisten gemeint hat, sondern Schornsteinfeger und die Polizisten sich einfach nur selbst beleidigt gefühlt haben, obwohl er sie üüüüüüberhaupt nicht gemeint hat, ob das dann gut wäre oder ob er sich lächerlich machen würde.

Ich tippe auf Möglichkeit b: Er macht sich völlig lächerlich!
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__________________
Zitat:
Die schlimmste aller Kampfkünste heißt Jura
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  #4 (permalink)  
Alt 11.11.2011, 13:09
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Mir fällt da doch gleich wieder der bekannte "Wegelagerei"-Fall ein:
http://www.kreuzberger-verkehrsrecht...ls-wegelagerei
__________________
PS: Alle Angaben ohne Gewähr. Feedback/Bewertung erwünscht.
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  #5 (permalink)  
Alt 11.11.2011, 14:42
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Zitat:
Zitat von DerKoch
1. na klar, Fragen zum Geisteszustand..


Zitat:
2. Wäre es sinnvoll darzustellen, der Polizist wäre ein selbsternannter Adressat und Zusammenhänge in Frage zu stellen?
ich denke, das macht es nur noch schlimmer, weil unglaubwürdig.

Zitat:
4. Wäre ein Anwalt ratsam?
nein!!! der anwalt wird weit teurer sein, als die strafe, die man bekommen könnte.

der schüler sollte halt einfach schreiben, wie hier: er war entbescheuert und würde sowas nie, nie wieder machen. er hat auch niemanden direkt beleidigen wollen, sondern lediglich sich (oder seinen freunden) seine "mannhaftigkeit" beweisen wollen.

das gibt entweder nen strafbefehl oder wird eingestellt. zu einer "richtigen" gerichtsverhandlung wird es wohl eher nicht kommen.

Zitat:
Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
Wenn's zu einem Strafverfahren kommt, gibt's ggf. einen Pflichtverteidiger.
das ist natürlich unsinn.

Zitat:
Zitat von moriarty
Mir fällt da doch gleich wieder der bekannte "Wegelagerei"-Fall ein:
der is gut! halte ich nicht für vergleichbar. das hier war keine meinungsäußerung, sondern war deutlich gegen die polizisten gerichtet.
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  #6 (permalink)  
Alt 11.11.2011, 22:29
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Zitat:
das gibt entweder nen strafbefehl oder wird eingestellt. zu einer "richtigen" gerichtsverhandlung wird es wohl eher nicht kommen.
18 Jahre, Schüler, vermutlich ledig.

Anwendung JGG?


Kein Strafbefehl?
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  #7 (permalink)  
Alt 12.11.2011, 01:53
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Ich tippe auf Anwendung des JGG: Alter sehr nahe an dem eines Jugendlichen, jugendtypische Straftat (Kindereien koennte man auch sagen ).

Einen Pflichtverteidiger bekommt man nur in schweren Faellen, sicher nicht wegen solch einem Kinderkram.

Also stimme ich meinen Vorrednern zu: der Taeter soll sich artig entschuldigen, dann wird das Verfahren wahrshceinlich eingestellt.

Meint

Domingo
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Summum ius, summa iniuria

"Nicht das Unrecht soll man anklagen, wenn es das Recht von seinem Sitz verdrängt, sondern das Recht, welches sich dies gefallen lässt." (R. v. Jhering)
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  #8 (permalink)  
Alt 12.11.2011, 08:03
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Vielleicht sollte der Täter im Schreiben anbieten, als Ausgleich 40 Stunden in einem Pflegeheim für Alkoholkranke Dienst zu tun. Das würde auch den Punkt 1 seiner Fragen in Zukunft in ein besseres Licht rücken.
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Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #9 (permalink)  
Alt 14.11.2011, 13:35
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Zitat:
Zitat von DerKoch Beitrag anzeigen
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Gibt's irgendwo im Netz den kompletten Text und die Melodie? Würde mich interessieren ;-)
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  #10 (permalink)  
Alt 14.11.2011, 17:33
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AW: Wäre ein Anwalt vonnöten?

Ich wette es trifft nicht deinen Musikgeschmack.

http://www.youtube.com/watch?v=bOMuOzcAu_Y


Und hier noch der passende Aufnäher dazu!

http://www.amazon.de/nichts-Uniform-.../dp/B001ZZYVLI


Und eine schöne Erklärung zu dem Spruch:

http://mundmische.de/bedeutung/32878...r_eine_Uniform
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