Dies ist eine Diskussion zu Ha Große Übung Würzburg SS 2010 innerhalb des Forums Öffentliches Recht - Hausarbeiten
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| Ha Große Übung Würzburg SS 2010 Hey schreibt zufällig noch jemand die HA bei Schenke im SS 2010 mit? Ich arbeite jetzt schon eine Weile an dem Ding und wäre gern für angeregten Austausch bereit: Besonders die Festsetzungen im B-Plan machen mir noch zu schaffen....sowie einige kleinere Deatails im der Mat-RM: Mich würde interessieren, zu welchem Ergebnis bez. der Festsetzungen ihr kommt??? Hier nochmal der SV: In der bayerischen Gemeinde Gemünden weht seit dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Beckmann ein neuer ökologischer Wind. Beckmann überzeugte den Gemeinderat in wenigen Sitzungen davon, dass Gemünden umweltfreundlicher werden müsse. Schnell war man sich einig, dass im neuen Baugebiet Hirtenäcker, für welches der Bauausschuss bereits einen Aufstellungsbeschluss erlassen hatte, ein erster ökologischer Grundstein gelegt werden sollte. Dazu sollte in den Bebauungsplan folgende Festsetzung aufgenommen werden: Im Baugebiet Hirtenäcker müssen bauliche Maßnahmen dergestalt ergriffen werden, dass 80 % des Wärmebedarfs der Häuser aus erneuerbaren Energien gedeckt werden können. Begründet wird die Ökoklausel damit, dass so ein Beitrag zum globalen Klima- und Ressourcenschutz geleistet werden könne. Nachdem die Stellungnahme der Träger öffentlicher Belange frühzeitig eingeholt worden war, stellte sich Bürgermeister Beckmann in einer Bürgerversammlung zum Thema Unsere Gemeinde soll grüner werden den Fragen der Bürger. Dabei wurde u.a. vorgebracht, dass im Aufstellungsbeschluss des Bauausschusses noch kein Hinweis auf die Wärmebedarfsdeckung mithilfe erneuerbarer Energien zu finden sei. Dessen ungeachtet wird am 8.2.2010 im monatlich erscheinenden Amtsblatt der Gemeinde G folgender Hinweis veröffentlicht: Die Entwürfe für den Bebauungsplan Hirtenäcker liegen ab 15. Februar 2010 bis zum 15. März 2010 während der für den Publikumsverkehr vorgesehenen Dienststunden im Rathaus aus. Am 29. März 2010 wurde eine Gemeinderatsitzung im Bürgersaal des Rathauses anberaumt. Obwohl der Punkt Abstimmung über den Bebauungsplan Hirtenäcker nicht auf der Tagesordnung aufgeführt war, kann Bürgermeister Beckmann sämtliche Mitglieder des Gemeinderates überzeugen, hierüber zu beraten. Manni Meckermann, der als Zuschauer im Bürgersaal aufmerksam die Beratung über den Bebauungsplan verfolgt hatte, ruft während der Diskussion aufgebracht Ihr grünen Hosentrolle und bindet Euch doch gleich eine Solarzelle auf den Hintern in die Runde. Nachdem Bürgermeister Beckmann Manni Meckermann gebeten hatte, sich zu mäßigen und dieser trotzdem weiter protestierte, verwies ihn Beckmann des Raumes. Schließlich kommt Meckermann dieser Aufforderung nach. Nach einer weiteren zweistündigen Debatte verabschiedet der Gemeinderat den Bebauungsplan für das Gemeindegebiet Hirtenäcker mit sieben Ja und sechs Nein Stimmen. Auch der nicht geladene, aber trotzdem erschienene Willi Wilfried nimmt ohne Widerspruch an der Abstimmung teil, genauso wie Theo Trunkenbold, der während der Beratung über den Bebauungsplan eingeschlafen war. Beide stimmen mit Ja für den Bebauungsplan. Ludwig Lustlos enthält sich seiner Stimme. 2/2 Emil Eirich, der Eigentümer eines Grundstücks im Gebiet Hirtenäcker ist, liest in der kommenden Ausgabe des Amtsblattes vom 4. April 2010 die Bekanntmachung des als Satzung beschlossenen Bebauungsplans, der zuvor vom Bürgermeister ausgefertigt worden war. Als bekennender Gegner der Ökowelle hatte Eirich geplant, auf seinem Grundstück ein Haus mit Ölheizung zu errichten. Deshalb geht er noch am selben Tag zu Bürgermeister Beckmann. Er wirft diesem vor, dass ihn der Bebauungsplan in seiner Baufreiheit beeinträchtige und die Gemeinde zu einer solchen Festsetzung keine Kompetenz habe. Beckmann hält Eirich entgegen, dass Art. 20a GG einen Verfassungsauftrag zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen enthalte und damit den Vorrang des Klima- und Ressourcenschutzes festlege, was auch in der Begründung zum Bebauungsplan nachzulesen sei. Darüber hinaus stützt sich Bürgermeister Beckmann auf das Baugesetzbuch. Aus diesem ergebe sich, dass Bauleitpläne auch in Verantwortung für den allgemeinen Klimaschutz aufzustellen und insbesondere die Nutzung erneuerbarer Energien zu berücksichtigen seien. Zudem schreibe das Gesetz vor, dass im Bebauungsplan aus städtebaulichen Gründen Gebiete festzulegen seien, in denen bei der Errichtung von Gebäuden bestimmte bauliche Maßnahmen für den Einsatz erneuerbarer Energien, wie insbesondere Solarenergie, getroffen werden müssen. Da gesetzlich der Vorrang des Klimaschutzes vorgeschrieben sei, könne man deshalb auf die Eigentumsfreiheit des Eirich keine Rücksicht nehmen. Eirich verlässt wütend das Rathaus. Auf dem Nachhauseweg geht er bei seinem befreundeten Anwalt Alleswisser vorbei und fragt ihn, wie er gerichtlich gegen den Bebauungsplan vorgehen könne. Aufgabenstellung: Entwerfen Sie das Gutachten des Anwalts Alleswisser. Gehen Sie dabei auf alle aufgeworfenen Probleme im Sachverhalt ein. Fragen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG), des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG), der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des vorläufigen Rechtsschutzes bleiben außer Betracht. |
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| Hey! Der ganze Sachverhalt basiert auf einem Problem, welches sich z.Z. in Marburg im schönen Hessen abspielt: http://www.fr-online.de/frankfurt_un...raesidium.html Du musst einfach mal "Solarsatzung" und "Marburg" googlen und wirst mit Sicherheit auf die ein oder andere Argumentatiosnlinie stoßen. Soweit ich sehen kann, ist zu der Problematik noch kein Urteil ergangen. Darüber hinaus ist der SV noch mit ein paar "Klassikern" angereichert, deren Lösung man in jedem Lehrbuch findet (Tagesordnung, Veröffentlichung, Stimmenthaltung, schlafender Abgeordneter, etc). Grüße an die "alte Heimat" Fallen
__________________ "Arm ist der Schüler, der seinen Meister nicht übertrifft" |
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| AW: Ha Große Übung Würzburg SS 2010 Hey Fallen, vielen vielen Dank für deine Antwort. Die kommunalrechtlichen Aspekte hatte ich soweit erkannt, aber der link zum Marburger hilft mir sehr sehr weiter......vielen Dank nochmal |
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