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Zwang oder Zufall? Das Dilemma der Freiheit

Dies ist eine Diskussion zu Zwang oder Zufall? Das Dilemma der Freiheit innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft

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Alt 06.07.2005, 12:00
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Zwang oder Zufall? Das Dilemma der Freiheit

Die Fortschritte der Hirnforschung scheinen den Beweis dafür zu liefern, dass auch mensch*liche Willens*bildungs*prozesse naturgesetzlich determiniert sind und Willensfreiheit somit eine Illu*sion ist. Gra*vierende Konsequenzen für das Verständnis unserer selbst und unserer Handlungen, aber auch für unser Rechtssystem, wären die Folge.
Michael Pauen, Professor für Philosophie, zeigt, dass diese Befürchtungen auf einem Missverständnis darüber be*ruhen, was es heißt, frei zu handeln. Freiheit schließt Determination keineswegs aus - sie muss nicht nur von Zwang, sondern auch von Zufall unterschieden werden. Die entscheidende Differenz besteht darin, dass eine freie Handlung einer Person zugeschrieben werden kann. Wichtig ist nicht, ob eine Hand*lung determiniert ist. Entscheidend ist vielmehr, wodurch sie bestimmt wird: Wird sie durch die Per*son selbst bestimmt, dann ist sie selbstbestimmt und damit frei. Diese Konzeption von Freiheit ent*spricht nicht nur wesentlichen Intuitionen, sondern steht auch im Einklang mit den wichtigsten neueren Erkenntnissen der Hirnforschung. Außerdem bietet sie wichtige Ansatzpunkte für eine genauere Klä*rung von Schuld und Verantwortung im juristischen Sinne.


Prof. Dr. Michael Pauen, 1956 in Krefeld geboren. Studium in Marburg, Frankfurt und Hamburg. Promotion 1989, Habilitation 1995. Visiting Professor am Institute for Advanced Study in Amherst, Massachusetts, und Fellow an der Cornell-University in Ithaca; New York. Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg, Bremen. 1997 Ernst-Bloch-Förderpreis. Professor am Institut für Phi*losophie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Michael Pauen ist Gast der interdisziplinären Forschungsgruppe "Was ist der Mensch? Kultur - Sprache - Natur", die gemein*sam vom Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen und der Universität Dortmund getragen wird.


Die Veranstaltung am 18. Juli ist öffentlich.


Kulturwissenschaftliches Institut
Sabine Rehorst. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Goethestr. 31, 45128 Essen
Tel. +49 (0)201/7204-160. Fax +49 (0)201/7204-159
sabine.rehorst@kwi-nrw.de
www.kwi-nrw.de


Quelle: idw
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