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Zeitgenössische Kunst und neue Wege im Kunst-Unterricht

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Alt 19.10.2005, 16:00
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Zeitgenössische Kunst und neue Wege im Kunst-Unterricht

Sachsen hat im vergangenen Jahr neue Lehrpläne im Fach Kunst eingeführt. Sie wurden dem zeitgenössischen Verständnis von Kunst und künstlerischer Bildung angepasst.
Die besondere Herausforderung dieser Lehrpläne besteht darin, die Schülerinnen und Schüler an verschiedene Formen von Prozesskunst heranzuführen. "Zur Prozesskunst gehören beispielsweise Aktionskunst wie Performance Art, Videokunst, inszenierte Fotografie, Feldforschung und andere Kunststrategien, die sich an Gegenwartskunst orientieren", so Marie-Luise Lange, Professorin für Theorie künstlerischen Gestaltens und Kunstpsychologie am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden. "Viele Kunstlehrer hatten allerdings in ihrem Studium mit diesen neueren Kunstformen nichts oder nur wenig zu tun und stehen vor dem Problem, wie sie die im Lehrplan geforderte Prozess- und Aktionskunst vermitteln können".


Letzteres ist Spezialforschungsgebiet von Marie-Luise Lange an der TU Dresden. "Ein Schwerpunkt in der Ausbildung der Kunstpädagogikstudierenden an der TU Dresden liegt heute auch in Performance- und Videoarbeit", so die Professorin. "Kunstunterricht muss heute" so Prof. Lange "orientiert an der traditionellen wie an der zeitgenössischen Kunst als ein ganzheitliches System begriffen werden, in dem viele fächerübergreifende Aspekte zusammenfließen. Um das breite kreative Potenzial zu wecken, über das Schüler heute verfügen - man denke an Musik-, Bewegungs- und Spielerfahrungen, an Film- und sonstige Medienkenntnisse - muss ihnen auch die Schule Möglichkeiten zu vielfältigen künstlerischen Experimenten und Forschungen bieten. Und dazu gehört eben auch die so genannte Kunst des Handelns".


In der Veranstaltung "Kunst - Bildung - Performance" stellt Frau Prof. Kämpf-Jansen aus Paderborn ihr schulerprobtes interdisziplinäres, kunstpädagogisches Modell der "Ästhetischen Forschung" vor, das jedem Schüler seine biografisch bestimmte, individuelle künstlerische Entwicklung ermöglicht. Danach stellt Prof. Lange einige neue Forschungsergebnisse zur Entwicklung zeitgenössischer Prozesskunst vor und deutet Möglichkeiten der Übertragung auf modernen Kunstunterricht in der Schule an.


Anschließend sprechen die international bekannten Performancekünstler BBB Johannes Deimling (Berlin, Zürich, Talinn) und Wolfgang Sautermeister (Mannheim) über ihre Erfahrungen und ihre didaktischen Modelle in der Performancearbeit mit Studierenden und Schülern.


Den Abschluss der Veranstaltung bilden ab 20 Uhr drei Soloperformances von Gabriele Oßwald (Mannheim), BBB Johannes Deimling und Wolfgang Sautermeister.


"Kunst - Bildung - Performance" startet am 28. Oktober 2005, 15.00 Uhr, in der Motorenhalle des Riesa Efau, Wachsbleichstr. 2, 01067 Dresden. Journalisten, Studierende, Wissenschaftler und interessierte Dresdner sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei.
Das Programm zur Veranstaltung ist unter
<http://www.tu-dresden.de/phfikm/kupaed/fraauss.html> verfügbar.


Diese Presseinformation bitte auch an die Kulturredaktion geben!


Informationen für Journalisten: Prof. Dr. Marie-Luise Lange, Tel. 0351 463-35717


Quelle: idw
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