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Wissenschaftsrat: Verbesserungen in vier Ressortforschungseinrichtungen

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Alt 30.01.2012, 14:10
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Wissenschaftsrat: Verbesserungen in vier Ressortforschungseinrichtungen

Verbesserungen in den Forschungsleistungen und im institutionellen Aufbau hat der Wissenschaftsrat in vier Ressortforschungseinrichtungen des Bundes wenige Jahre nach ihrer ersten Evaluierung festgestellt.

Zum zweiten Mal stellt der Wissenschaftsrat der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin ein hervorragendes Zeugnis als international führende metrologische Einrichtung aus und betont ihre Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Damit bestätigt sich der Eindruck, den die Gutachterinnen und Gutachter bei der ersten Evaluation im Jahr 2008 gewonnen hatten. Allerdings sieht der Wissenschaftsrat die ausgewiesene Leistungsfähigkeit der PTB sowohl in Forschung und Entwicklung als auch in ihren wissenschaftsbasierten Dienstleistungen und ihrer Politikberatung weiterhin durch eine restriktive Personalpolitik gefährdet. Er bekräftigt daher seine dringende Empfehlung, den Stellenabbau bei der PTB auszusetzen. „Insgesamt benötigen gerade die forschungsintensiven Ressortforschungseinrichtungen mehr Flexibilität im Personal- und Haushaltswesen, um im Wettbewerb mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen um die besten Köpfe bestehen zu können“, so Professor Wolfgang Marquardt, Vorsitzender des Wissenschaftsrates.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln, hat ihre positive Entwicklung weiter fortgesetzt. „Die Einrichtung könnte zu einem Kompetenzzentrum für gesundheitliche Prävention werden. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch eine bessere personelle Ausstattung“, kommentiert Marquardt. In diesem Zusammenhang spricht sich der Wissenschaftsrat zudem für eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Bundesministerien aus. Er regt an zu prüfen, ob weitere Ressorts sich an einem Kompetenzzentrum für gesundheitliche Prävention beteiligen könnten, und gegebenenfalls eine ressortübergreifende Gesamtstrategie für die gesundheitliche Prävention zu entwickeln.

Als einen ersten Schritt in die richtige Richtung bewertet der Wissenschaftsrat die Entwicklung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bonn. Das Bundesinstitut, das bei der Begutachtung im Jahr 2004 aufgrund seiner unzureichenden Forschungstätigkeit kritisiert worden war, strebt nunmehr an, sich zu einer Forschungseinrichtung auf hohem wissenschaftlichem Niveau weiterzuentwickeln. Erste Maßnahmen hierzu wurden bereits eingeleitet. Positiv bewertet der Wissenschaftsrat insbesondere, dass der Forschungsetat erhöht und ein Forschungskonzept entwickelt wurden. Er begrüßt, dass das zuständige Bundesministerium für Gesundheit das BfArM erneut evaluieren lassen will, und erklärt, das Verfahren solle baldmöglichst eingeleitet werden.

Die Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik (FWG), Kiel, wurde nach der Evaluation durch den Wissenschaftsrat im Jahr 2008 mit der Wehrtechnischen Dienststelle 71, Eckernförde, zusammengeführt. Die damit einhergehenden Herausforderungen sieht der Wissenschaftsrat insgesamt gut bewältigt. Für die Zukunft sollte ein mit externen Personen besetzter wissenschaftlicher Beirat eingesetzt werden. „Auch hier gilt wie für viele Einrichtungen im Geschäftsbereich des Verteidigungsministeriums: Eine Stärkung der Zusammenarbeit mit zivilen Einrichtungen in gemeinsamen Projekten und Publikationen sowie in der Nachwuchsbetreuung und der Nutzung von Infrastrukturen ist für beide Seiten fruchtbar und dient dem Wissenschaftssystem insgesamt“, betont Marquardt.

Weitere Informationen:
- http://www.wissenschaftsrat.de/downl...sanstalt (PTB)
- http://www.wissenschaftsrat.de/downl...lärung (BZgA)
- http://www.wissenschaftsrat.de/downl...odukte (BfArM)
- http://www.wissenschaftsrat.de/downl...eophysik (FWG)

Quelle: idw
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