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| Wie kann die Lebensqualität schwerkranker Patienten verbessert werden? Die Palliativmedizin, die sich mit der Betreuung und der Lebensqualität schwerstkranker Menschen befasst, hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Bundestag hat im letzten Jahr beschlossen, die Palliativmedizin als Pflichtlehr- und Prüfungsfach für Ärzte aufzunehmen. "Als universitäre Einrichtung ist das Klinikum neben der Patientenversorgung auch der Lehre und Forschung verpflichtet", betonte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin C, Prof. Gottfried Dölken. Deshalb sollen künftig verstärkt die vielfältigen Bereiche des noch recht jungen Fachgebietes in der Universitäts- und Hansestadt fachübergreifend erörtert werden. Das Interesse an dem Symposium war so groß, dass es in das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg verlegt werden musste. In der Auftaktveranstaltung, die sich vorrangig an medizinisches Personal und ehrenamtliche Palliativkräfte richtet, werden zwei Themenkomplexe näher beleuchtet. Die Kontrolle von Schmerzen ist ein sehr wichtiges Ziel in der Behandlung vieler Palliativpatienten. Die Grundlagen einer strukturierten Schmerztherapie werden ebenso vorgestellt wie innovative therapeutische Möglichkeiten und die Behandlung in speziellen Krankheitssituationen. Besonders wichtig ist neben den psychosozialen Aspekten auch eine ausreichende schmerztherapeutische und gegebenenfalls beruhigende medikamentöse Betreuung zum Lebensende. In solchen Fällen besteht die Gefahr, dass Patienten aus Unkenntnis oder Angst vor Medikamentennebenwirkungen nicht ausreichend behandelt werden. Den zweiten Schwerpunkt bildet die ambulante Palliativversorgung, die in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern vor etlichen Hürden steht. Diese zu überwinden gelingt nur in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Medizinern und den vielen engagierten Mitarbeitern der ambulanten Hospizdienste im Nordosten. Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben bei der neu geschaffenen Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) und den Palliativteams, die die Begleitung von Sterbenskranken im häuslichen Umfeld deutlich verbessern sollen, ist in der Region Vorpommern ein hoch aktuelles Thema. Abschließend werden die Rechte der Patienten und die Rechtssicherheit der versorgenden Berufsgruppen unter Berücksichtigung des veränderten Betreuungsrechtes erläutert. 1. Symposium zur Palliativmedizin mit den Schwerpunkten "Schmerztherapie und Sedierung" und "Ambulante Palliativversorgung" Greifswald, Sonnabend, 16. Januar 2010 Veranstaltungsort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14 P r o g r am m 09:15 Uhr - Einleitung und Begrüßung 09:20 Uhr - Schmerztherapie und Sedierung 09:20 Uhr - Grundlagen der Tumorschmerztherapie Dr. Anne Klenner, Uniklinikum Greifswald 09:40 Uhr - Spezielle Schmerztherapie Dr. Andreas Jülich, Uniklinikum Greifswald 10:05 Uhr - Terminale Sedierung Dr. Bianca Kallinich, Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln 10:30 Uhr - Kaffeepause 11:00 Uhr - Ambulante Palliativversorgung 11:00 Uhr - Palliativmedizin in der hausärztlichen Praxis DM Renate Tilchner, Wolgast 11:25 Uhr - Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) Dr. Malte Leithäuser, Uniklinikum Rostock 11:50 Uhr - Ambulanter Hospizdienst Pfarrer Philip Stoepker, Greifswald 12:15 Uhr - Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Richterin Carin Schnitzer, Greifswald 12:40 Uhr - Zusammenfassung und Verabschiedung 12:45 Uhr - Diskussion bei kleinem Imbiss Programmflyer <http://www.medizin.uni-greifswald.de/InnereC/fileadmin/user_upload/veranstaltungen/tagungen_weiterbildung/2010/Symposium_Palliativmedizin_16012010.pdf> Erreichbarkeit während der Veranstaltung: Tel.: 03834/86 190 40 Informationen zur Tagung: Dr. Anne Klenner T +49 3834 86-66 48, E klenner@uni-greifswald.de Ansprechpartner Universitätsklinikum Greifswald Klinik und Poliklinik für Innere Medizin C, Hämatologie und Onkologie - Transplantationszentrum Direktor: Prof. Dr. med. Gottfried Dölken Sauerbruchstraße, 17475 Greifswald T +49 3834 86-66 98 E doelken@uni-greifswald.de <www.klinikum.uni-greifswald.de> Quelle: idw |
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