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| Welche Zukunft hat die "Gemeindeschwester AGnES"? Die demographische Entwicklung mit einer steigenden Zahl an Menschen im höheren und hohen Lebensalter bei einer gleichzeitig deutlich zunehmenden Versorgungslücke im hausärztlichen Bereich erfordert neue Ansätze in der ambulanten medizinischen Versorgung. Parallel zu den derzeit laufenden Modellprojekten auf Rügen und in Brandenburg mit Telegesundheitsschwestern bzw. Gemeindeschwestern hat das Institut für Community Medicine der Universität Greifswald in Kooperation mit dem Fachbereich Gesundheit und Pflege der Hochschule Neubrandenburg die entsprechende berufsbegleitende Qualifikation "Community Medicine Nursing" entwickelt, die durch die Europäischen Union (EQUAL/InCareNet) gefördert wird. Gegenstand des Projektes ist eine speziell auf die Arbeit in Hausarztpraxen zugeschnittene Weiterbildung für Pflegefachkräfte, so zum Beispiel in den Bereichen Altersheilkunde (Geriatrie), Versorgungsforschung, Epidemiologie, Prävention, Telemedizin, Dokumentation und Praxisorganisation. Die auf diese Weise ausgebildeten Pflegefachkräfte verfügen über die notwenige Kompetenz, um den Hausarzt künftig in von hausärztlicher Unterversorgung betroffenen oder bedrohten Regionen gezielt zu unterstützen. Im Rahmen dieses Projektes wurde ein Lehrplan für die "Gemeindeschwester der Zukunft" aufgestellt. Seit Oktober letzten Jahres absolvieren 16 Gesundheits- und Krankenpfleger(innen) mit Berufserfahrung an der Hochschule Neubrandenburg das bundesweit einzigartige Curriculum auf der Basis der Erkenntnisse der Praxisprojekte AGnES (Arztentlastende, Gemeinde-nahe, E-Health-gestützte, Systemische Intervention) und Modellprojekt Gemeindeschwester. Die Pilotausbildung läuft noch bis zum Juni dieses Jahres und umfasst insgesamt 265 Theoriestunden, gefolgt von einem 12-wöchigen Praktikum in einer Hausarztpraxis. "Mit dieser modernen, zukunftsfähigen Weiterqualifizierung soll im Berufsfeld des Gesundheitswesens eine neue Qualifikation geschaffen, das Qualifikationsniveau in der Praxis gehoben und künftigen Problemen in der ambulanten medizinischen Versorgung wirksam begegnet werden", betonte Prof. Wolfgang Hoffmann, wissenschaftlicher Leiter des Projekts an der Universität Greifswald. Ansprechpartner Universitätsklinikum Greifswald Institut für Community Medicine Abt. Versorgungsepidemiologie und Community Health Ellernholzstraße 1-2, 17475 Greifswald Projektleitung: Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann, MPH T +49 3834 86-77 50 F +49 3834 86-77 52 E wolfgang.hoffmann@uni-greifswald.de Wissenschaftliche Koordination Dr. Neeltje van den Berg T +49 3834 86-77 71 E neeltje.vandenberg@uni-greifswald.de <www.medizin.uni-greifswald.de/icm/institut.html> Fachtagung Qualifikation "Community Medicine Nursing" Projekt zur Entwicklung eines praxisnahen, lernenden Curriculums Mittwoch, 28. März 2007, 10.00 bis 15.30 Uhr, Greifswald Klinikum Neubau, Ferdinand-Sauerburch-Straße, Hörsaal Nord Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird um eine Anmeldung gebeten: Adina Dreier, 03834-86 77 76 oder adina.dreier@uni-greifswald.de P r o g r a m m 10.00 Uhr - Begrüßung Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, MPH, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald Prof. Dr. Roman Frank Oppermann, Hochschule Neubrandenburg 10.10 Uhr - Vorstellung der Entwicklungspartnerschaft InCareNet Ellen Paschke, Mitglied des Bundesvorstandes ver.di 10.30 Uhr - Vorstellung des Teilprojektes "Qualifikation Community Medicine Nursing" Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, MPH, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald Adina Dreier, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald Hagen Rogalski, Hochschule Neubrandenburg 11.15 Uhr - Kaffeepause 11.30 Uhr Innovative Konzepte in der Pflegeausbildung/Pflegewissenschaft - Stand der derzeitigen Umsetzung Prof. Dr. Roman Frank Oppermann, Hochschule Neubrandenburg 11.50 Uhr - Ergebnisse einer Pilotstudie zum praktischen Einsatz der Community Medicine Nurse Dr. Neeltje van den Berg, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald 12.15 Uhr - Mittagsimbiss 13.15 Uhr Qualifikation und Curriculumentwicklung - Professionalisierung in den Gesundheitsfachberufen Prof. Dr. Martina Hasseler, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg 13.35 Uhr - Integrierte Versorgung Boris Velter, Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung 14.00 Uhr - Diskussion Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, MPH/Prof. Dr. Roman Frank Oppermann Quelle: idw |
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