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| Universität Mannheim: Politikwissenschaftler aus Mannheim und Peking kooperieren bei EU-Forschung "Die chinesische Politikwissenschaft hat sich lange Zeit stark auf amerikanische Autoren konzentriert", erklärt Professor Dr. Zhang Jun, Politikwissenschaftlerin der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften (CASS) in Peking. "Heute aber ist in China fundiertes Wissen über die EU gefragt. Europäische Forschungsergebnisse stellen für uns eine große Bereicherung dar." Seit Januar ist Jun daher am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) zu Gast. Im Auftrag des Pekinger Instituts für Europastudien befasst sie sich mit der Außen- und Entwicklungshilfepolitik der EU. Im Mittelpunkt der Kooperation zwischen CASS und MZES steht die Frage, in welchen Bereichen die EU Modellcharakter auch für andere Weltregionen haben kann. "Europa hat beispielsweise große Erfahrung mit dem Aufbau von politischen Institutionen. Dieses Wissen kann für den asiatischen Raum und seine Entwicklung von großer Wichtigkeit sein", ist Jun überzeugt. Der Kooperation mit dem MZES misst die Politikwissenschaftlerin aus Peking daher große Bedeutung bei: "Meine Kollegen und ich haben mit dem ausgezeichneten Forschungsumfeld in Mannheim gute Erfahrungen gemacht. Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit weiterhin so gut funktioniert und uns künftig noch mehr deutsche Kollegen in Peking besuchen." Der Austausch zwischen Peking und Mannheim hat schon eine lange Tradition. 1997 übernahm die Mannheimer Politikwissenschaftlerin Professor. Dr. Beate Kohler-Koch eine Leitungsfunktion im europäisch-chinesischen Universitätsprogramm. Kohler-Koch und Dr. Fabrice Larat, Projektleiter am MZES, sind seitdem häufig in China zu Gast. Ihre Bücher über das politische System der EU und die Geschichte der europäischen Integration wurden ins Chinesische übersetzt und finden an zahlreichen Universitäten Chinas Verwendung. Ergebnisse des Forschungsaustauschs seien bei jungen chinesischen Wissenschaftlern bereits deutlich spürbar, erklärt Fabrice Larat: "Wer in Mannheim geforscht hat, bringt nicht nur neues Wissen mit nach Hause. Der Kontakt mit europäischen Kollegen, Forschungsmethoden und anderen Standpunkten führt häufig auch zu einer Erweiterung des geistigen Horizonts", so der Mannheimer Politikwissenschaftler. Seine Kollegin Zhang Jun versichert, dass man Europa in China heute nicht mehr nur als kleinen Bruder Amerikas wahrnehme: "Die EU ist mittlerweile ein eigenständiger Akteur der Weltpolitik, der für China von wachsender Bedeutung ist." Beispielhaft dafür sei etwa das europäisch-asiatische Dialogforum ASEM (Asia-Europe-Meeting), das über multilaterale Zusammenarbeit in Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur, Umwelt- und Klimaschutz berät. Die Kooperation des MZES mit der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften wird vom European Studies Centres Programme der EU gefördert. Bislang waren 14 chinesische Wissenschaftler in Mannheim zu Gast, einige davon mehrmals. Kontakte und weitere Informationen: Dr. Fabrice Larat Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) Projektleiter Tel: +49 621 181 2840 Handy: +49 175 723 5264 Fax: +49 621 181 2845 Email: fabrice.larat@mzes.uni-mannheim.de Nikolaus Hollermeier Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) Direktorat / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +49/(0)621-181- 2839 Fax: +49/(0)621-181- 2866 E-Mail: nikolaus.hollermeier@mzes.uni-mannheim.de <http://www.mzes.uni-mannheim.de> o Beate Kohler-Koch, Thomas Conzelmann, Michèle Knodt, "Ou Zhou Yi Ti Hua He Ou Meng Zhi Li", Beijing: China Social Sciences Press, 2004 [Chinesische Ausgabe von "Europäische Integration - Europäisches Regieren", Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2004] o Fabrice Larat, "Ou Zhou Yi Ti Hua Shi". Beijing: China Social Sciences Press, 2005, [Chinese edition of "Histoire politique de l'intégration européenne", Paris: La Documentation Française, 2003, enlarged with documents on the history of European integration] o Zhang Jun, Zhou Hong, "Donors in China - A source of Chinese model of development", Beijing: Social Science Documents Press, 2007. Quelle: idw |
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